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Love Object



Release:
23. Mai 2004

Kurzkritik:
'Love Object' wäre wahrhaftig ein guter Horrorthriller geworden, hätte man nur nicht mit dem Splatterpublikum geliebäugelt. Was bleibt, ist ein herausragender und erstaunlich vielschichtiger B-Movie.







Inhaltsangabe

Kenneth (Desmond Harrington) ist ein typisches Symptom der Workaholic-Generation: Er ist der erste, der früh morgens vor der Bürotüre steht und der letzte, der sie verlässt. Seine Arbeit als Schreibkraft für Betriebsanleitungen bestimmt sein Leben im extremen Masse. Freizeit hat er kaum, geschweige denn Umgang mit dem schönen Geschlecht. Sein höchstes Vergnügen besteht darin, seinen Nachbarn heimlich beim Sex zu belauschen. Eines Tages findet Kenneth im Internet ein Angebot für eine lebensecht aussehende Sexpuppe, die man nach belieben gestalten kann. Als ihm dann Linda (Melissa Sagemiller), eine attraktive Kollegin zugeteilt wird, entschliesst er sich die Puppe zu bestellen und sie wie Linda aussehen zu lassen und mit dieser seine Bedürfnisse zu stillen. Nach und nach beginnen sich jedoch Linda und er näher kennen zu lernen und Gefallen für einander zu finden. Zuhause wird Kenneth jedoch von alptraumhaften Fantasien geplagt und er glaubt, dass seine Sexpuppe Nikki ein Eigenleben entwickelt und ihn aus Eifersucht an sich binden will.



Kritik

Eine Dreiecksbeziehung, bei der ein Teil von einer Sexpuppe übernommen wird, bildet den Nährboden für eine groteske Handlung über Liebe, Begierde und Eifersucht. Kenneths paranoide Vorstellungen sorgen zunächst für eine dichte und beklemmende Atmosphäre. Leider verfällt die Handlung schnell ins Berechenbare und obwohl der Schluss noch einwenig unerwartete Dramatik erschaffen kann, hat man vor allem in der zweiten Hälfte des Films das Gefühl, dass man alles irgendwo schon gesehen hat und dementsprechend wirken die lautstarken Schockeffekte eher lächerlich als furchteinflössend. 'Love Object’ driftet zweitweise ins das B-Movie Segment ab und kann sich eine Prise Splatter nicht verkneifen. Einige, an sich gelunge Szenen wurden mit dieser billigen Effekthascherei regelrecht verunglimpft. Dabei hat es Robert Parigi durchaus verstanden eine groteske Welt zu kreieren, die zwar niemals die Komplexität eines David Lynch erreicht, aber dennoch zu faszinieren und zeitgleich zu verstören weiss.

Die DVD
Bild
Bildrauschen und unausgeglichene Kontraste dominieren das Bild. Selbst wenn es sich um eine Low-Budget Produktion handelt, hätte man das Bild ansprechender digitalisieren können.
Sound
Die deutsche Tonspur kann wegen der unterdurchschnittlichen Synchronisation wenig überzeugen. Der Originalton weist ebenfalls eine mangelhafte Tonqualität auf. Die Lautstärke wurde zu Gunsten der Schockeffekte runtergedreht, was auf Dauer eher nervend als erschreckend wirkt.

Extras
- Original Trailer
- deutscher Trailer
- Filmo- und Biografien zum Cast

Zwei Trailer und ein paar Texttafeln sind sehr dürftige Extras.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Love Object
Genre Horror
Studio Contentfilm
Verleih e-m-s
Laufzeit ca. 87 Minuten
FSK ab 16 Jahren
Regie Robert Parigi
Darsteller Desmond Harrington, Melissa Sagemiller, Rip Torn, Udo Kier, Ellen Greene
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.78:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1 und 2.0
Englisch: Dolby Digtial 5.1
Untertitel Deutsch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Gavrilo Tanasic am 20.08.04

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