Dances with Wolves
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Kritik
Kevin Costner hatte sich für die Entwicklung von 'Der mit dem Wolf tanzt' einiges vorgenommen: Dem Roman Micheal Blake's anlehnend, produzierte er einen mehrstündigen Western-Epos, bei welchem er gleichzeitig auch Regie führte und die Hauptrolle übernahm. Costner wurde diesbezüglich zum gradiösen Hollywood Vorbild für ähnliche Multitalente wie Mel Gibson oder Quentin Tarantino. Sein Film fand überall Anklang und begeisterte ein breites Publikum. Dabei ist "Der mit dem Wolf tanzt" nicht einmal ein typischer Western Film, mit dessen Sujet er promotet wird: Kein Typus à la Spaghetti-Ballereien, mit einsamen Helden und High-Noon Duellen, sondern sprichwörtlich ein Epos, der sich über mehrere Jahre entwickelt und ohne jeglichen Klischees daher kommt. Finanziell war dies natürlich ein Risiko, da Filme solcher Machart bei den meisten Konsumenten keinen Anklang fanden (vgl. 'Heavens Gate'). Die in Costner's Streifen beschriebene Freundschaft zwischen Bleichgesicht und Rothaut, zeigte sich aber als so sehr durchdacht und meisterlich umgesetzt, dass selbst ein solcher Plot sein breites Publikum fand.
Ebenso wie John J. Dunbar taucht der Zuschauer dabei fortwährend selbst immer tiefer in diese von Mystik und Weisheit geprägte Kultur ein. Dabei übernimmt Costner klar die Sichtweise Blake's - die Sioux als an sich friedlebender Stamm, womit er sich gleichauf deutlich von dem Indianer-Bildniss, des amerikanischen Westernfilms, abwandte. Beinahe penetrant hat Costner bei der Visualiserung der Sioux auf alles erdenkliche geachtet. Selbst die Sprache soll angeblich historisch korrekt gesprochen und transveriert worden sein. Das Gesamtbild macht allerdings kaum den Anschein, als habe er "nur" speziell auf Details geachtet: stilistisch weisst "Der mit dem Wolf tanzt" schönste Filmstrukturen auf. Dass Kevin Costner gleichzeitig vor und hinter der Kamera gestanden hat, ist letztlich bei der Endfassung überhaupt nicht zu bemerken. Unglaubliche Landschaftsaufnahme, ein wunderbar passender Score von John Barry, eine durchaus überzeugende Leistung von Graham Greene und Costner selbst und eine erfreulich tiefgründige Handlung, runden die ganze Sache ab.
Bild Vier Stunden Filmmaterial gibt einiges zu tun. Kinowelt hat sich hier aber richtig ins Zeug gelegt und die DVD visuell deutlich aufgepeppt. Eine angemessene Farbpalette, mit satten, warmen Farben bestimmen die Wirkung des Films nicht unwesentlich mit. Die Nachtszenen sind visuell solide mit ab und zu vielleicht etwas zu hohem Gamma. Auch der Kontrast und die etwas detailarme Schärfe wirken angenehm. Artefakte oder Rauschen gibt es so gut wie keine. |
Sound Die DVD bietet üblicherweise die Tonspuren Englisch und Deutsch. Letztere wurde dabei deutlich nachbearbeitet und wurde an manchen Orten etwas differenziert abgemischt. Was besonders auffiel, war die Verwechslung der Rearkanäle bei der deutschen Dolby Digital Spur. Die Surround Fassung allerdings, blieb von diesem Mangel verschont. Desweiteren wurden die Umgebungsgeräusche klanglich angenehm und räumlich angepasst. |
Extras
- Audiokommentare von Kevin Costner, Kameramann, Produzent und Editor
- Original Making Of
- Exklusive Dokumentation „The Creation of an Epic“
- Musikvideo
- Postergalerie
- Animierte Fotogalerie
- Trailer
- TV Spots
DVD Übersicht | |
Filminformationen | |
Originaltitel | Dances with Wolves |
Genre | Western |
Studio | digital images |
Verleih | Kinowelt |
Laufzeit | ca. 227 Minuten |
FSK | ab 12 Jahren |
Regie | Kevin Costner |
Darsteller | Kevin Costner, Mary McDonnell, Graham Greene, Rodney Grant |
Technische Details | |
Bild | 16:9 (2.35:1) |
Ton | Englisch: Dolby Digital 5.1 Deutsch: Dolby Digital 5.1 |
Untertitel | Deutsch |
Anzahl Discs | 4 |
Verpackung | Digipack |
© rezensiert von Philipp Thalmann am 05.07.04