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The Square
von
Ruben Östlund
 

"Originell, wenn auch etwas wirr und langatmig, doch der Film regt definitiv zum Nachdenken an!"

 
Release: 8. März 2018
 
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Inhalt
Christian (Claes Bang) ist Kurator eines grossen Museums in Stockholm. Die nächste Ausstellung die er vorbereitet, ist 'The Square'. Es handelt sich dabei um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen reicht auch bei Christian das Vertrauen nicht weit: Er wohnt abgeschottet in einem stylishen Apartment und würde seinen Tesla nie unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken.
 
Originaltitel The Square
Produktionsjahr 2017
Genre Drama
Laufzeit

ca. 151 Minuten

Altersfreigabe ab 12 Jahren
Regie Ruben Östlund
Darsteller Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West, Terry Notary, Annica Liljeblad
     
Kritik
Nach zwölf Jahren hat es im vergangenen Jahr endlich wieder ein schwedischer Beitrag an die Oscars geschafft. Für den Besten Fremdsprachigen Film war damals 'Ein Mann namens Ove' nominiert und nun, nur ein Jahr später, ist Schweden mit 'The Square' erneut an den Academy Awards vertreten. Es ist ein Werk von Ruben Östlund, welcher vor drei Jahren mit seinem Film 'Höhere Gewalt' bereits Golden Globe-nominiert war. Auch 'The Square' reichte es dieses Jahr für eine Golden Globe-Nomination - doch was ist so ergreifend, an einem Film welcher auf einer real existierenden Kunstinstallation basiert? Es ist schwierig zu beschreiben. Doch 'The Square' übt trotz seiner enormen Überlänge, einem sehr losen, roten Faden und einem Regisseur, welcher sich in jeder Drehbuch-Einbahnstrasse des Filmes unendlich zu verweilen scheint, eine grosse Faszination aus. Es ist nicht das Gesamtwerk, welches den Zuschauer in den Bann zieht, sondern die überaus gelungenen Einzelszenen. Wie bereits erwähnt, sucht man vergeblich nach einem roten Faden. 'The Square' ist eine Gesellschaftsstudie bei welcher die Menschlichkeit und nicht die Story im Fokus steht. Regisseur und Autor Ruben Östlund möchte mit dem Werk aufzeigen, wann die Unmenschlichkeit so gross wird, dass man schlichtweg nicht mehr die Augen davor verschliessen kann. Es ist ein Film zwischen Ernst und Satire, mit einem ironischen Blick auf die Kunstszene. Dazwischen gibt es zahlreiche Einschübe, welche auf den ersten Blick überhaupt nicht ins Thema passen (beispielsweise die Diskussion nach einem One-Night-Stand, wer das benutzte Kondom entsorgen "darf" oder die Konfrontation mit einem kleinen Jungen, welcher so lange nicht locker lässt bis man seine Forderungen erfüllt), aber im Nachhinein dennoch einen breiten Blick auf die Gesellschaft geben. Absolutes Highlight von 'The Square' ist eine zehnminütige Szene kurz vor Schluss dieses zweieinhalbstündigen Mammut-Films: Eine "Raubtier-Performance" des Motion-Capturing-Talents Terry Notary (er spielte Kong in 'Kong: Skull Island' und Rocket in 'Planet der Affen'), welcher letztendlich auch das Cover und Filmposter von 'The Square' ziert. Diese zehn Minuten, welcher sich fast unbemerkt von arglos zu Todesangst steigern, gehen wahrlich unter die Haut - auch wenn sie auf den ersten Blick überhaupt nicht in den Film hineinpassen. Jedoch auf den zweiten Blick einen zum Nachdenken anregenden Blick auf die Gesellschaft hinterlässt. Originell, wenn auch etwas wirr und langatmig, doch der Film regt definitiv zum Nachdenken an!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Impuls Home Entertainment
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (1.85:1)
Ton Deutsch/Englisch: DTS HD 5.1
Schwedisch/Englisch: DTS HD 5.1
Untertitel Deutsch, Deutsch (für Hörgeschädigte)
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Making Of
- Interviews
- Castings
- Audiodeskription
- Trailer

Das Bonusmaterial umfasst ein interessantes Making Of sowie diverse Interviews mit den Beteiligten und ein Bericht über die Castings. Dazu gibt’s eine Audiodeskription sowie natürlich zahlreiche Trailer.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 09.03.18
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