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Strategiefans werden den Videospiel-Entwickler Frontier Developments nur zu gut kennen. Zwischen 2003 und 2005 war es die Spieleserie 'RollerCoaster Tycoon', welche das kleine britische Studio weltweit bekannt machte. Seither wurde es aber sehr ruhig um Frontier und mit Ausnahme von einigen Kinect-Titeln und der Konsolen-Portierung des legendären 'Zoo Tycoon' war von ihnen nicht viel zu hören - bis jetzt. Fans dürfte es freuen, dass sie sich nun wieder auf das besinnen, was sie bis vor zehn Jahren am besten konnten: Achterbahn-Simulationen.

'Screamride' nennt sich dieser neue Titel und wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei nicht um ein Strategiespiel, sondern viel mehr um das Fahren beziehungsweise Steuern von Achterbahnen - aber auch das Bauen gehört dazu. Die Handlung des Spiels ist schnell erklärt: Im Jahre 2050 existiert die Firma Screamworks, welche durch extreme Achterbahnfahrten den Menschen ans körperliche und psychische Limit bringen will. Dabei gibt es für den Spieler als Screamworks-Mitarbeiter drei Karrierepfade: Screamrider, Zerstörungsexperte sowie Ingenieur. In insgesamt sechs Welten warten pro Karriere mehrere Levels auf den Spieler, bei welchen man für das Sammeln von Punkten mit Auszeichnungen belohnt wird.



Eine lineare Story gibt es somit nicht - was es aber auch nicht braucht. Es wäre bereits sehr schwierig die doch sehr verschiedenen Karrierepfade miteinander in Verbindung zu bringen. Ob Screamrider, Zerstörungsexperte oder Ingenieur - bei allen dreht es sich zwar um Achterbahnen, doch die Konzepte sind völlig verschieden: Als Screamrider fühlt man sich in etwa wie ein Fahrer in Ubisoft's Motocross-Simulation 'Trials'. Es geht darum eine Achterbahn möglichst schnell, actionreich und fehlerfrei zum Ziel zu bringen. Auf Boost-Strecken können Turbo-Elemente eingesammelt werden, welche allerdings bewusst eingesetzt werden sollen - ansonsten droht die Achterbahn zu entgleisen und wertvolle Punkte gehen verloren. Als Zerstörungsexperte geht es dann nicht mehr so temporeich zu und her, dafür ist mehr Taktik gefragt. Es geht ganz schlichtweg darum durch das Schleudern von Kapseln oder Abschiessen von Achterbahnen Bauwerke zu zerstören - ähnlich dem Prinzip von 'Angry Birds'. Die dabei entstehenden Kettenreaktionen von einstürzenden Gebäuden und dem geschickten Einsetzen jenes Abschussgeräts mit den passendsten Eigenschaften machen diesen Karrierepfad überaus unterhaltsam. Als Ingenieur wird dann auch noch jenes Feature geboten, welches für ziemlich viele ausschlaggebend für den Kauf von 'Screamride' war: Das Bauen von Achterbahnen. Leider aber erweist sich dieser Karrierepfad - trotz einem hohen Mass an Detailverliebtheit und Perfektion - als äusserst schwierig und dementsprechend auch gewöhnungsbedürftig.



Letztendlich wird 'Screamride' wohl zwei unterschiedliche Zielgruppen ansprechen: Fans von Puzzle-Spielen im Stil von 'Trials', welche insbesondere der Zerstörungsmodus gefallen wird. Aber letztendlich lädt auch der Screamrider-Karrierepfad dazu ein, sich stundenlang der ein und derselben Herausforderung zu widmen (die Funktion „Level neu starten“ hat nicht umsonst eine eigene Tastenbelegung). Die andere Zielgruppe ist jene der Ingenieure, welche jedoch viel Geduld mitbringen müssen, bis der zwar simple doch komplex zu steuernde Baumodus verstanden und einwandfrei bedient werden kann (ein Kampf mit der etwas eigenwilligen Kamerasteuerung muss zudem ebenfalls überwunden werden). Letztendlich hat Frontier aber mit 'Screamride' einen tollen Titel geschaffen, welcher es durchaus versteht die Spieler an den Bildschirm zu fesseln.


Genre: Achterbahn-Simulation
Plattformen: Xbox One, Xbox 360
Release: 6. März 2015
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Publisher: Microsoft


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verfasst von Philipp Fankhauser
17. April 2015

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