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Die neue Origin-Trilogie findet nach dem 'Tomb Raider'-Reboot von 2013 ihren Abschluss. Drei Jahre nach dem gelungenen 'Rise of the Tomb Raider' erscheint nun 'Shadow of the Tomb Raider'. Es ist der erste 'Tomb Raider'-Titel der von Eidos Montréal realisiert wurde, nachdem von 2006 bis 2015 die Spieleschmiede Crystal Dynamics für die Umsetzung dieser Spiele zuständig war. Nach den sehr guten beiden ersten Teilen, hatte es Eidos natürlich schwer, an den Erfolg dieser Teile anzuknüpfen. Doch eines vorneweg: Sie haben es geschafft.

'Shadow of the Tomb Raider' ist zweifelsfrei der beste Teil der neuen Trilogie. Er orientiert sich stark an den Abenteuer-Wurzeln der Anfänge der Serie, übernimmt die funktionierenden Elemente der Vorgänger und baut sie so um, dass sie noch besser werden. Das Spiel ist zwar überraschend linear und überschaubar gehalten, doch das ist keineswegs schlecht und macht auch das Spiel durch eine besserer Übersichtlichkeit nicht einfacher. Denn die einzelnen Rätsel sind nach wie vor sehr knifflig und fordern den Spieler zu jedem Zeitpunkt. Das Rätselraten ist auch ganz klar der Kernpunkt des Spiels, da Lara insbesondere in den ersten Spielstunden sehr selten auf Gegner trifft.



Feuergefechte lassen sich zudem meistens sehr gut umgehen - und das passt zur Serie. Der Schleichmodus wurde perfektioniert und so kann Lara in klassischer 'Assassin's Creed'-Manier aus Verstecken heraus die Gegner angreifen und töten. Zudem kann sie sich mit Schlamm einschmieren und wird so eins mit der Umgebung - auch die Thermalsichtgeräte der Gegner können sie so schwieriger orten. Seit langem gibt es zudem wieder Unterwasser-Sequenzen. Diese kommen überraschend ohne Atemanzeige daher. Zwar unrealistisch, doch so ist man nicht ständig dem unnötigen Druck ausgeliefert, aufgrund zu wenig Luft etwas zu verpassen beim Erforschen der Unterwasserwelt. Das Klettern gehört aber nach wie vor zu den Hauptaktivitäten von Lara. Mit Steigeisen an den Füssen lassen sich mit den bereits bekannten Kletteräxten nun auch Überhänge meistern, an denen man sich neuerdings auch abseilen kann. Ein tolles Feature, welches zu viel mehr Bewegungsfreiheit führt. Wie gewohnt geht es dann am altbekannten Lagerfeuer zu und her: Die Fähigkeitspunkte können nach wie vor in Skills umgewandelt und Waffen verbessert werden. Neu kann man hingegen die gefundenen Materialien auch in Outfits investieren - und sich so aus Tierfell einen netten und funktionalen Umhang anfertigen. Hinsichtlich der Story ist aber noch etwas Luft nach oben offen. Sie ist zwar ganz nett, aber nicht sonderlich speziell ausgefallen. Etwas Dschungel hier, etwas Höhlen da und überall Trinity-Gegner. Und ja: Das Ganze läuft natürlich wieder auf einen drohenden Weltuntergang hinaus.



Die Nebenquests sind aber ganz klar verbessert worden und machen nicht nur inhaltlich, sondern auch referenztechnisch zur Hauptstory etwas her. Ebenso sind die Herausforderungs-Gräber wieder sehr spannend, welche jeweils mit speziellen Belohnungen aufwarten. Aber auch die Grafik ist gelungen und ist seit 'Rise of the Tomb Raider' erneut sichtlich besser geworden. Wasser- und Lichteffekte sind hervorragend umgesetzt und tauchen die Dschungel-Welt in eine sehr authentische Atmosphäre. Die Umgebung ist zudem sehr detailreich und fast jede Pflanze reagiert, wenn Lara daran vorbeistreicht. Sehr praktisch ist zudem der individuell einstellbare Schwierigkeitsgrad. Es kann nicht nur die Gesamtschwierigkeit geregelt werden, sondern auch die Kampf-, Gelände und Rätselschwierigkeit. So können beispielsweise Spieler, die mehr Wert auf die Rätsel legen, die Rätselschwierigkeit erhöhen und die Gegnerstärke hinunterschrauben. So bastel sich jeder Spielertyp "sein" Spiel zusammen. Insgesamt wirklich ein tolles und gelungenes Action-Adventure.


Genre: Action-Adventure
Plattformen: Xbox One, Playstation 4, PC
Release: 14. September 2018
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Publisher: Square Enix


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verfasst von Philipp Fankhauser
14. September 2018

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