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Fantastic Four



Release:
2. Dezember 2005

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Kurzkritik:
Ehre wem Ehre gebührt - dies ist aber hier nicht der Fall. Nach all den hochkarätigen Comicverfilmungen der letzten Zeit ist 'Fantastic Four' eine Enttäuschung. Die Charaktere bleiben zu blass, die Story zu belanglos - 'Spider-Man', 'X-Men' und Co. haben gezeigt, wie man es richtig machen würde. Immerhin ist die Premium Edition von Highlight Video wieder ein Genuss und überzeugt durch gute Technik sowie reichhaltige, aber werbelastige Boni.







Inhaltsangabe

Reed (Ioan Gruffudd) und sein Kollege Ben (Michael Chiklis) haben eine Theorie ausgearbeitet, die die menschliche DNS verändern lassen soll. Um an diesem Forschungsprojekt, das in Kürze im Weltraum stattfinden müsste, zu finanzieren, braucht er aber die Hilfe von Victor von Doom (Julian McMahon), einem Wissenschafts-Mogul erster Güte. Und tatsächlich willig Victor ein: Er, die beiden anderen sowie seine jetzige Freundin - und Ex von Reed - Sue (Jessica Alba) sowie deren draufgängerischen Bruder Johnny (Chris Evans) machen sich in den Weltraum auf, um das Projekt durchzuführen. Plötzlich treten aber ungeahnte Schwierigkeiten auf und alle fünf werden astronomischen Strahlungen ausgesetzt. Glücklicherweise kommen alle heil wieder zur Erde zurück – oder so halb zumindest: Denn die DNS der Truppe hat sich verändert. So kann sich Reed plötzlich elastisch strecken, Sue hat die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen, und Johnny mutiert zu einer brennenden Fackel. Blöd, dass Brian zu einer Art Steinkoloss wird und sich gar nicht mehr zurückverwandeln kann. Während diese vier mit der Situation klar zukommen versuchen, will Victor mit seiner neuen Kraft Macht erlangen…



Kritik

Batman hatte sein Filmcomeback dieses Jahr, Superman wird nächstes Jahr zurückkehren. Und die X-Men sowie Spider-Man stehen auch schon wieder in den Startlöchern. Seit neustem sind aber auch vier weitere Superhelden auf den Leinwand-Trip aufgestiegen: Die Fantastic Four. Allerdings kann es diese Truppe mit der hochkarätigen Konkurrenz nicht aufnehmen. Gründe dafür gibt es zuhauf, die wir nachfolgend erläutern. Angefangen bei den Helden selbst: Richtig identifizieren kann man sich mit keinem von ihnen. Dazu ist die Gewichtung zu konfus. Einmal krieg Reed die meiste Screentime und er geht als Main-Held durch, dann drängt sich Johnny wieder nach vorne und gegen Ende scheint Ben der Wichtigste zu sein. Und Sue? Die geht im ganzen Männerkampf fast unter und wirkt fast wie optisches Beigemüse. Ach ja, Bösewicht von Doom ist so langweilig, dass man in ihm gar keine Bedrohung sieht. Ausserdem agieren die Helden erst in den letzten Minuten ein wenig wie eine Gruppe. Immerhin.

Dadurch ist für jeden offensichtlich, was die Macher geplant haben: Fortsetzungen! Der erste Film dient eindeutig nur als Einführung der Fantastischen Vier. Doch das ist ja das Problem: Mehr oder weniger ist jeder der Vier ein egoistischer Einzelkämpfer, der nur seine Kräfte wieder loswerden will. Besser hätte man den Film auf zwei Stunden ausgedehnt und die Akzeptant ihres neuen Ichs auf die Mitte anstatt auf die letzen fünf Minuten gesetzt. Ein weiterer Schwachpunkt des Films ist die Story: Diese will nämlich einfach nicht in Gang kommen und kann sich nicht entscheiden, ob sie den Fokus auf die Probleme der Vier oder die Bedrohung durch von Doom setzen will. Oft ist es dann eine nicht zufrieden stellende Mischung aus beidem. Wenigstens gefallen die Darsteller: Ioan Gruffudd als Reed ist glaubhaft, wenn auch ein bisschen zu oberflächlich; Michael Chiklis gibt seinem Ben genügend Tiefe. Highlights sind aber Chris Evans mit seiner draufgängerischen Art und die viel zu kurz kommende Jessica Alba. In der Rolle des Bad Boy ist 'Nip/Tuck'-Star Julian McMahon zu sehen: Optisch passend, schauspielerisch aber nicht weiter erwähnenswert.

