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Call Jane
von
Phyllis Nagy
 

"Nicht ganz so kritisch wie das Werk hätte sein dürfen (oder sollen), aber dennoch sehenswert!"

 
Release: 10. März 2023
 
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Inhalt
Chicago, 1968: Während die Stadt und die Nation am Rande eines gewalttätigen politischen Umsturzes stehen, führt die Hausfrau Joy (Elizabeth Banks) mit Mann und Tochter ein gewöhnliches Leben in der Vorstadt. Doch Joys erneute Schwangerschaft führt sie in einen lebensbedrohlichen Zustand. Sie muss sich mit einem medizinischen System und Ärzten auseinandersetzen, die nicht bereit sind, ihr zu helfen. Eine legale Abtreibung ist nicht möglich. Ihre Suche nach einer Lösung führt sie zu den "Janes", einer geheimen Frauen-Organisation, die Joy eine sichere Alternative anbieten.
 
Originaltitel Call Jane
Produktionsjahr 2022
Genre Drama
Laufzeit

ca. 124 Minuten

Altersfreigabe ab 12 Jahren
Regie Phyllis Nagy
Darsteller Elizabeth Banks, Sigourney Weaver, Chris Messina, Kate Mara, Wunmi Mosaku
     
Kritik
Auch wenn es kaum zu glauben ist: Es gibt selbst heute noch Länder, in denen Abtreibungen verboten sind - und dies mitten in Europa: Beispielsweise im hoch zivilisierten Liechtenstein. Bis 2014 wurden dort Frauen, die abgetrieben haben, sogar strafrechtlich verfolgt - und nach wie vor ist es Ärzten untersagt, Abtreibungen vorzunehmen. Malta ist da sogar noch strenger: Dort sind Abtreibungen vollständig verboten - egal, ob es eine Vergewaltigung gab oder sich die Mutter in Lebensgefahr befindet. Und wenn dies selbst heute noch ein kontroverses Thema ist - wie war es dann vor fünfzig Jahren? Die Oscar-nominierte Filmemacherin Phyllis Nagy nahm sich diesem Thema an und verfilmte die wahre Geschichte einer kleinen Gruppe von Frauen, die in den siebziger Jahren in Chicago eine Untergrundorganisation für Schwangerschaftsabbrüche aufbauten. Der Streifen nennt sich 'Call Jane', was auch die Botschaft ist, die von der Organisation damals auf Zettel gedruckt und in Chicago aufgehängt wurden - beispielsweise an Bushaltestellen. Die von der dreifach Oscar-Nominierten Sigourney Weaver gespielte Figur der Virginia, ist lose an die echte "Call Jane"-Gründerin Heather Booth angelehnt. Hauptdarstellerin des Films ist jedoch Elizabeth Banks, welche Joy spielt, die selber auf eine Abtreibung angewiesen war - und anschliessend bei der Organisation tatkräftig mithilft. Zum einen ist dies deshalb spannend, da Joy eine gut situierte, konservative, weisse Hausfrau ist, die dennoch zu rebellieren beginnt. Im Film wird aber leider mehrheitlich nur ihre Geschichte erzählt. Dass die Frauengruppe sich damals nicht nur mit dem Gesetz, sondern auch mit der Kirche und der Mafia (!) anlegte, wird leider nur angeschnitten. Trotzdem: Der Film bewegt und geht unter die Haut - insbesondere da es sich um wahre Begebenheiten handelt. Phyllis Nagy hat hier ein überzeugendes Drama geschaffen, welches sich speziell Zuschauer ansehen sollten, welche selbst heute noch skeptisch gegenüber Abtreibungen aller Art stehen. Nicht ganz so kritisch wie das Werk hätte sein dürfen (oder sollen), aber dennoch sehenswert!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Leonine
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (1.85:1)
Ton Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel Deutsch
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

Keine Extras

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 31.03.23
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