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Club Paradise



Release:
14. Juli 2006

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Kurzkritik:
’Club Paradise’ ist eine klassisch schräge Komödie aus den späten achtziger Jahren. Robin Williams und Peter O’Toole sind wahrlich in ihrem Element und wissen mit ihrem Charme und ihrer Schlagfertigkeit zu gefallen. Der Film selbst bietet jedoch einen schlechten Spannungsaufbau und eine zu dünn gestrickte Story. Einziges Highlight ist der überraschend gelungene, typisch britische Humor. Die DVD kommt ganz dem Film nach: Das Bild ist sehr schwach, die Tonspuren nur mässig und Extras sind quasi keine vorhanden.







Inhaltsangabe

Jack Moniker (Robin Williams) ist Feuerwehrmann und hatte es satt, sich ewig die Finger zu verbrennen. So fand er auf einem idyllischen Karibikeiland eine neue Heimat und zauberte dort aus einer schäbigen Ferienoase den ebenso schäbigen, dafür aber teuren Club Paradise. Und schon wenig später bruchlanden die ersten Charterjets und eine Horde völlig chaotischer Sonnensucher beginnt die Insel zu verwüsten. Als Premierminister Solomon Gundy (Adolph Caesar) sein kleines Inselparadies an arabische Spekulanten verschachern will, zettelt Moniker zusammen mit seinem Kollegen und Hotelmusiker Ernest (Jimmy Cliff) kurzerhand eine kleine Revolution an.



Kritik

Viele bekannte Gesichter sind in Harold Ramis’ ’Club Paradise’ zu sehen. Nebst Altmeister Robin Williams ist auch der erfahrene Peter O’Toole mit von der Party. Ebenso haben auch ’Ghostbuster’ Rick Moranis und ’American Pie’-Opa Eugene Levy eine Rolle erhalten. Man merkt deutlich, dass diese bekannten und zum Teil auch begabten Schauspieler ’Club Paradise’ eher als Feierabendprojekt ansehen. Sie wollen Spass haben und keinen Oscar gewinnen. Dieser Aspekt lässt zwar Raum für viel Unfug und Spontaneität, jedoch geht dadurch auch jegliche Ernsthaftigkeit und Authentität einiger Szenen verloren. Die Story dreht sich nicht nur hauptsächlich um den Club Paradise, sondern um die ganze Insel Saint Nicholas. Ein arabischer Scheich und ein Schweizer Unternehmer sind daran interessiert, die Insel in eine blühende Metropole zu verwandeln und somit erstens die wunderschöne Flora zu zerstören und zweitens die Eingeborenen in billig zahlenden Fabriken arbeiten zu lassen, da sonst schlichtweg keine andere Arbeit mehr für Leute dieses Bildungsniveaus zur Verfügung steht. Dieses Schicksal würde auch Ernest Reed ereilen, der von Reggaemusiker Jimmy Cliff gespielt wird.

Jimmy Cliff als zweite Hauptrolle in einem US-Kinohit. Dies lockt bestimmt die Massen an. Aber in Wahrheit fühlt sich Cliff sichtlich wohler als Entertainer auf der Bühne, als vor der Kamera, wo jede seiner Bewegungen und Sätze koordiniert und planmässig ablaufen sollen. Seine Filmfigur Ernest wirkt in beinahe jeder Szene eingeschüchtert und umhergeschubst und kann seinen zu verkörpernden Charakter (einen Haschischrauchenden Easy-Living-Mensch) überhaupt nicht glaubwürdig darstellen. Neben dem fehlenden Respekt, den der Zuschauer gegenüber den potentiellen Inselkäufern besitzt, und eben genannten Authentitätsverlusten, kann ein solcher Film nur spannungsarm ausfallen. Aber ’Club Paradise’ besitzt auch positive Seiten: So ist der Humor unglaublich gut gelungen. Es gibt selten Filme, bei denen derart viele Charaktere einen Witzimpuls einbringen. Da wären Robin Williams, mit seinem unvergleichlichen Charme und einer sagenhaften Schlagfertigkeit, Peter O’Toole, der mit unglaublich spassiger Miene den redegewandten britischen Gouverneur mimt, und zum Schluss Rick Moranis und Eugene Levy, die zwei abgewrackte Loser spielen, die wegen ihrer typisch achtziger Jahre-mässigen Kleidung besonders beim gegenwärtigen Publikum für viel Unterhaltung sorgen werden.

 


Die DVD
Bild
Der Film ist zehn Jahre alt. Doch alleine beim Betrachten des Bildes würde man den ’Club Paradise’ viel älter einschätzen. Karibikstimmung mit azurblauem Meer und hellblau leuchtendem Himmel kommt nicht auf, da diese weiträumigen Flächen mit fürchterlichen Störeffekten durchpflügt sind. Einzig überzeugen kann lediglich die herrliche Farbvielfalt, denn auch die Schärfe besitzt Leistungslücken.
Sound
Drei Audiospuren sind vorhanden, die allesamt in Dolby Digital 2.0 – für den Laien: Stereo – präsentiert werden. Räumlichkeit kommt demnach keine auf, aber trotzdem schafft es die Musik durch gezielt eingesetzte Dynamik- und Subwoofereinsätze exorbitant zu klingen. Die Dialoge sind zudem glücklicherweise gut verständlich und von der Lautstärke her geregelt.

Extras
- USA-Kinotrailer


Screenshot des DVD-Hauptmenüs


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Club Paradise
Genre Komödie
Studio Warner Bros. Pictures
Verleih Warner Home Video
Laufzeit ca. 92 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Harold Ramis
Darsteller Robin Williams, Peter O’Toole, Rick Moranis, Jimmy Cliff, Eugene Levy
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.85:1)
Ton Deutsch: Stereo
Englisch: Stereo
Ungarisch: Stereo
Untertitel Deutsch, Englisch, Türkisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Ungarisch, Kroatisch, Slowenisch, Portugiesisch, Deutsch (für Hörgeschädigte), Englisch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 04.08.06

© Bilder, DVD-Screenshots, Warner Home Video

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