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The Devil Wears Prada



Release:
5. März 2007

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Kurzkritik:
'Der Teufel trägt Prada' ist eine gute Komödie, auch wenn klar zu erkennende Schwächen in der zweiten Filmhälfte Abzug geben. Doch was sind schon solche Peanuts im Vergleich zu Meryl Streeps Performance als Modeikone Miranda Priestly? Modevernarrte und Liebhaber von teuflisch fiesen Komödien dürfen sich diesen Spass auf keinen Fall entgehen lassen. Die DVD erweist sich als gehobener Durchschnitt.







Inhaltsangabe

Wer bei Miranda Priestly (Meryl Streep), Chefredakteurin des grössten Modemagazins Runway, einen Job als Assistentin kriegt, stehen nach nur einem Jahr alle Türen dieser Welt offen. Priestly ist nämlich die einflussreichste Frau im Business - und ein echter Teufel! Keiner kann es ihr Recht machen und sie feuert Assistentinnen am laufenden Band. Als sich die unglaublich unmodisch gekleidete Andy Sachs (Anne Hathaway) vorstellt, geht Miranda das Risiko ein, für einmal nicht einen Grösse XS Typen einzustellen. Doch die Prada-tragende Diva macht es der jungen Andy, deren Ziel seriöser Journalismus ist, nicht einfach und schikaniert sie, wo es nur geht. So leicht gibt die Neue bei Runway aber nicht auf und beweist zur Verblüffung der anderen Mitarbeitenden, etwa der Assistentin Nr. 1 Emily (Emily Blunt) und des stilvollen Nigel (Stanley Tucci), dass sie es drauf hat…



Kritik

Meryl Streep ist kein Teufel. Im Gegenteil: In diesem Film liefert sie einmal mehr eine göttliche (oscar-nominierte) Performance ab und stiehlt allen die Show. Selbst die sehr guten anderen Darsteller mit ihren eigenen Noten von Humor können da nicht mithalten. Streep schafft es ganz alleine mit ihrer sanften Stimme und Gestik, das Publikum zum Lachen zu bringen. Und wenn sie als boshafte Miranda Aufträge verteilt und mit einem fast schon flüsternden "That’s all" das Gespräch beendet, gibt es kein Halten mehr. Aber nicht nur die Diva herself, sondern auch Anne Hathaway gefällt. Der Wandel vom Mauerblümchen zur Stilikone hat sie zwar schon in 'Plötzlich Prinzessin' durchgemacht, doch ihre Kunst in Sachen Schauspiel ist seither um einige Klassen gestiegen. In weiteren Rollen gibt es Stanley Tucci und die herrlich hysterische Emily Blunt zu sehen.

'Der Teufel trägt Prada' basiert auf dem gleichnamigen Buch von Lauren Weisberger. Doch der Roman ist nicht reine Fiktion: Weisberger sammelte bei Vogue als Assistentin Berufserfahrung - und hat dort Chefin Anna Wintour als Teufel erlebt. Von daher bietet der Film nicht nur köstliche Unterhaltung, sondern auch viele pikante Details aus der Welt der Mode und des Journalismus. Oder wer hätte gedacht, dass Türkis nicht gleich Türkis ist? Auch all die abgemagerten Supermodels (und Mitarbeiterinnen) kriegen ihr Fett weg. Den grössten Unterhaltungsfaktor bieten aber Mirandas Schikanen. Um Andy für einen Fehler zu bestrafen, beauftragt die Chefin sie etwa mit der Aufgabe, ihren Kindern das neuste 'Harry Potter'-Buch zu beschaffen - das bisher unveröffentlichte. Auf eine solche Idee muss zuerst auch jemand kommen. Der Film steckt voller Einfälle wie diesem und bietet insbesondere in der ersten Hälfte unglaublichen Kurzweil.

Leider nimmt die Gag-Rate danach rapide ab und schlägt ernstere Töne an. Wie es so ist, hat Andy nämlich nebenbei mit ihrem Privatleben klarzukommen, dass aufgrund Mirandas Sklaventreiberei enorm leidet. Und der ganze Ausflug nach Paris in der zweiten Hälfte bietet zu wenig Inhalt, um einen solch grossen Teil des Films zu belegen. Schade haben sich die Macher nicht auf ihre Stärken beschränkt, 'Der Teufel trägt Prada' ein wenig gekürzt und so zu einer rundumgelungenen Komödie gemacht. Jetzt bleibt es ein noch immer guter Vertreter des Genres, der sich in der letzten halben Stunde einfach zu ernst nimmt. Aber während dieser Zeit tröstet zum Glück Meryl Streeps Klasse als modebewusster Dämon über die Schwächen hinweg. That’s all.

 


Die DVD
Bild
In der Welt der Mode sind Farben das A und O. Schön also, dass Fox diesen Punkt auch bei der DVD würdig behandelt hat. Nicht ganz so positiv ist die Schärfe, der oft Details fehlen; ab und an wirkt das Ganze auch etwas matschig. Rauschen ist eine Seltenheit, der Kontrast ist in Ordnung.
Sound
Der Surround-Sound von 'Der Teufel trägt Prada' lebt vom Verkehr in den Strassen New Yorks und von den zahlreichen Popsongs, die in den Film eingebunden werden. Die Dialoge hingegen verteilen sich über die vorderen drei Lautsprecher, mit klarer Verständlichkeit.

Extras
- 6 Featurettes
- Verpatzte Szenen
- Nicht verwendete Szenen mit zuschaltbaren Kommentaren
- Kommentar von Regisseur, Produzentin, etc.
- Kinotrailer


Screenshot des DVD-Hauptmenüs

In den sechs kurzen Beiträgen 'Die Reise auf die grosse Leinwand', 'NYC und Mode, 'Mode-Visionärin Patricia Field', 'Valentino', 'Boss aus der Hölle' und 'Danda Santini: Chefredakteurin' gibts vor allem Werbeschnickschnack zu hören und immer wieder dieselben Ausschnitte aus dem Film zu sehen. Nebenbei erzählen die Macher von der Buchadaption, von Mode (was auch sonst), den Darstellern und ihren Erfahrungen mit höllischen Chefs. Weiter werden jede Menge zusätzlicher Szenen und ein witziger Outtakes-Zusammenschnitt präsentiert. Ein durchschnittlicher Audiokommentar und der Trailer runden das Paket ab.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel The Devil Wears Prada
Genre Komödie
Studio Fox 2000 Pictures
Verleih 20th Century Fox Home Entertainment
Laufzeit ca. 104 Minuten
FSK unbeschränkt
Regie David Frankel
Darsteller Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt, Stanley Tucci Adrian Grenier
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Türkisch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Adrian Spring am 28.02.07

© Bilder, DVD-Screenshots, 20th Century Fox Home Entertainment

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