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Sportspiele von EA haben seit jeher mit dem Ruf zu kämpfen, jedes Jahr leicht aufpoliert in einer neuen Version zu erscheinen. Quasi ein Update des Vorgängers zu einem Vollpreis. Mit Fussballspielen sieht es da noch ein wenig extremer aus: Alle zwei Jahre erscheint ein zusätzlicher Ableger für die offizielle Meisterschaft im jeweiligen Jahr (EM oder WM). Deshalb hat Electronic Arts für die WM-Version dieses Jahres ein spezielles Programmiererteam engagiert, welche bereits während der Entwicklung zu 'FIFA 10' an 'FIFA World Cup 2010: South Africa' gearbeitet haben.

Um es allerdings vorneweg zu nehmen: Im technischen Bereich hat sich nicht viel verändert im Vergleich zu 'FIFA 10'. Auffallend ist, dass die Ballmitnahme um einiges verbessert wurde. Bei einem Zuspiel hat es der jeweilige Kicker nun viel leichter, zum Beispiel aus einer Drehung heraus das Leder mitzuführen. Und auch wenn der Ball noch nicht direkt vor den Füssen des Spielers liegt und man einen Pass in eine bestimmte Richtung ausführt, stellen sich die einzelnen Spieler um einiges geschickter an als noch bei 'FIFA 10' und können den Ball so gelungen zu einem Mitspieler manövrieren. Zudem wurde das Elfmeterschiessen komplett überarbeitet.



Die Hauptneuerung - und auch der Aspekt wofür EA am meisten Werbung macht - ist ganz klar die optische Aufmachung von 'FIFA World Cup 2010: South Africa'. Südafrika ist kunterbunt, laut und (wie bei jeder WM) voller emotionsgeladener und stimmungsmachender Fans aus allen Herrenländern der Welt. Zwischensequenzen bzw. kurze Einspieler sollen hierbei für mehr Atmosphäre sorgen und so kommt es erstmals in der 'FIFA'-Reihe zu Nahaufnahmen des Publikums - heisst es jedenfalls. Im Endeffekt sind es Aufnahmen der scheinbar immer gleichen drei, vier Fans, welche je nach Land in den entsprechenden Farben gekleidet sind und Emotionen zeigen, je nach dem wie "ihre" Mannschaft derzeit auf dem Platz spielt. Zudem sind einige Trainer virtualisiert worden und geben am Spielfeldrand ebenfalls noch per Gestik (in Nahaufnahme) ihren Senf dazu. Umgesetzt wurden beispielsweise Joachim Löw, Marcello Lippi oder auch Otto Rehagel - für alle Schweizer Fans: Othmar Hitzfeld fehlt leider. Ist allerdings halb so schlimm: Denn nach rund einem Dutzend Mal fangen die Einspieler an zu nerven und können dann über die Optionen getrost ausgeschaltet werden. Das übliche Tamtam vor einem WM-Spiel mit Feuerwerk, Konfettiregen und Nationalhymnen sorgt hierbei doch für einiges mehr an fussballerischer Weltmeister-Atmosphäre.



Zum Spiel selbst gibt es aber insgesamt sehr wenig zu bemängeln: Neben der WM kann auch die gesamte Qualifikation durchgespielt werden und natürlich auch die beliebten Szenarios, bei welchen bestimmte Aufgaben erfüllt werden müssen (u.a. kann man auch in die Rolle der enttäuschten Iren schlüpfen und sich im damals entscheidenen Quali-Spiel gegen Frankreich rächen). Bei den vielen Freundschaftsspielen im Qualifikationsmodus sollte man zwar die Möglichkeit haben diese überspringen zu können, aber das ist einer von insgesamt sehr wenigen Mangelpunkten. Wer die knapp hundert Franken investieren möchte, wird mit Bestimmtheit gut bedient.


Genre: Fussballsimulation
Plattformen: XBox360, PS3, Wii, PSP
Release: 29. April 2010
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
4. Mai 2010

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