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Around the World in 80 Days



Release:
26. August 2005

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Kurzkritik:
Aufwändiges und amüsantes Remake des Klassikers von Jule Verne. Die vielen kleinen Abenteuer in den unterschiedlichsten Destinationen der Welt passen zwar nicht immer zueinander und verlieren oftmals an Halt am roten Faden, jedoch lassen die wundervollen Landschaftsaufnahmen und vielen Gastauftritte (u.a. durch Arnold Schwarzenegger, Owen Wilson und John Cleese) die Story sehr kurzweilig erscheinen. Der an Originalität verlierende Jackie Chan muss jedoch langsam einsehen, dass das Ende seiner Karriere naht.







Inhaltsangabe

Als sich der exzentrische Londoner Erfinder Phileas Fogg (Steve Coogan) einmal mehr mit seinen Wissenschaftler-Kollegen in die Haare gerät, geht er eine brisante Wette ein: In nur 80 Tagen will er einmal die Welt umrunden. So beginnt für den schusseligen Briten mit dem neu eingestellten Diener Passepartout (Jackie Chan) und der zufällig aufgegabelten französischen Künstlerin Monique (Cécile de France) im Schlepptau ein turbulenter Trip, der das Trio einmal um den Globus führt und ihm die Bekanntschaften mit zahlreichen berühmtberüchtigten Zeitgenossen beschert.



Kritik

Jule Vernes ’In 80 Tagen um die Welt’ kann wohl eine der grössten Anzahl an Filmcovers aller Zeiten aufweisen. In satten drei Filmen und drei Serien nahm man sich der Romanvorlage an und versuchte, die Story auf ein Neues zu erwecken. Die bekannteste und bisher auch gelungenste ist wohl die von Michael Anderson anno 1956. Nun, beinahe knapp fünfzig Jahre später, versucht Jackie Chan als Diener Passepartout den Film wieder für das Publikum interessant zu machen. Dies ist ihm und seinem Team auch durchaus gelungen. ’In 80 Tagen um die Welt’ ist ein Unterhaltungsfilm für die ganze Familie wie aus dem Bilderbuch. Viele, verschiedene und interessante Standorte der Welt versprechen Abwechslungsreichtum ohne Ende und wirken mit vielen Gastauftritten gespickt (u.a. mit Arnold Schwarzenegger, Kathy Bates, John Cleese und Owen Wilson) noch ansprechender auf den Zuschauer.

Obwohl diese vielen einzelnen Episoden sehr gelungen sind, passen sie irgendwie nicht alle in denselben Film und verlieren oft an Halt am roten Faden. Zwischen den eben erwähnten Sequenzen sind die Übergänge deutlich misslungen. Die Tatsache, wann man sich nun woanders befindet, wurde sehr kläglich umgesetzt. Meistens muss man sich damit zufrieden geben, einfach eine Computeranimation zu sehen mit anschliessender Textinformation über den aktuellen Standort. Die eigentliche Reise, um was es im Film eigentlich geht bzw. gehen sollte, scheint in den Hintergrund gerückt und die Situationskomik an Ort und Stelle drängt sich in den Mittelpunkt. Spannung kommt bei einem solch ungeregelten Ablauf und fehlenden Highlights leider kaum auf.

Die Schauspieler sind bis auf Jackie Chan und den prominenten Gastrollen, kaum bekannt. Steve Coogan, der den Erfinder Phileas Fogg spielt, hat zwar bisher schon fast fünfzig Produktionen hinter sich, jedoch keine, die als Blockbuster gehandelt wurde und erfolgreich in den Kinos landete. Diese Unbekanntheit hat aber auch seine Vorteile. So wirkt Coogan während des ganzen Filmes über sehr glaubwürdig. Besonders in den Sequenzen in Passepartouts Heimatort ist es emotional sehr stark und überzeugend. Cécile de France kann schon alleine durch ihren Charme punkten. Sie braucht nur zu Lächeln und ihr ist anzusehen, dass sie Monique La Roche, eine abenteuerlustige Frau ist. Es ist zwar offensichtlich, dass sie nur das Quoten-Mädchen spielt, jedoch stört sie diese Tatsache anscheinend überhaupt nicht. Abschliessend ist zu sagen: Wer einen guten Familienfilm bereits vor der Vorweihnachtszeit sucht, ist mit ’In 80 Tagen um die Welt’ gut bedient.

Die DVD
Bild
Herrliche Farben und ein angenehmer Kontrast sind die Highlights dieses Bildes. Die Schärfeleistung ist befriedigend. In einigen Szenen hätte es mehr vertragen können. Besonders (überraschend) in den computeranimierten Szenen vermisst man oftmals gestochen scharfe Sequenzen. Rauschen und Wellen sind aber glücklicherweise in keinster Art und Weise vorhanden.
Sound
Auch wenn es sich um einen abenteuerreichen, mit wuchtigem Score unterlegten Film handelt, bedeutet dies nicht gleich dass ein Feuerwerk von Surroundsound erwartet werden kann. Die Dynamik fällt leider nur auf die Speaker in der Front. Die hinteren Speaker kommen nur bei Einsätzen lauter Musik zum Zuge. Die Dialoge sind jedoch allesamt klar und deutlich zu verstehen.

Extras
- Stunt-Featurette
- Bildergalerie
- Kinotrailer

Ein bisschen knapp fallen die Extras aus. Erwähnenswert ist jedoch, dass ’In 80 Tagen um die Welt’ auch als 2-Disc-Special Edition erhältlich ist. Darauf befinden sich natürlich einiges mehr an Extras. Diese sind ja besonders bei Remakes interessant. Auf dieser One-Disc-Edition sind lediglich ein Stunt-Featurette mit Altmeister Jackie Chan, eine Bildergalerie und der originale Kinotrailer enthalten.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Around the World in 80 Days
Genre Abenteuer
Studio Walden Media & Spanknyce Films
Verleih Universum Film
Laufzeit ca. 115 Minuten
FSK ab 6 Jahren
Regie Frank Coraci
Darsteller Jackie Chan, Steve Coogan, Cécile de France, Robert Fyfe, Jim Broadbent
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Englisch, Deutsch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 13.09.05

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