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The Chronicles of Riddick



Release:
2. Dezember 2004

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Kurzkritik:
Wenn man vor ’Riddick’ dessen Prequel ’Pitch Black’ gesehen hat, würde man die gesamte Story und viele kleinere Handlungen der Geschichte wesentlich besser verstehen. Doch als eigenständiger Film wirkt ’Riddick’ zu unverständlich und spannungsarm. Bloss ein knallharter Vin Diesel in der Hauptrolle und ansehnliche Spezialeffekte können als Pluspunkte bezeichnet werden.







Inhaltsangabe

Auf der Flucht vor den Söldnern, die entschlossen sind, das auf Riddick (Vin Diesel) ausgesetzte Kopfgeld zu kassieren, findet sich dieser mitten in einem intergalaktischen Krieg wieder. Die Sekte der Necromonger, mit ihrem Führer Lord Marhsall (Colm Feroe), ist auf einem unheimlichen Kreuzzug durch das Universum und hat dabei nur ein Ziel: Unterwerfen oder Vernichten. Und es scheint, als sei ausgerechnet Riddick, der unwahrscheinlichste aller Helden, der Einzige, der die Menschheit retten kann. Aber welches Interesse sollte er daran haben, irgendetwas ausser seinem eigenen Leben zu retten?



Kritik

“Aber welches Interesse sollte Riddick daran haben, irgendetwas ausser seinem eigenen Leben zu retten?“ Auf diese Frage können wohl nur eingefleischte Fans der ’Riddick’-Geschichten Antwort geben. Denn für alle anderen ist dieser Sci-Fi-Action-Thriller nur sehr schwer verständlich, wenn man sich mit dem Stoff der Geschichte nicht richtig auseinandersetzt. Kaum hat der Film begonnen, befindet sich der Durchschnittszuschauer, der sich unter ’Riddick’ einen unterhaltsamen Action-Film vorstellt, in einem Wirrwarr von Informationen. Es wird von diversen Rassen erzählt, verschiedenen Welten, dessen Existenz selbstverständlich ist und natürlich viele, viele Aspekte, die deutlich darauf hinweisen, dass sie zwar im Prequel ’Pitch Black’ behandelt, aber in ’Riddick’ nicht aufgefrischt wurden.

Diese Tatsache vermiest schon mal dem einen oder dem anderen das Filmvergnügen. Glücklichweise gibt es zwischen schwer dialoglastigen Sequenzen knallharte Actionszenen, die Vin Diesel, sowie die ganze Special Effects-Crew in ein gutes Licht rücken. Die Kamera- und Schnitteffekte sind zwar in diesen Szenen überhaupt nicht oscarreif gelungen. Das ganze wirkt wie ein Computerspiel mit richtigen Menschen. Die Kamera schweift immer um Riddick herum, der die Gegner in Windeseile verschwinden lässt und sich zu seinen nächsten Opfern gesellt. Immer wieder, immer wieder. Das ganze dauert so lange, bis es keine Menschen (sondern nur noch Leichen) auf der Bildfläche zu zählen gibt. Dann tauchen, wie aus dem Nichts, Riddicks Gefährten auf und die nächste dialoglastige Sequenz beginnt.

Nein, dies ist wirklich kein gelungener Aufbau für eine solch komplexe Geschichte wie ’Riddick’. Der Film gibt den unwissenden Zuschauern beinahe keine Chance sich über das Geschehen zu informieren. Sie werden regelrecht ins kalte Wasser geschubst und finden knapp vor Filmende wieder heraus. Bei Demotivation (die während des Filmes durchaus aufkommen kann) weiss man nach ’Riddick’ genau gleich viel wie davor. Unter den Schauspielern gibt es auch keine allzu sehenswerte Highlights, bis auf einen: Riddick persönlich. Es gibt wohl keine Rolle, die passender ist für Vin Diesel, als diese des knallharten, obercoolen, scheinbar unbesiegbaren Actionhelden. Diesen Charakter zu spielen erfordert zwar nicht allzu viel Können, doch die Mischung zwischen passendem Schauspieler und passender Rolle macht es aus, dass Vin Diesel eine derart coole Arbeit abgelegt hat. Seine spezielle, dumpfe Kraftstimme verleiht Riddick zusätzlich einen mächtigeren Touch, so dass ein anderer Schauspieler für diese Rolle gar nicht in Frage gekommen wäre.

’Riddick – Chroniken eines Kriegers’ wird bestimmt denjenigen gefallen, die schon an ’Pitch Black – Planet der Finsternis’ Gefallen gefunden haben. Und wenn ein motivierter, nach Neuem strebender Unwissenderer sich vor dem Filmvergnügen mit den beigelegten Extras auf der DVD auseinandersetzt, wird auch er seinen Spass an ’Riddick’ haben. Doch als eigenständiger Film kann dieser Sci-Fi-Action-Thriller leider überhaupt nicht überzeugen.

Die DVD
Bild
Eine starke Farbgebung, ein sehr angenehmer Kontrast (obwohl die Szenen meistens sehr dunkel sind) und auch sonst scheint die Optik sehr gelungen. Nur im Bereich der Detailschärfe hätte Universal vermehrt auf Unreinheiten eingehen müssen. Aber diese Negativitäten sind äusserst minim und verderben keineswegs das Filmvergnügen.
Sound
Mit einem Wort: Phänomenal. Problemlos kann ’Riddick’ mit Soundriesen wie ’Herr der Ringe’ oder ’Star Wars’ mithalten. Alle fünf Speaker werden in jeder Szene mehr oder weniger miteinbezogen. Auch der Subwoofer schaltet nur sehr selten aus. Bei Actionszenen muss man sich regelmässig im Sessel festkrallen, da die Akustik von allen Seiten herdonnert.

Extras
- Interaktiver Führer durch Riddicks Universum
- Toombs Jagd auf Riddick
- Riddick Insider
- Einblick in die Effekte des Films
- Riddicks Welten
- X-Box Demo: ’The Chronicals of Riddick: Escape from Butcher Bay’
- DVD ROM Skin
- Trailer: ’Pitch Black – Planet der Finsternis’
- Trailer: ’Riddick: Krieger der Finsternis’
- Trailer: ’Van Helsing’
- Trailer: ’Die Bourne Verschwörung’

Wenn man sich vor dem Betrachten des Filmes, die Extras anschaut, wird die Story auch einfacher zu verstehen. Denn viele Featurettes des Sondermaterials verraten Details und Einzelheiten von Riddicks Welt und wie es zu seinem Schicksal gekommen ist. Nebst besagten Featurettes und Kleindokumentationen sind noch einige Universal-Trailer vorhanden, so wie auch eher exotisches Material: Eine Demo des ’Riddick’-Games für die Spielkonsole X-Box.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel The Chronicles of Riddick
Genre Sciene-Fiction
Studio Radar Pictures
Verleih Universal
Laufzeit ca. 114 Minuten
FSK ab 16 Jahren
Regie David Twohy
Darsteller Vin Diesel, Judy Dench, Thandie Newton, Karl Urban, Colm Feore
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Englisch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 27.02.05

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