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I, Robot



Release:
2. Dezember 2004

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Kurzkritik:
Ein Film, der zum Grübeln veranlasst. Nicht etwa weil er schlecht ist, sondern weil die Thematik alles andere als aus der Luft gegriffen ist. Dank guten Darstellern und einer hervorragenden Technik wird das Geschehen auch entsprechend würdig umgesetzt. Bei der DVD gibt es Grund zum Jubeln: Ein hammermässiger Sound und aufschlussreiche Extras sind es allemal wert sich die Special Edition zu besorgen!







Inhaltsangabe

New York im Jahre 2017: Jeder Haushalt ist mit einem Roboter ausgestattet, um den Menschen das Leben zu erleichtern. Nun soll die neue Roboter-Generation NS-5 lanciert werden, die selbstverständlich auch mit den drei Gesetzen der Robotik ausgestattet ist: 1. Ein Robot darf keinem Menschen etwas zu leide tun, 2. Ein Robot muss sich schützen ohne das erste Gesetz dabei zu verletzten und 3. Ein Robot muss die Befehle der Menschen befolgen ohne dabei gegen eines der ersten beiden Gesetze zu verstossen. Das System scheint also perfekt. Dies sieht Detektive Spooner (Will Smith) anders: Er verabscheut die Robots und traut ihnen nicht über den Weg. Als dann der Erfinder der Robots tot aufgefunden wird deutet zwar alles auf Selbstmord hin, aber Spooner glaubt nicht daran. Er vermutet, dass ein NS-5 namens Sonny dahinter steckt. Gemeinsam mit der Wissenschaftlerin Susan Calgin (Bridget Moynahan) geht er der Sache nach und findet dabei Unglaubliches heraus...



Kritik

Die Kurzgeschichten von Philipp K. Dick hielten schon für einige Filme hin, etwa bei Steven Spielbergs Hochklasse-Thriller 'Minority Report' oder beim eher mässigen 'Paycheck' mit Ben Affleck. Auch bei 'I, Robot' dient eine Story von Dick als Grundlage, nämlich die Thematik der Robotik. Und dieses Thema ist so faszinierend, dass der Film einfach fesselt. Seit jeher beschäftigt die Menschheit wie weit sich die Sache mit Robotern und Computern noch weiter entwickelt. Das Thema Künstliche Intelligenz wurde auch schon von Steven Spielberg mit 'A.I.' eindrücklich in Szene gesetzt. In Sachen Inhalt braucht sich 'I, Robot' vor Spielbergs Werk nicht zu verstecken. Denn im Film selbst geht es genau um das Thema, das uns beschäftigt: Werden Roboter einmal selber denken können? Die Antwort darauf wird auf einprägende Weise im Film gezeigt – mehr sei nicht verraten.

Aber nicht nur die Thematik von 'I, Robot' ist gelungen, sondern auch der Film selbst. Am Deutlichsten ist dies bei den grösstenteils hervorragenden Special Effects: Die Robots sehen unheimlich realistisch aus und nie bekommt man das Gefühl, dass etwas künstlich ist. Besonders hervorzuheben ist die "Gesichtsanimation" von Sonny, dem zentralen Robot in der Geschichte. Es könnte gut sein, dass es für dieses Werk einen Oscar in der Sparte 'Visuelle Effekte' gibt. Auch gut sind die Darsteller: Will Smith ist in seinem Element, wenn er mit schnellen Wagen durch Tunnels fahren und mit Schusswaffen Robots fertig machen kann. Eine Glanzleistung vollbringt er allerdings nicht. Bridget Moynahan, die zuletzt in 'The Recruit' zu sehen war, fällt positiv auf. Alan Tudyk, der Sonny Gestik und Stimme leiht, darf ebenso gelobt werden, da er es schafft, dem Roboter Leben einzuhauchen, ohne dass es kitschig wirkt.

Schade ist allerdings, dass 'I, Robot' in der zweiten Hälfte beinahe zu einem reinrassigen Actionfilm verkommt. In der ersten Hälfte spielt das Geschehen mehr mit einem geschickten Spannungsaufbau und der Frage "Wer steckt dahinter?". Dies geht später bei all der Action ein wenig unter. Dabei hätte man noch mehr Verdächtige einbauen können, um die Geschichte spannender zu machen. Ausserdem erinnert das Geschehen teils unweigerlich an ‚Matrix’, da sehr viele Zeitlupensequeznen eingebaut wurden. Nichtsdestotrotz ist 'I, Robot' ein gelungener Popcornfilm mit Hirn, der es aber nicht mit Dick-Vorbild 'Minority Report' aufnehmen kann. Eine Frage bleibt aber noch ungeklärt: Was, wenn das Szenario vom Film in unserer Zeit Wirklichkeit wird?

Die DVD
Bild
Bis auf wenige Ausnahmen ist das Bild sehr sauber und überzeugt. Die Schärfe ist auf hohem Niveau, genau wie der Kontrast. Farblich ist 'I, Robot' in düsteren Tönen gehalten, um die Atmosphäre zu unterstreichen. Von Rauschen gibt's kaum etwas zu sehen. Nur sehr selten sind die Bilder leicht verwaschen.
Sound
Wer unter Verfolgungswahn leidet, sollte sich 'I, Robot' nicht mit Surroundsound anschauen. Denn sowohl die Frontspeaker, als auch die Rears sind in stetigem Gebrauch. So entsteht eine authentische Klangkulisse, die einen vor Schrecken schon mal umdrehen lässt. Der Bass kommt insbesondere in der zweiten Hälfte auf seine Kosten, wenn das Geschehen zunehmend actionlastiger wird. Trotzdem bleiben die Stimmen von Smith & Co. stets klar und deutlich!

Extras
- Audio Kommentare, u.a. von Regie und Drehbuchautor
- Making of 'I,Robot'
- Bildergalerie
- Inside Looks
- Der Tag der Tage: Das I, Robot-Produktionstagebuch
- 3 Featurettes
- Dokumentation: Postproduktion: Computergenerierte Bilder und Design
- Alternative Aufnahmen und unveröffentlichte Szenen
- Die Trickkiste der Filmemacher

Die vielen Extras verblüffen mit enorm gehaltvollen Informationen können überzeugen. Besonders der visuelle Bereich des Films ist mit tonnenweisen Specials abgedeckt so dass über die künstlerische Gestaltung keinerlei Fragen offen bleiben. Lediglich auf die Darsteller wird nicht zu tief eingegangen, was der einzige Kritikpunkt an den Boni ist. Ansonsten bietet die Special Edition wirklich sehr viel!

Hinweis: 'I, Robot' ist auch als Single-Disc-Version erhältlich.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel I, Robot
Genre Sci-Fiction
Studio 20th Century Fox
Verleih 20th Century Fox Home Entertainment
Laufzeit ca. 110 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Alex Proyas
Darsteller Will Smith, Bridget Moynahan, Alan Tudyk, James Cromwell, Bruce Greenwood, Chi McBride, Fiona Hogan
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1 & dts 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Türkisch
Anzahl Discs 2
Verpackung Amarayhülle in Pappschuber

© rezensiert von Adrian Spring am 04.01.05

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