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Kaum ein Jahr ist es her seit das erste, bereits sehnlich erwartete Add-On zum im Juni 2009 veröffentlichten 'Sims 3' erschienen ist. Mittlerweile befindet sich neben zwei Mini-Add Ons bereits das dritte vollwertige Add-On im Handel. Es nennt sich 'Late Night' und erinnert unverkennbar an den 'Sims 2'-Ableger 'Nightlife'. Nun hat man aber im dritten Teil der 'Sims'-Reihe bekanntlich die Möglichkeit nicht nur das eigene Grundstück, sondern auch die gesamte Nachbarschaft zu besuchen – genau dieser Punkt macht das Nachtleben in 'Late Night' durchaus reizvoll.

Eigentlich hatte man von 'Die Sims' bisher immer den Eindruck, dass es sich um eine wirklich realitätsnahe Lebenssimulation handelt. Allerdings wohnen alle Sim-Familien jeweils in einem Häuschen Marke Eigenbau in einem schnieken Dörfchen mit Regenbogen-Faktor. Allerdings gibt es auf unserer schönen Erde Millionen von Menschen die sich diesen Luxus nicht leisten können und in der dicht besiedelten Grossstadt wohnen – hat aber natürlich die Vorteile dass das Nachtleben um einiges aufregender ausfällt. Mit 'Late Night' wird 'Sims 3' mit der Nachbarschaft Bridgeport erweitert, einer pulsierenden Grossstadt mit einem Flair für Starglamour.



Eine der grössten Neuerungen ist wohl, dass man wie zu Zeiten von 'Sims 2: Apartment-Leben' wieder in Wohnungen ziehen kann. Erstaunlicherweise lässt sich aber nur das Stockwerk besuchen in dem man seine eigene Wohnung hat und die Zimmer der Nachbarn können ebenfalls nicht besucht werden. Schade. Da das Augenmerk aber sowieso auf die grosse Stadt gerichtet ist, kann man dieses kleine Übel verkraften. Neben altbekannten Einrichtungen wie Polizei, Fitnesscenter, Restaurants und Parkanlagen – nun einfach etwas dichter aufeinander – gibt es auch jede Menge Ausgangmöglichkeiten: Grob unterteilt in Kneipen, Luxus Lounges und Diskotheken. In den Kneipen gibt es Happy Hours und Jamsessions, in den Discos kann bis vier Uhr morgens getanzt und in den Luxus Lounges über den Dächern der Stadt an einem Drink genippt werden. Bei letzteren sind allerdings nicht alle Bereiche zugänglich. Für den VIP-Sektor braucht man einen so genannten Starlevel, den man erhält indem man in seinem Beruf als Schauspieler/Regisseur oder seiner Band (die man in 'Late Night' gründen kann) an Bekanntheit gewinnt. So kann es auch vorkommen dass man in der belebten Fussgängerzone für Fotos oder Autogramme angehalten oder von Paparazzis verfolgt wird und Charity-Veranstaltungen gehören da natürlich auch zum Programm. Als Entschädigung kriegt man dafür in einigen Restaurants Rabatte und vieles sogar kostenlos.



Wie man schnell merkt ist 'Late Night' quasi eine Mischung aus den bekannten 'Sims 2'-Add Ons 'Nightlife' und 'Apartment-Leben', sowie aus dem 'Sims'-Ableger 'Megastar' – jedoch mit viel mehr Umfang und Möglichkeiten. Es ist sogar fast ein bisschen zu viel, was zwar überhaupt nicht schlecht ist, aber leider ist kein Feature so wirklich von A bis Z durchdacht. Kurzum: Quantität siegt über Qualität. So wird man beispielsweise zu schnell berühmt und Band-Auftritte werden gebucht und bezahlt selbst wenn man gar nie zusammen geprobt hat. Verglichen mit 'Sims 3: Reiseabenteuer' ist 'Late Night' schwächer ausgefallen, verglichen mit 'Sims 3: Traumkarrieren' allerdings besser. Und es ist nur eine Frage der Zeit bis die Haustiere 'Sims 3' einnehmen werden...

Genre: Lebenssimulation
Plattformen: PC, Mac
Release: 28. Oktober 2010
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
22. November 2010

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