Autobahnraser
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Kritik
Das einzig lehrreiche an 'Autobahnraser' ist wohl, dass man Smarts auf Lamborghini-Niveau auftunen kann. Ansonsten lässt diese Actionkomödie alle Hoffnungen an eine gelungene 'Fast and the Furious'-Kopie verblassen. Die Story, sowie auch die Schauspieler kommen sichtlich direkt aus dem Daily Soap-Genre, was leider durchaus bemerkbar ist.
Der einzig wirklich überzeugende Schauspieler ist (glücklicherweise) der Hauptdarsteller Luke J. Wilkens. Seine Rolle als scheuer, trotteliger Cop bringt er wunderbar überzeugend zur Geltung. Dem Making Of kann man entnehmen, dass sich Wilkens privat durchaus mit Karl-Heinz Krause identifizieren kann. Diese Tatsache brachte ihm bestimmt viele Vorteile für den Dreh. Eine durchschnittliche Leistung legt Manuel Cortez als türkischer Bülent an den Tag. Seine Rolle darzustellen bedarf zwar nicht an grossem schauspielerischem Talent, doch für einen Latino ist es wirklich nicht einfach einen Türken überzeugend darzustellen. Doch Cortez schafft dies trotzdem problemlos.
Collien Fernandes, die VIVA-Moderation wird auf dem Cover von 'Autobahnraser' soo gross angekündigt, aber ihre Rolle im Film ist soo klein, dass man sich fragen muss, was sich die Produzenten bei ihrer Verpflichtung gedacht haben. Alexandra Neldel und Henriette Richter-Röhl haben immerhin noch ein wenig eigenwilligen Charakter einbringen können (das war aber auch schon leider alles), doch Collien Fernandes ist in diesem Film ausnahmslos eine Werbefigur, die nicht mal dieser Aufgabe nachkommt, da sie ja kaum auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Die Story ist kurz gesagt einfallslos und hat viele Lücken, was die Logikfehler anhäufen lässt. Wegen solchen "Kleinigkeiten" kann es durchaus vorkommen dass die Spannung sich auf den Nullpunkt zuneigt, oder der Betrachter den Faden verliert. 'Autobahnraser' ist aber ziemlich anspruchslos und so trifft letzteres nur bei sehr wenigen Personen ein. Einer der wenigen Pluspunkte dieser Komödie sind wohl die Stunts. Ohne CGI-Effekte oder technischem Hilfsmaterial, sondern mit reinen physischen Effekten, Stuntmen und reellen Autos wurde gearbeitet. Ein Lob auch an das Kamerateam, das diese spektakulären Aktionen sehr schön ins Bild gefasst hat.
Bild Das Bild wirkt gestochen scharf und auch die Farben und der gute Kontrast können überzeugen. Auch sucht man vergebens nach unerwünschtem Rauschen. Nur hie und da, bei steilen Sonnenlichteinfällen wirkt das Bild ein wenig blass. Aber ansonsten eine nahezu perfekte optische Leistung. |
Sound Die zwei deutschen Tonspuren (eine davon liegt sogar im DTS-Format vor), fallen besonders durch ihre gute Surround-Leistung auf. Dank den gekonnten Basseinsätzen wummern die Automotoren nur so aus dem Subwoofer. Auch wird, besonders bei Actionszenen, eine qualitativ gute Räumlichkeit erzeugt. |
Extras
- Darsteller-Informationen
- Interviews
- Blick hinter die Kulissen
- Deleted scenes
- Making-Of
- Grillfest - Das Spiel zum Film
Die Extras enthalten zwar alles was an Extras vorhanden sein sollte, jedoch kann die Qualität bei einigen Features leider nicht überzeugen. So sieht man im 'Blick hinter die Kulissen'-Bericht die Schauspieler rund 4 Minuten lang rappen und beaboxen. Einen Eindruck über den wirklichen Dreh des Filmes bekommt man bloss im Making Of, was jedoch sehr schön gestaltet ist. Die Interviews wurden bestimmt mit viel Mühe erstellt, wirkliche Infos geben sie aber leider auch nur spärlich. Witziges Feature: Das Mini-Game im DVD-ROM-Teil.
DVD Übersicht | |
Filminformationen | |
Originaltitel | Autobahnraser |
Genre | Action/Komödie |
Studio | Constantin Film |
Verleih | Highlight Home Entertainment |
Laufzeit | ca. 87 Minuten |
FSK | ab 12 Jahren |
Regie | Michael Keusch |
Darsteller | Luke J. Wilkins, Alexandra Neldel, Niels Bruno Schmidt, Henriette Richter-Röhl, Thomas Heinze |
Technische Details | |
Bild | 16:9 (2.35:1) |
Ton | Deutsch: Dolby Digital 5.1 & DTS 5.1 |
Untertitel | Deutsch (für Hörgeschädigte) |
Anzahl Discs | 1 |
Verpackung | Amarayhülle |
© rezensiert von Philipp Fankhauser am 12.10.04