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Jede Konsole - ob nun die Xbox360 oder die PlayStation 3 - hat ihre Vorzüge. Einen offenen Wettkampf tragen Microsoft und Sony zwar nicht aus, aber wenn es um ihre Rennspiel-Referenzen geht, beginnt das Buhlen um die Kunden. 'Forza Motorsport 3' erschien im Herbst 2009, 'Gran Turismo 5' im Herbst 2010. Wie es nun diese Tradition will, ist Microsoft diesen Herbst wieder am Zug und präsentiert mit 'Forza Motorsport 4' erneut ein Rennspiel, welches die 'Gran Turismo'-Programmierer ganz schön fordern wird.

Die Neuerung, welche am meisten Aufmerksamkeit verursacht, ist ganz klar die Kinect-Unterstützung. Bisher erfolgreichstes Kinect-Rennspiel ist 'Kinect Joy Ride', welches in etwa genau das widerspiegelt was man sich unter einem bewegungsgesteuerten Rennspiel vorstellt: Ein knallig bunter Fun-Racer, welcher weder mit hüpfenden Boliden noch vor Boost-Turbos Halt macht. Nur ist aber das höchste Gesetz von 'Forza 4' der Realismus-Aspekt. Und so kommt es wie es kommen muss: Auf Gas und Bremse wurde verzichtet (der Wagen fährt von alleine), zudem fehlt ein Schadensmodell und auch nach unzähligen Leitplankenstössen kann man noch ein Rennen gewinnen.



Die Kinect-Unterstützung ist also ganz klar ein Fun-Gimmick, das wohl ein einziges Ziel hat: Die neueste Microsoft-Innovation Universal-Genre-kompatibel vorzustellen. Um ein Auto allerdings von allen Seiten zu bewundern und auf Kommando Türen oder die Motorhaube zu öffnen (sprich: Die neue Autovista-Funktion), ist Kinect aber ein nettes, wenn auch nicht unbedingt notwendiges Feature. Glücklicherweise gibt es den Karrieremodus aber nur mit der klassischen Controller-Steuerung. Dieser spielt sich wie immer ab: Man beginnt mit einem schicken Kleinwagen, verdient sich bei Amateur-Wettbewerben etwas dazu, so dass man sich Tuningteile für den eigenen Wagen kaufen kann oder schlichtweg für einen stärkeren Rennboliden spart. Erneut überzeugt 'Forza 4' aber in einem Gebiet besonders: Der Detailverliebtheit der Programmierer kann wahrlich ein Kränzchen gebunden werden. Die Wagen, sowie auch die fotorealistischen Strecken, wirken unglaublich authentisch und wen das noch nicht genug beeindruckt, der soll sich mal einen Crash in der Sofortwiederholung anschauen und das unglaublich realistische Schadensmodell mit all den herumfliegenden Teilen begutachten.



Natürlich lässt sich auch der Schwierigkeitsgrad bis ins letzte Detail verändern. So können Amateure mit Bremshilfen oder der Fahrlinienvorgabe arbeiten und Profis haben sogar die Möglichkeit nicht nur geschaltet, sondern auch gekuppelt zu fahren. Nach wie vor ist auch die Steuerung sehr empfindlich, was Anfängern - ohne geeignete Fahrhilfen - schnell den Geduldsfaden reissen lässt. Renncracks und Genre-Liebhaber kommen aber voll und ganz auf ihre Kosten und werden wohl noch einige Wochen damit verbringen, Bestzeiten zu schlagen.


Genre: Rennspiel
Plattformen: XBox360
Release: 14. Oktober 2011
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: Microsoft


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Herzlichen Dank an Microsoft für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
25. Oktober 2011

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