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Dances with Wolves



Release:
23. März 2004

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Kurzkritik:
Kevin Costner's Hommage an den Westen dürfte man ohne weiteres als ein Epos für die Ewigkeit bezeichnen. Beinahe perfekt in der Umsetzung wird uns eine Erzählung geboten, die gleichzeitig aufklärerisch wie mitreissend ist. Die DVD-Special Edition wird dem Werk in jedem Sinne gerecht und ist ein Muss für jeden Fan von Costner, Greene und Co. 604 Minuten attraktive Extras sprechen für sich.







Inhaltsangabe

Leutnant John J. Dunbar lässt sich an die äusserste Grenze der Zivilisation versetzen. Er will den Wilden Westen erleben, bevor es ihn nicht mehr gibt. Er findet den Posten verlassen und von den Sioux verwüstet, doch Dunbar nimmt die Herausforderung an. Einsamkeit und die Angst vor den Sioux bestimmen zunächst sein Leben. Sein einziger Gefährte: Ein Wolf, der sich zögerlich nähert. Langsam entsteht eine Art Freundschaft auf Distanz zwischen den beiden Einzelgängern. Allmählich kommen sich währenddessen auch der amerikanische Soldat und die Indianer näher. Sie geben ihm den Namen "Der mit dem Wolf tanzt". Doch der Frieden hat ein abruptes Ende, als die Armee den "Indianerfreund" aufspürt und gefangen nimmt...



Kritik

Kevin Costner hatte sich für die Entwicklung von 'Der mit dem Wolf tanzt' einiges vorgenommen: Dem Roman Micheal Blake's anlehnend, produzierte er einen mehrstündigen Western-Epos, bei welchem er gleichzeitig auch Regie führte und die Hauptrolle übernahm. Costner wurde diesbezüglich zum gradiösen Hollywood Vorbild für ähnliche Multitalente wie Mel Gibson oder Quentin Tarantino. Sein Film fand überall Anklang und begeisterte ein breites Publikum. Dabei ist "Der mit dem Wolf tanzt" nicht einmal ein typischer Western Film, mit dessen Sujet er promotet wird: Kein Typus à la Spaghetti-Ballereien, mit einsamen Helden und High-Noon Duellen, sondern sprichwörtlich ein Epos, der sich über mehrere Jahre entwickelt und ohne jeglichen Klischees daher kommt. Finanziell war dies natürlich ein Risiko, da Filme solcher Machart bei den meisten Konsumenten keinen Anklang fanden (vgl. 'Heavens Gate'). Die in Costner's Streifen beschriebene Freundschaft zwischen Bleichgesicht und Rothaut, zeigte sich aber als so sehr durchdacht und meisterlich umgesetzt, dass selbst ein solcher Plot sein breites Publikum fand.

Ebenso wie John J. Dunbar taucht der Zuschauer dabei fortwährend selbst immer tiefer in diese von Mystik und Weisheit geprägte Kultur ein. Dabei übernimmt Costner klar die Sichtweise Blake's - die Sioux als an sich friedlebender Stamm, womit er sich gleichauf deutlich von dem Indianer-Bildniss, des amerikanischen Westernfilms, abwandte. Beinahe penetrant hat Costner bei der Visualiserung der Sioux auf alles erdenkliche geachtet. Selbst die Sprache soll angeblich historisch korrekt gesprochen und transveriert worden sein. Das Gesamtbild macht allerdings kaum den Anschein, als habe er "nur" speziell auf Details geachtet: stilistisch weisst "Der mit dem Wolf tanzt" schönste Filmstrukturen auf. Dass Kevin Costner gleichzeitig vor und hinter der Kamera gestanden hat, ist letztlich bei der Endfassung überhaupt nicht zu bemerken. Unglaubliche Landschaftsaufnahme, ein wunderbar passender Score von John Barry, eine durchaus überzeugende Leistung von Graham Greene und Costner selbst und eine erfreulich tiefgründige Handlung, runden die ganze Sache ab.

Die DVD
Bild
Vier Stunden Filmmaterial gibt einiges zu tun. Kinowelt hat sich hier aber richtig ins Zeug gelegt und die DVD visuell deutlich aufgepeppt. Eine angemessene Farbpalette, mit satten, warmen Farben bestimmen die Wirkung des Films nicht unwesentlich mit. Die Nachtszenen sind visuell solide mit ab und zu vielleicht etwas zu hohem Gamma. Auch der Kontrast und die etwas detailarme Schärfe wirken angenehm. Artefakte oder Rauschen gibt es so gut wie keine.
Sound
Die DVD bietet üblicherweise die Tonspuren Englisch und Deutsch. Letztere wurde dabei deutlich nachbearbeitet und wurde an manchen Orten etwas differenziert abgemischt. Was besonders auffiel, war die Verwechslung der Rearkanäle bei der deutschen Dolby Digital Spur. Die Surround Fassung allerdings, blieb von diesem Mangel verschont. Desweiteren wurden die Umgebungsgeräusche klanglich angenehm und räumlich angepasst.

Extras
- Audiokommentare von Kevin Costner, Kameramann, Produzent und Editor
- Original Making Of
- Exklusive Dokumentation „The Creation of an Epic“
- Musikvideo
- Postergalerie
- Animierte Fotogalerie
- Trailer
- TV Spots


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Dances with Wolves
Genre Western
Studio digital images
Verleih Kinowelt
Laufzeit ca. 227 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Kevin Costner
Darsteller Kevin Costner, Mary McDonnell, Graham Greene, Rodney Grant
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Englisch: Dolby Digital 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch
Anzahl Discs 4
Verpackung Digipack

© rezensiert von Philipp Thalmann am 05.07.04

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