An der Machart von 'Fantastic Four' gibt es immerhin nichts zu bekritteln. Die Effekte sind ansehnlich gestaltet und erzeugen stimmige Comic-Atmosphäre. So sind die verschiedenen Kräfte der Vier (etwa Unsichtbarkeit oder Stretch-Körper) visuell passend umgesetzt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, was vor allem Chris Evans zu verdanken ist. Wenn er etwa zum ersten Mal in Flammen aufgeht, im Schnee ein Dampfbad generiert und er danach seine Ski-Partnerin fragt, ob sie sich nicht zu ihm gesellen möchte, ist ein Schmunzeln unumgänglich. Leider sind solche köstliche Momente viel zu selten der Fall. Und durch Reeds Charakter sowie Bens "Schönheitsproblem" wirkt der Film auch oftmals gekünstelt ernst. Wenn die Herren und Damen hinter der Kamera also ihre Arbeiten am Sequel (datiert für den Sommer 2007) beginnen, sollten sie mehr Wert auf die Story und die Charakterbalance legen. Denn durch die schwache Story distanziert sich 'Fantastic Four' eindeutig von der weiteren Comickonkurrenz.

Die DVD
Bild
Die bildliche Qualität lässt kaum zu Wünschen übrig: Die Schärfe ist gut, Rauschen tritt nur in seltenen Fällen ein und in farblicher Hinsicht hat man auf einen leichten Blaustich gesetzt (in der zweiten Hälfte). Der Kontrast ist ebenfalls gelungen und somit ist das Bild überdurchschnittlich gut.
Sound
Zwar hat der Ton manchmal ein bisschen Probleme zwischen leisen Szenen und krachenden Effektgewittern, aber die gute Abmischung des Surroundtracks lässt dieses Manko fast vergessen. Denn man wird mit vielen tollen, räumlichen Effekten beliefert, die Freude bereiten. Zusammen mit dem gelungenen Score wird die Klangkulisse in ruhigeren Szenen weiter ausgebaut.

Extras
- Audiokommentar
- Making Of 'Heroes are born'
- Das Baxter-Gebäudebr> - Fantastic Tour
- Featurette
- Making Of des Films
- Hinter den Kulissen
Die Entstehung der Sequenz 'Brooklyn Bridge'
- Deleted Scenes
- Musik-Videos
- Cast & Crew
- Trailershow
- Clip zu 'Fantastic Four'

Obwohl die Extras mit einer reichlichen Masse daherkommen, darf man sich davon nicht täuschen lassen. Denn viele der Specials sind werbelastig und wurden teils gar zu Promotionszwecken verwendet. Das Making of bietet mit über 90 Minuten Laufzeit genügend Platz, um die Effekte und Figuren dem Zuschauer näher zu bringen. Das ist spannend, teilweise aber etwas zu langatmig. Das Featurette sowie das zweite, kurze Making of sind mit viel Lob für die Crew und Darsteller äusserst zäh. Witzig ist die fantastische Tour, wo die Darsteller mit einer Kamera bei diversen Anlässen und an Flughäfen etc. gefilmt werden. Dazu kommt eine Doku über die Brückensequenz, was allerdings auch schon im ersten Making of zu Genüge abgedeckt wird. Hinzu gesellen sich gelöschte Szenen, Musikvideos und Cast & Crew Texttafeln.

Wie bei den Premium Edition von Highlight Home Entertainment üblich, präsentiert sich die Doppel-DVD im edlen Digipack mitsamt einem kurzen Guide zu den Figuren.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Fantastic Four
Genre Comicverfilmung
Studio Constantin Film
Verleih Highlight Home Entertainment
Laufzeit ca. 102 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Tim Story
Darsteller Ioan Gruffudd, Chris Evans, Jessica Alba, Michael Chiklis, Julian McMahon
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1 & dts 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch für Hörgeschädigte
Anzahl Discs 2
Verpackung Digipack

© rezensiert von Adrian Spring am 14.12.05

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