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Die ganze Videospielewelt wartete diesen Sommer insbesondere auf einen Next-Gen-Titel: 'Assassin's Creed: Unity'. Die Werbeflut von Ubisoft war massiv, verfehlte ihr Ziel aber nicht. Letztendlich hat man dermassen viele Screenshots und Videoclips zu diesem Titel gesehen, dass man es beinahe nicht mehr erwarten konnte ins Paris zur Zeit der französischen Revolution einzutauchen. Doch blickt man mal über den grossen Rummel hinweg, war doch da tatsächlich noch ein weiterer Release eines neuen 'Assassin's Creed'-Ablegers - am selben Tag.

Denn zeitgleich zum gross umworbenen Next-Gen-Release von 'Unity' erschien 'Assassin's Creed: Rogue' für die Last-Gen-Konsolen Xbox 360 und Playstation 3. Aber wieso macht Ubisoft so etwas? Wieso betreibt man einen solch grossen Aufwand ein Spiel zu entwickeln, um es dann zeitgleich mit einem anderen, eigenen zu veröffentlichen. Will man die Last-Gen-Spieler noch etwas bei der Stange halten, damit diese nicht auf die gewinnträchtigeren Next-Gen-Konsolen wechseln? Oder soll das Spiel einfach ein teures Goodie für die treuen, langjährigen Last-Gen-Spieler sein? Was Ubisoft hier vor hatte wird wohl ein Geheimnis bleiben. Doch Fakt ist: Die 'Assassin's Creed'-Serie ist um einen eigenständigen Teil reicher.



Marketing-Strategie hin oder her, Ubisoft würde eines bestimmt nicht zulassen: Dass 'Assassin's Creed: Rogue' inhaltlich oder spielerisch besser ausfallen könnte als 'Unity'. Daher sind die Erwartungen an 'Rogue' natürlich ziemlich tief, was leider auch bestätigt wird... Storytechnisch ist es zwar eine nette Sache, dass erzählerisch eine Verbindung zwischen 'Assassin’s Creed III' und 'Assassin’s Creed IV: Black Flag' geschaffen wird. Doch Gameplay-technisch erwartet den Zuschauer quasi ein 'Black Flag' in neuem Gewand. Seeschlachten, Schatzkarten, Forts, Tavernen, Shantys, Lagerhäuser - alles ist wieder mit dabei. Nur ist eben einfach alles geografisch um einiges nördlicher als noch bei 'Black Flag'. Man spielt den Charakter Shay Patrick Cormacs und begleitet ihn bei seiner Verwandlung vom Assassinen zum Templer. Im Grunde ein interessanter Ansatz, welcher aber viel zu wenig gewürdigt wird. Ubisoft hatte vermutlich grosse Angst, dass zu viel Rummel um 'Rogue' einem erfolgreichen Release von 'Unity' im Wege stehen könnte. Letztendlich wird der innovative Ansatz der Geschichte schlicht und einfach durch die fehlenden neuen Features überschattet. Alles wirkt irgendwie schon mal gesehen - als ob man 'Black Flag' einen neuen (Texturen-)Anstrich verpasst hätte und eine neue Story dazu erzählt. Aber letztendlich handelt es sich halt doch um einen 'Assassin’s Creed'-Titel - und ein Spiel dieses Franchises ging schliesslich noch nie schief. Die historische Korrektheit hält auch bei 'Rogue' Einzug und die detaillierten Recherchen sorgen für ein authentisches Gefühl zur Zeit des Siebenjährigen Krieges.



'Black Flag' zählt laut vielen Stimmen zum gelungensten Ableger der Serie. Kopiert man diesen, erhält man folglich ein ebenso tolles Spiel. Auch wenn die fehlende Innovationslust von Ubisoft das Vergnügen etwas trübt, ist 'Rogue' objektiv betrachtet ein äusserst gelungenes Spiel und ein Must-Have für alle Adventure-Fans unter den Last-Gen-Konsolen-Besitzern. Es wird eine ausgereifte Technik geboten sowie auf bewährte Mechanismen gesetzt - allen voran die Seeschlachten, welche bereits in 'Black Flag' für zahlreiche Spielstunden sorgte - auch ausserhalb der Hauptstory. Somit das passende Fazit: 'Rogue' einlegen und die Qualität von Ubisoft geniessen und sich am besten nicht darüber aufregen, dass Ubisoft aus altgedienten und erprobten Spielen neuen Profit macht.


Genre: Action-Adventure
Plattformen: Xbox 360, Playstation 3
Release: 13. November 2014
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Publisher: Ubisoft


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verfasst von Philipp Fankhauser
15. Dezember 2014

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