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Hand aufs Herz: Wer wollte nicht schon einmal die Intrigen und Geschichten von 'Desperate Housewives' oder 'Friends' selber nachspielen, oder die schönen Luxusvillen von 'O.C. California' selbst planen oder nachbauen? Mit dem Computerspiel 'Die Sims' hatte dies die Spieleschmiede Maxis anno 2000 für Millionen Menschen auf dieser Welt virtuell möglich gemacht.

Mit 'Die Sims 2' stiess man dann vier Jahre später in technisch ausgereiftere Dimensionen vor und begeisterte weltweit mehr Spieler denn je. Kein Wunder dass ein solcher Hype natürlich marketingtechnisch weitergetrieben werden muss. So sind dieses Jahr drei Spin-Off-Games der 'Sims 2'-Reihe geplant: 'Die Sims: Lebensgeschichten' und 'Die Sims: Tiergeschichten' sind bereits erschienen, 'Die Sims: Inselgeschichten' folgt dann im Herbst. In dieser Kolumne widme ich mich dem zweiten Ableger, den Tiergeschichten. Kurz zusammengefasst handelt es sich hierbei um das Komplettspiel 'Die Sims 2' und das Add-On 'Die Sims 2: Haustiere', welche im Bundle für grosszügige sechzig Franken angeboten werden. Das Highlight an diesem Game ist jedoch die Tatsache, dass sich unsere Sims nun nicht mehr nur frei steuern lassen, sondern sich auch auf Missionen begeben.

Wie soll man sich denn das vorstellen? Unter dem Stichwort "Missionen" stellen sich wahrscheinlich viele von uns Auftragsmorde, Rennsiege oder Punktesammeln vor. Bei den Sims-Geschichten sind dies jedoch Aufträge wie "Kaffee machen", "In die Stadt fahren" oder "Bello beibringen Männchen zu machen". Diese "Missionen" sind geschickt in eine Story verwickelt, welche sich wie ein Buch erzählen lässt. Nach rund drei, vier Spielstunden hat man diese Geschichten jedoch leider bereits durchgespielt und kann sich wieder dem gewohnten Sims-Alltag, im freien Spielmodus widmen.

Trotzdem würde ich 'Die Sims: Tiergeschichten' nicht als reine Geldmacherei bezeichnen. Der grosse Vorteil an dieser Reihe ist die Tatsache, dass diese Version von EA und Maxis als "Chat- und Laptop-freundlich" eingestuft wird. Somit hat man die Wahl, ob man das Spiel im Vollbild- oder im Fenstermodus spielen möchte. Bei Letzterem hat man also die Möglichkeit, neben dem Spielen noch mit seinen Freunden via ICQ und MSN Messenger zu chatten. Laptop-freundlich ist das Spiel in dem Sinne, dass die Bedürfnis-Aktionen wie Hunger, Schlaf oder Spass mit Shortcuts einfacher auszuführen sind. So wandert der Sim beispielsweise bei einem Tastendruck auf "H" automatisch zum Kühlschrank und macht sich etwas zu essen. Ausserdem lässt sich die Spielwelt mit einfachen Tastenkombinationen drehen und heranzoomen.

Eingefleischte Fans, die bereits alle Add-Ons besitzen, werden an dem zwar innovativen, aber wenig andauernden Story-Modus sehr wahrscheinlich nur wenig Freude haben. Für Sim-Einsteiger sind diese drei Ableger von 'Sims 2' aber bestimmt ein lohnenswerter Kauf.



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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
7. August 2007

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