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Den 12. Mann
von
Harald Zwart
 

"Packend inszenierte Kriegshelden-Geschichte aus Norwegen, wenn auch mit einigen Längen!"

 
Release: 7. Juni 2018
 
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Inhalt
Troms in Norwegen, 1943: Jan Baalsrud (Thomas Gullestad) und elf weitere Saboteure werden auf hoher See von den Deutschen überrascht und angegriffen. Während seine Kollegen gefasst und gefoltert werden, kann Baalsrud schwer verletzt entkommen. Er erreicht das Land - muss sich dann aber völlig durchnässt durch den eisigen Winter im Norden Norwegens schlagen. Die Gestapo unter der Führung des skrupellosen Kurt Sage (Jonathan Rhys Meyers) ist ihm dabei stets dicht auf den Fersen.
 
Originaltitel Den 12. Mann
Produktionsjahr 2017
Genre Kriegsfilm
Laufzeit

ca. 136 Minuten

Altersfreigabe ab 12 Jahren
Regie Harald Zwart
Darsteller Thomas Gullestad, Jonathan Rhys Meyers, Marie Blokhus, Mads Sjøgård Pettersen, Vegar Hoel
     
Kritik
Zwischen den unzähligen Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs, blitzten auch immer wieder Geschichten von Kriegshelden hervor, welche der Nazi-Überwacht Paroli bieten konnten. Ein solcher Held war zweifelslos der norwegische Widerstandskämpfer Jan Baalsrud, welcher damals von den Briten ausgebildet wurde. 1943 wurde er zusammen mit elf anderen Saboteuren an der Küste Norwegens von den Deutschen überrascht und konnte als einziger fliehen. Seine zweimonatige Flucht ist eine der erstaunlichsten Überlebensgeschichten des Zweiten Weltkriegs. Die Kälte Norwegens, die fehlende Nahrung, die zahlreichen Verletzungen und mit dem ständigen Wissen, dass die Nazis stets in der Nähe an seinen Fersen waren - eine unglaubliche Leistung. Viele hätten an Baalsruds Stelle wohl aufgegeben, doch er kämpfte weiter - bis er endlich an seinem Ziel war: An der schwedischen Grenze. Er wurde nach seiner Heldentat mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet und blieb stolzer Veteran bis zu seinem Tod im Jahre 1988. Bereits 1957 wurde seine unglaubliche Geschichte in 'Ni liv - Soweit die Kräfte reichen' verfilmt, welcher sogar für einen Oscar nominiert wurde. Exakt sechzig Jahre nach dessen Uraufführung folgt nun eine zweite Verfilmung: 'The 12th Man' vom holländischen Regisseur Harald Zwart und 'Kon-Tiki'-Autor Petter Skavlan. Für eine norwegische Produktion ist der Film wahrlich toll ausgefallen und offenbar wurden keine Kosten und Mühen gescheut, ihn perfekt aussehen zu lassen. 'The 12th Man' muss sich daher keineswegs hinter den grossen Hollywood-Blockbustern verstecken. Der Film ist packend inszeniert, reisst mit und scheut auch nicht davor zurück, den erlittenen psychischen und physischen Schmerz von Baalsrud aufzuzeigen. Seien dies unschön anzusehende Verletzungen oder auch Fieberträume, die er zum Beispiel in der einsamen Waldhütte erleidet (ganz toll inszeniert). Schliesslich war dieser tapfere Mann zwei Monate schwer verletzt auf der Flucht, harrte nicht nur Stunden, sondern manchmal tagelang an ein und derselben Stelle aus und verlor nie den Glauben an seine Mitmenschen, die couragierten Einwohner Norwegens. Baalsrud ist ein wahrer Kriegsheld wie er im Buche steht. Um einige Längen kommt dann zwar 'The 12th Man' leider doch nicht rum, doch im Endeffekt präsentiert sich dem Zuschauer ein sehr gelungenes, wenn auch etwas langes Kriegsdrama. Packend inszenierte Kriegshelden-Geschichte aus Norwegen, wenn auch mit einigen Längen!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Constantin Film
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.39:1)
Ton Deutsch: DTS-HD 5.1 & Dolby Digital 2.0
Norwegisch: DTS-HD 5.1
Untertitel Deutsch (für Hörgeschädigte)
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Behind the Scenes
- Trailer

Das Behind the Scenes-Feature dauert rund sieben Minuten und gibt interessante Einblicke in den Drehalltag. Ansonsten sind im Bonusmaterial leider keine weiteren Beiträge vorhanden - bis auf die üblichen Trailer.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 15.06.18
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