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Es gibt bereits unmengen an Rennsimulationen - für die Konsolen- wie auch für die Handheld- und PC-Welt. Wieso sollte da ein weiteres Game dieses Genres die Blicke dermassen auf sich richten, wenn auch nicht der Name 'Need for Speed' oder 'Forza' im Titel steht? 'Race Pro' ist anders. Ein Blick auf die Produzentenliste verrät, dass sich die Macher der berühmten Computer-Rennserie GTR hinter diesem XBox360-exklusiven Titel verbergen und den Begriff "Realitätsnähe' in noch nie da gewesene Dimensionen hieven möchten.

Es wird also viel erwartet von diesem Titel - sowie in optischer, als auch in spielerischer Hinsicht. Auf dem Cover wird mit unglaublichen 350 Fahrzeugmodellen geworben. An Fahrzeugen fehlt es zwar wirklich nicht, doch sind es "nur" knapp über fünfzig verschiedene Autos. Von Minis über die aktuellen WTCC Tourenwagen, die GT Klassen bis hin zu Formelwagen der Formel BMW und Formel 3000 kriegt man ein sehr grosses Palett angeboten. Auf die versprochenen 350 Modelle kommt man jeodch nur, wenn man die verschiedenen Lackierungen und die gewonnenen Trophäenwagen als einzelne Modelle zählt. Von den Strecken her sind dreizehn originale, lizensierte Rennstrecken vorhanden (normalen Rennstrecken wie zum Beispiel Brants Hatch und Monza, sowie auch Stadtstrecken von Macau und Poro beispielsweise). Besonders im Karriere-Modus wird aber die doch knappe Anzahl an Strecken sehr bald zum Nervfaktor, da man immer und immer wieder seine Runden auf denselben Geraden und Kurven dreht. Da würde man zuweilen gerne einige der vielen Automdelle gegen zwei, drei neue Strecken eintauschen.

Besonders zu Beginn des Karriere-Modus fährt man vielfach dieselbe Strecke. Gut, dort sind immerhin die Autos grundverschieden und es ist egal ob man nun mit dem schnittigen Mini Cooper, einem kräftigen Oldtimer oder einer gut zwanzigjährigen Hightech-Rennmaschine über die Strecke brettert. Der Karrieremodus ist so aufgebaut dass man verschiedene Stärkeklassen hat (A-H), welche diverse Teamverträge enthalten bei denen man sich einkaufen bzw. beweisen muss. Entweder kann man sich den Teamvertrag durch einen hohen Betrag erkaufen, oder dank einer bestandenen Probefahrt günstiger beziehen. Wenn man dann ein Team hat fährt man mit einem bestimmten Auto drei Rennen und sammelt Punkte. Die meisten Punkte geben dann natürlich am meisten Credits, mit denen man sich in bessere Verträge einkaufen kann. Simples Prinzip welches, wie irgendwie zu erwarten, mit der Zeit eintönig wird. Da helfen auch die diversen Autos nicht viel. Positiv daran ist dass man immer gegen dieselben Wagentypen fährt, was eigentlich von ganz alleine für spannende Rennen sorgen sollte. Merkwürdigerweise ist jedoch das Auto des Spielers auf beinahe allen Geraden immer ein Tick schneller als die Gegner.

Es gibt aber auch einen Punkt bei dem 'Race Pro' seinem Ruf als Referenz-Game in Renngenre gerecht wird: Die Steuerung. Zugegeben wirkt diese in den ersten Rennen noch ziemlich gewöhnungsbedürftig, doch schon bald wird man damit heimisch und findet heraus, dass sich damit viel gezieltere Drifts in den Kurven und Bremsmanöver durchführen lassen. 'Race Pro' ist für hartgesottene Rennfans auf jeden Fall ein Muss.



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Herzlichen Dank an Atari für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
14. März 2009

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