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Es ist ein Titel den man nur alle vier Jahre auf den Markt bringen kann: Das offizielle Spiel zu den Olympischen Sommerspielen. Daher sind auch grosse Qualitätssprünge möglich, die auch von den Käufern gefordert werden. 2008 fand die Olympiade in Peking statt und auch damals hatte bereits Sega das Spiel dazu entwickelt - es war zudem das erste Sommerolympiaden-Spiel überhaupt für die NextGen-Konsolen. Mit 'London 2012' können Sega nun zeigen, welches Wissen sie im Verlaufe der letzten vier Jahre aneignen konnten um sich nun selbst übertrumpfen zu können.

An den realen Olympischen Sommerspielen 2012 können in 31 Sportarten über dreihundert Goldmedaillen gewonnen werden. Im Spiel dazu sind es immerhin 46 Goldmedaillen - heisst es zumindest seitens Hersteller. Effektiv sind es aber weitaus weniger, da Sega bei gewissen Disziplinen den Frauen- und Männerwettbewerb der gleichen Sportart als zwei Wettkämpfe ansieht. Unter dem Strich bleiben aber trotzdem genügend Disziplinen um eine abwechslungsreiche Olympiade nachspielen zu können. Natürlich sind wie immer mehrere Schwimm- und Laufwettbewerbe vorhanden, interessant sind aber nach wie vor die vorhandenen exotischen Sportarten: Diese sind beispielsweise Tischtennis, Beachvolleyball, Kayak, Trampolinspringen, Bogenschiessen oder die Schnellfeuerpistole.



Wie zu erwarten kann man entweder jede Disziplin einzeln spielen, sich eine „Playlist“ von gewünschten Disziplinen zusammenstellen oder aber die Olympiade selbst nachspielen. Letztere Variante besteht aus zehn olympischen Tagen, an denen jeweils zwei Wettbewerbe stattfinden - zuerst wird die Qualifikation gespielt und wenn man diese meistert kann man an den Finalspielen teilnehmen und Medaillen gewinnen. Man rechne: Zehn Tage à je zwei Disziplinen gibt gerade mal zwanzig. Wieso nicht alle 46 Disziplinen im Olympiamodus, dem Hauptmodus des Spiels, vorhanden sind, ist unverständlich und schade. Dennoch ist man an einer Olympiade gut zwei Stunden lang beschäftigt, die aufgrund der enormen Vielseitigkeit wie im Fluge vergehen. Vor jeder Disziplin kann wahlweise ein aktives Tutorial gespielt werden, welches die Steuerung der jeweiligen Sportart erklärt und dazu noch Tipps gibt. Die Steuerung beschränkt sich dabei (besonders bei Sprint-Wettbewerben) nicht mehr auf die „Button Smasher“-Methode, bei der möglichst schnell und möglichst oft auf einen Knopf gedrückt werden muss, sondern es ist Timing und Feingefühl gefragt. Wenn man zu langsam oder auch zu schnell drückt, verliert der Athlet seine optimale Geschwindigkeit. Bei 400m-Rennen hat man zudem noch einen Ausdauer-Balken, welcher für Zwischenhochs verwendet werden kann und sich bei optimaler Geschwindigkeit wieder regeneriert. Somit wird vom Spieler auch taktisches Vorgehen abverlangt.



In punkto Gegner-KI hat sich seit 'Beijing 2008' einiges getan. Die Wettkämpfe sind durchaus spannender geraten, aber dennoch besiegt man mit der Zeit selbst im höchsten Schwierigkeitsgrad auch die stärksten Gegner problemlos. Zielpublikum für das Spiel bleiben daher auch Familien mit Kindern - insbesondere auch wegen der Spass verbreitenden Kinect-Unterstützung. Wo 'London 2012' aber ganz klar punkten kann ist bezüglich der Atmosphäre. Um nur einige Beispiele zu nennen: Das ExCeL Exhibition Centre, die Royal Artillery Barracks sowie auch der Lord’s Cricket Ground fürs Bogenschiessen wurden bis ins letzte Detail nachgebaut und mit den Olympischen Emblemen versehen. Hier bezahlt sich die offizielle Lizenz wahrhaftig aus. Zudem sorgt der Live-Kommentar und die lautstarke Publikumsunterstützung für zusätzlich Stimmung und macht Lust auf die richtige Olympiade, welche bekanntlich am 27. Juli startet.


Genre: Sport
Plattformen: Xbox360, PS3, PC
Release: 28. Juni 2012
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: Sega


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Herzlichen Dank an Sega für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
19. Juli 2012

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