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Independence Day



Release:
3. Mai 2004

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Kurzkritik:
Mit diesem Film hat Roland Emmerich erneut sein Händchen für gekonnte Apokalypse-Darstellungen bewiesen. Tolle Schauspieler, Spannung pur und ein gewaltig-grandioses Spezialeffekt-Feuerwerk machen diesen Science-Fiction-Streifen zu einem Erlebnis.







Inhaltsangabe

Riesige Raumschiffe, die sich von einem noch gigantischeren Mutterschiff gelöst haben nähern sich der Erde. Sie positionieren sich über den Metropolen unseren Planeten. Ob nun New York, Washington, Moskau, Tokio oder Paris - die ganze Welt befindet sich in Angst und Schrecken. Sind diese Ausserirdischen in friedlicher Absicht zur Erde gereist? Sind sie Freund oder Feind? Computergenie David Levinson (Jeff Goldblum) ist dieser Frage auch mehr oder weniger auf der Spur. Er entdeckt einen verschlüsselten Code, der von den Invasoren erstellt wurde. Nach der Entschlüsselung stellt sich heraus dass dieser Code eine Art Countdown darstellt - den Countdown zur Zerstörung der Erde. Prompt werden nach Ablauf dieses Countdowns die Metropole der Erde mit Feuer durchflutet, und haufenweise, gigantische Explosionen legen New York und andere bedeutende Weltstädte in Schutt und Asche. Der Präsident der vereinigten Staaten von Amerika Thomas J. Whitmore (Bill Pullman) und seine Gefolgsleute flüchten zum berühmt berüchtigten Militärstützpunkt "Area 51", wo sich später auch die wenigen Überlebenden der Grossstadtinfernos einfinden. Die Ausserirdischen führen ihren Vernichtungskampf weiter - es scheint hoffnungslos für das Überleben der Menschheit. Bis Levinson am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, eine geniale Idee hat die Invasoren zu bezwingen und ihre mächtigen Schutzschilde, die die UFO's umgeben, zu umgehen. Mit der Hilfe von Air Force Pilot Captain Steven Hiller (Will Smith) plant Levinson einen Gegenschlag um dieser schrecklichen Invasion ein Ende zu bereiten.



Kritik

Dieser Film lässt die wohl traditionellste Form der Apokalypse Wirklichkeit werden: Die Zerstörung der Erde durch Ausserirdische. Es gab schon unzählige Filme die dieselbe Idee widerspiegelten wie Regisseur Roland Emmerich bei 'Independence Day'. Aber keinem Film ist es bisher gelungen an die fantastische Darbietung dieser Science-Fiction-Grossproduktion zu kommen.

Obwohl die Story ziemlich simpel ist wirkt der Film keinesfalls langweilig. Ganz im Gegenteil: Er unterhält seine vollen (langen) 147 Minuten lang - was bei einer solchen Filmlänge keinesfalls selbstverständlich ist. Bereits bei der ersten Szene des Filmes läuft es einem kalt den Rücken hinunter und spätestens zehn Minuten erzeugt der Film eine solch immense Spannung, die bis Filmende, wirklich bis zur letzten Minute, anhält. Die vielen und wirklich gelungenen Spezialeffekte werden stets gezielt eingesetzt und lassen mit Sicherheit keine Langeweile aufkommen.

Das typische Patriotismus-Gehabe, dass bei amerikanischen Weltuntergangsfilmen üblich ist, steht bei 'Independence Day' glücklicherweise grösstenteils im Hintergrund. Was die Schauspieler betrifft: Will Smith verbindet wie in jedem seiner Filme Coolness und Talent was die optimale Mischung für einen hevrorragenden Schauspieler gibt. Auch Jeff Goldblum (inzwischen nicht mehr so aktiv aber zu Zeiten von �Jurassic Park' ein Superstar) überzeugt mit einer einwandfreien Darbietung seiner Rolle.

Erwartungsgemäss ist dieser Meilenstein der Filmgeschichte in Sachen Spezialeffekte auch entsprechend ausgezeichnet worden: An den Academy Awards 1997 gab's den Oscar für die besten Effekte. Dies war nicht die einzige, jedoch die meist bedeutendste Auszeichnung für diese Kategorie. Weitere Auszeichnungen für die Spezialeffekte sind der Saturn Award und der Golden Satellite Award. Bei den Sci-Fi Universe Awards war 'Independence Day' sagenhafte achtmal nominiert und gewann dann auch sogleich all diese Auszeichnungen.

Die DVD
Bild
Kontrastmässig liefert 'Independence Day' sehr gute Werte. Auch die Farben sind gelungen. Sie wirken stets kräftig und kommen klar und leuchtend daher. Der einzige Kritikpunkt ist wohl die Schärfe, die besonders bei helleren Szenen nicht wirklich überzeugt und das Bild leicht schwammig wirken lässt.
Sound
Der Ton ist bei diesem Streifen einfach sensationell. Die vorhandenen Surround-Spuren verleihen besonders den gigantischen Spezialeffekten eine enorme Räumlichkeit. So gut wie während der ganzen Filmdauer sind alle Kanäle im Einsatz. Der fantastische Filmscore, der dauernd von allen Richtungen daherdonnert verleiht dem Film zusätzlich Atmosphäre. Auch ist der Basseinsatz hervorragend gelungen. Besonders bei den wilden Kampfszenen in der Luft strotzt er nur so von dynamischer Gewalt. Der Ton ist zudem klar, verständlich und lässt nun wirklich keine Wünsche offen.

Extras
- Audio-Kommentar von Roland Emmerich und Dean Devlin
- 'The Day After Tomorrow'-Preview
- Kinotrailer
- TV-Spots
- Making Of: 'Erschaffung der Realität'
- Mockumentary: 'ID4 Invasion'
- Special: 'HBO First Look: Independence Day'
- Alternatives Ende mit Doppeldecker-Sequenz
- Storyboards, Original Artwork, Produktions-Fotos

Die Extras weisen auf den zwei vorhandenen Discs ein enormes Arsenal auf. Das Highlight ist mit Sicherheit das mit viel Liebe zum Detail fabrizierte 'Making Of', durch das Hauptdarsteller Jeff Goldblum mit viel Witz und Fachwissen begleitet.

Hinweis: 'Independence Day' ist auch in der Normal- und Special-Edition (beide 1 Disc) erhältlich.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Independence Day
Genre Science-Fiction
Studio 20th Century Fox
Verleih 20th Century Fox Home Entertainment
Laufzeit ca. 147 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Roland Emmerich
Darsteller Will Smith, Bill Pullman, Jeff Goldblum, Vivica A. Fox, Judd Hirsch
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Englisch: Dolby Digital 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1 & DTS 5.1
Untertitel Englisch, Deutsch, Türkisch, Deutsch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 2
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 21.07.04

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