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At Eternity's Gate
von
Julian Schnabel
 

"Ein fantastisch aufspielender Willem Dafoe in einem sehr ruhigen, aber sortiertem Biopic!"

 
Release: 25. September 2019
 
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Inhalt
Vincent van Gogh (Willem Dafoe) ist ein erfolgreicher Maler und Zeichner, doch geplagt von Weltschmerz. Während sein Freund Paul Gauguin (Rupert Friend) eine Kunstrevolution vorsieht, die von van Gogh angeführt wird, flüchtet der Künstler in die Natur, auf der Suche nach einem Fleck Erde, den die Kunst noch nicht entdeckt hat. Doch seine mentalen Dämonen lassen ihn nicht los und treiben van Gogh in eine psychiatrische Anstalt und schliesslich auch dazu, sich das Ohr abzuschneiden.
 
Originaltitel At Eternity's Gate
Produktionsjahr 2018
Genre Drama
Laufzeit

ca. 113 Minuten

Altersfreigabe ab 6 Jahren
Regie Julian Schnabel
Darsteller Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaac, Mads Mikkelsen, Mathieu Amalric
     
Kritik
Er zählt zu den bedeutendsten Malern der Welt und als einer der Begründer der modernen Malerei: Vincent van Gogh. Schon unzählige Male wurde das spannende Leben des holländischen Künstlers verfilmt. Das erste Mal 1956 in 'Vincent Van Gogh' mit Kirk Douglas (ein Oscar gewonnen und viermal nominiert), anschliessend 1990 in 'Vincent & Theo' (mit dem Oscar-Nominierten Tim Roth in der Hauptrolle) und ein Jahr später in 'Van Gogh', einem zweieinhalb-stündigen französischen Biopic mit Jacques Dutronc als Vincent Van Gogh. Nun spielt der vierfach Oscar-Nominierte Willem Dafoe die schwierige Rolle des van Gogh - im neuesten Film des Oscar-nominierten New Yorker Regisseurs Julian Schnabel ('Schmetterling und Taucherglocke'). Dass Dafoe nicht nur Bösewichte spielen kann, bewies er zuletzt im phänomenalen 'The Florida Project', wofür er sogar Oscar- und Golden Globe-nominiert wurde. Mit 'Van Gogh' erhielt er nun erneut besagte zwei Nomination - und dies äusserst zurecht. Van Gogh war nicht nur ein brillanter Künstler, sondern auch ein von sich selbst überzeugter, psychisch kranker Exzentriker. Er litt an Wahnvorstellungen, Albträumen sowie Depressionen - und wurde 1889 in einem Hospital zwangsinterniert, weil sich die Bürger seiner Wahlheimat Arles vor seinem unheimlichen Verhalten fürchteten. Man sieht: Keine einfache Rolle für einen Schauspieler. Doch Willem Dafoe schafft es, die letzten zwei Jahre des Ausnahmekünstlers überaus authentisch zu wiedergeben (trotz dem immensen Altersunterschied zum echten Van Gogh zu dieser Zeit). Dabei unterstützt, wird er vom sehr passenden Inszenierungsstil von Julian Schnabel (der übrigens auch selbst Maler ist). Die Kamera ist stets sehr nah an den Figuren dran, wechselt sich mit den Weiten der wunderschönen französischen Provence ab und bietet dann wieder sehr ruhige Momente, in denen der Künstler an einem weiteren Meisterwerk arbeitet. Für einige Zuschauer ist der Film sicherlich etwas zu ruhig, doch Kunstliebhaber werden die Ruhe und die Detailverliebtheit des Schaffens von van Gogh zu schätzen und geniessen wissen. Ein fantastisch aufspielender Willem Dafoe in einem sehr ruhigen, aber sortiertem Biopic!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih DCM Film Distribution
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel Deutsch
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Julian Schnabel
- Willem Dafoe
- Vision
- Musée D'Orsay as seen by Julian Schnabel
- Trailer

Die Extras bieten vier Featurettes, die mit einer Gesamtlänge von zehn Minuten aber enttäuschend schlank daherkommen. Bei einer so interessanten Persönlichkeit wie Vincent van Gogh, wären einige Infos mehr durchaus wünschenswert gewesen.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 16.10.19
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