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Vivarium
von
Lorcan Finnegan
 

"Ein surrealer Trip mit vielen Fragen. Doch wer diese beantwortet, wird Gefallen daran finden!"

 
Release: 12. Juni 2020
 
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Inhalt
Die junge Gemma (Imogen Poots) und ihr Verlobter Tom (Jesse Eisenberg) wollen sich ihr erstes Eigenheim anschaffen. Deswegen lassen sie sich vom mysteriösen Immobilienverkäufer Martin (Jonathan Aris) ein neues Siedlungsbaugebiet zeigen. Plötzlich steckt das Paar in einem Labyrinth aus immer gleichen Häusern, aus dem es einfach keinen Ausweg zu geben scheint. In dem Irrgarten gefangen sind die beiden zudem gezwungen, sich um ein ausserordentlich schnell wachsendes Kind (Senan Jennings / Eanna Hardwicke) zu kümmern.
 
Originaltitel Vivarium
Produktionsjahr 2019
Genre Horror
Laufzeit

ca. 98 Minuten

Altersfreigabe ab 16 Jahren
Regie Lorcan Finnegan
Darsteller Imogen Poots, Jesse Eisenberg, Jonathan Aris, Senan Jennings, Eanna Hardwicke
     
Kritik
Nach diversen Kurzfilmen gab Filmemacher Lorcan Finnegan vor vier Jahren mit 'Without Name' sein Langspielfilm-Debüt - und wurde am Brooklyn Horror Film Festival 2016 sogleich mit vier Preisen ausgezeichnet. Nun folgt mit 'Vivarium' sein zweiter Kinofilm - dieses Mal sogar mit einem Oscar-Nominierten in der Hauptrolle: Jesse Eisenberg - und an dessen Seite spielt Imogen Poots. Eines vorneweg: 'Vivarium' ist alles andere als ein "normaler" Horrorfilm. Der Zuschauer wird schon sehr bald mit vielen Fragen konfrontiert. Was ist nun real und was nicht, was stammt von dieser Welt und was nicht, was ist Traum, Illusion oder spielt sich gar in einem Paralleluniversum ab? Trotz all dem ist 'Vivarium' aber kein überaus anspruchsvoller Film, welchem nur die klügsten Köpfe folgen können. Doch: Je mehr man zwischen den Zeilen lesen kann, desto mehr versteht man den Film und ist von ihm begeistert. Er beginnt wie ein gewöhnlicher Mystery-Thriller mit einem ruhigen, sachlichen Start und dem Übergang in eine Alltagssituation, die sich dann als doch nicht ganz so alltäglich erweist. Bei 'Vivarium' ist dies eine menschenleere Kleinhäuser-Siedlung, aus welchem es sichtlich kein Entkommen gibt. Das Navi im Auto spinnt, Handyempfang ist keiner da und die Aussicht vom Dach verrät leider auch nicht mehr. Hier kommt viel Spannung auf und der Zuschauer wird förmlich zum Miträtseln animiert. Die weiteren Szenen bringen dann aber doch das eine oder andere Fragezeichen mit sich: Tom und Gemma laufen stundenlang der Sonne entgegen, stehen dann aber auf einmal wieder vor ihrem Haus. Sie brennen das Haus nieder, doch am nächsten Tag ist es wieder da. Hier verschwimmen unverkennbar die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, was wohl nicht allen Zuschauern gefallen wird. Hinzu kommt das aufzuziehende Kind, welches im Eiltempo wächst und zahlreiche Fragezeichen aufwirft. Wie bereits zu Beginn erwähnt, bewirkt hier das Lesen zwischen den Zeilen wahrlich Wunder: Das Erkennen des sinnbildlichen Vivariums, die Tatsache dass Tom wortwörtlich sein eigenes Grab schaufelt oder die Sinnfrage, ob Frauen wirklich nur als Gebärmaschinen hinsichtlich dem Fortbestand der Menschheit fungieren. Man sieht: Viele Fragen, interessante Antworten - aber letztere werden (bewusst?) nicht immer geliefert. Ein surrealer Trip mit vielen Fragen. Doch wer diese beantwortet, wird Gefallen daran finden!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Concorde Home Entertainment
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 & Dolby Digital 2.0
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel Deutsch (für Hörgeschädigte)
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Behind the Scenes

Bis auf ein siebenminütiges 'Behind the Scenes'-Special haben die Extras von 'Vivarium' leider nichts zu bieten. Immerhin werden in besagtem Special die sozialgesellschaftlichen Hintergründe des Films umschrieben, was durchaus interessant ist.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 08.07.20
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