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Grand Slam Tennis 2 - Gamekritik Mit 'Virtua Tennis' und 'Top Spin' ist der Videospiele-Markt für Tennis-Simulationen eigentlich bereits sehr gut bedient. Beide Serien verfügen über eine spielerisch starke Umsetzung und decken sowohl die Bedürfnisse für Einsteiger und Arcade-Freunde ('Virtua Tennis') als auch für Profis und Realimus-Fans ('Top Spin') ab. Seit drei Jahren mischt in diesem Markt allerdings auch Electronic Arts mit. Unter dem Titel 'Grand Slam Tennis' präsentierte die renommierte Spieleschmiede 2009 einen Wii-Titel der sich durchaus sehen lassen konnte.

Nun folgt der zweite Ableger – erstmals auch für Xbox360 und PS3. Und auch wenn viele Spieler bereits ihr Lieblingstennis-Spiel haben, sind dennoch Chancen vorhanden dass sich 'Grand Slam Tennis 2' etablieren kann. Denn es besitzt einen entscheidenden Vorteil: Erstmals ist der Grand Slam in Wimbledon virtuell spielbar, was 'Grand Slam Tennis 2' zum derzeitig einzigen Spiel macht, welches auf der neuen Konsolengeneration alle vier grossen Tennis-Turniere spielbar macht. Aber man kennt es – besonders von EA – nur zu gut, dass teure Lizenzen dazu führen können, dass bei der Umsetzung geschlampt wird.



Optisch kommt die gesamte Menügestaltung wie bei allen anderen EA-Spiele der 2012er-Reihe daher: Schlicht und übersichtlich. Der Karrieremodus sticht dann auch als erstes hervor. Man bastelt sich sein Tennis-Ass und beginnt auf dem 100. Platz der Weltrangliste. Die ersten Gegner putzt man locker vom Platz, wie es auch bei den beiden anderen Tennisserien 'Virtua Tennis' und 'Top Spin' der Fall ist. So gewinnt man auch locker das erste Turnier in Dubai, was einen mit Selbstvertrauen vollpumpt und in der Weltrangliste einige, wenige Plätze nach vorne springen lässt. Danach folgt sogleich der erste Grand Slam, das Australien Open. Wo die Konkurrenz-Spiele noch unzählige andere Minor- und Major-Turniere sowie Mini-Games eingebaut haben, gibt es in 'Grand Slam Tennis 2' lediglich ein einziges kleineres Turnier zwischen den grossen Grand Slams. Der gross erwartete Grand Slam läuft dann zum Enttäuschen aller genauso ab, wie das kleinere Turnier zuvor. Was vor allem stört ist, dass ein Noname-Spieler genau so einfach zu besiegen ist wie ein Roger Federer oder ein Raffael Nadal. Scheinbar ist es dem Computer egal, wen man als Gegner vor sich hat und ob es sich nun um die erste Runde des Turniers oder um das Finalspiel handelt.



Wo 'Grand Slam Tennis 2' aber ganz klar punkten kann ist in der Grafik. Die Spieler sehen äusserst realistisch aus und vor allem sind auch die verschiedenen, grossen Grand Slam-Stadien, wie die Rod Laver Arena des Australien Open oder der Philippe Chatrier Center Court des French Open, bis ins Detail genau ausgearbeitet und bieten Tennisfeeling pur. Das Manko der schlecht ausgewogenen Schwierigkeit lässt sich zwar im Optionen-Menü anpassen, letztendlich bietet 'Grand Slam Tennis 2' aber trotz allem zu wenig Abwechslung. Schade, aber Hauptsache ist dass technisch ein solider Grundstein für spätere Versionen gelegt wurde.


Genre: Tennis-Simulation
Plattformen: XBox360, PS3, Wii
Release: 9. Februar 2012
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
10. Februar 2012

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