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American Heart



Release:
24. September 2004

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Kurzkritik:
'American Heart' war seinerzeit wohl zu schlicht und unpathetisch um grosses Aufsehen zu erregen. Dem anspruchsvollen Filmliebhaber wird hier aber ein verkanntes Meisterwerk in Form einer miserabeln DVD geboten.







Inhaltsangabe

Das titelgebende American Heart ist ein Gefängnismagazin, in welchem Kontaktanzeigen von Sträflingen veröffentlicht werden und es dadurch diesen ermöglicht, in Briefkontakt mit dem anderen Geschlecht "draussen" in Kontakt zu treten. Auch Jack (Jeff Bridges) macht davon Gebrauch und lernt damit eine hübsche Taxifahrerin kennen. Der Film beginnt, als Jack seine vierjährige Haftzeit beendet und draussen prompt von seinen unehelichen Sohn Nick (Edward Furlong) erwartet wird. Damit beginnt neben der Beziehung zu Charlotte (Lucinda Jenney) die eigentliche Handlung von des Films, nämlich die Vater-Sohn Beziehung zwischen Jack und Nick. Zunächst will sich Jack von seiner Verantwortung drücken, will sogar zu Beginn seinen Sohn am Busbahnhof loswerden. Schliesslich landen beide in einer dürftigen Wohnung und während Jack allmählich erfahren muss, was es heisst väterliche Verantwortung zu übernehmen, begegnet auch Nick der Welt Grossstadtwelt der Drogen, Kriminalität und Frauen.



Kritik

Was 'American Heart' von anderen hollywoodschen Sozialdramen unterscheidet ist seine unspektakuläre Darstellungsweise. Martin Bell versucht nichts zu beschönigen oder unnötig zu dramatisieren. Durch seine unpathetische Machtart gewinnt der Film enorm an Authentizität und Tiefe. Dafür verantwortlich ist aber auch eine starke schauspielerische Leistung seitens Jeff Bridges und Edward Furlong. Letzterer überrascht umso mehr, denn er hat sich seit seinem Debüt in 'Terminator 2' zu einem vielschichtigen Jungdarsteller entwickelt. Obwohl sich 'American Heart' vordergründig um Authentizität und weniger um Schockwirkung und Rasanz bemüht, merkt man Martin Bell deutlich den Versuch der Erzeugung eines Spannungsbogens an. Leider geht er dabei allzu konservativ vor, so dass die wenigen, turbulenten Szenen zu vorhersehbar wirken. Gerade die zu offensichtliche Peripetie gegen Ende des Films ist im Grunde unnötig, wird aber vom guten Schauspielerensemble mehr als wettgemacht.

Die DVD
Bild
Insgesamt ist das Bild durchschnittlich. Helligkeit und Kontrast wurden gut aufeinander abgestimmt, lediglich die Bildschärfe lässt noch zu Wünschen übrig. Auch bei der Farbabstimmung hätte sich Warner beim Remastering ein wenig mehr Mühe geben sollen, so dass die Farben mitunter etwas seltsam wirken.
Sound
Da man 1992 noch kaum Surround Sound kannte, lässt sich der Stereo-Ton noch verschmerzen. Die Lautstärke wurde aber sehr dürftig abgemischt. Gerade bei der englischen Tonspur sind die Stimmen schlichtweg zu leise. Die deutsche Synchronisation ist akzeptabel und wer dem englischen nicht mächtig ist, ist auf diese angewiesen, da keine Untertitel angeboten werden.

Extras

Gähnende Leere findet man bei den Extras. Warner hat bei der ohnehin dürftigen DVD komplett auf Extras verzichtet.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel American Heart
Genre Drama
Studio World Films
Verleih Warner Home Video
Laufzeit ca. 110 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Martin Bell
Darsteller Jeff Bridges, Edward Furlong, Lucinda Jenney, Greg Sevigny, Charlotte London
 
Technische Details
Bild 4:3 (2.35:1)
Ton Deutsch: Dolby Surround 2.0
Englisch: Dolby Surround 2.0
Untertitel Keine
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Gavrilo Tanasic am 22.01.05

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