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Hallo Betty
von
Pierre Monnard
 

"Charmantes Porträt der Betty Bossi-Entstehung, mit ganz viel Herz, Humor und starken Figuren!"

 
Release: 19. März 2026
 
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Inhalt
Die Schweiz, im Jahr 1956: Werbetexterin Emmi Creola (Sarah Spale) soll die Produkte einer Speiseölfirma vermarkten und erfindet dabei die Kunstfigur Betty Bossi. Die "Köchin und Hausfrau der Nation" wird schon bald populär und erhält jede Menge Fanpost. Viele Leute glauben, dass es Frau Bossi tatsächlich gibt. Die bis anhin eher zurückhaltende Emmi gerät so unverhofft ins Rampenlicht. Das neue Promileben als Schweizer Kochikone ist aufregend, aber auch kräftezehrend. Emmi kämpft in der Agentur gegen Neid und Missgunst ihrer männlichen Kollegen und versucht zu Hause weiterhin eine liebevolle Mutter und Ehefrau zu sein.
 
Originaltitel Hallo Betty
Produktionsjahr 2025
Genre Drama
Laufzeit

ca. 108 Minuten

Altersfreigabe ab 6 Jahren
Regie Pierre Monnard
Darsteller Sarah Spale, Martin Vischer, Rabea Egg, Ueli Jäggi, Esther Gemsch
     
Kritik
Kaum eine Werbefigur ist in der Schweiz so bekannt wie Betty Bossi. Seit Jahrzehnten prägt die fiktive Küchenexpertin Kochbücher, Fernsehsendungen und den kulinarischen Alltag unzähliger Haushalte. Aus einer einfachen Werbeidee entwickelte sich eine regelrechte Marke mit Kultstatus, deren Rezepte Generationen begleitet haben. Genau diese aussergewöhnliche Erfolgsgeschichte greift 'Hallo Betty' auf - allerdings weniger als klassische Biografie, sondern vielmehr als warmherziges Drama über Identität, Erwartungen und Selbstbestimmung. Im Mittelpunkt steht Betty, eine Frau, die sich nach Jahren eingefahrener Routinen plötzlich mit der Frage auseinandersetzen muss, wie ihr weiteres Leben eigentlich aussehen soll. Die Geschichte entwickelt sich bewusst ruhig und nimmt sich Zeit für ihre Figuren. Statt auf dramatische Zuspitzungen setzt das Drehbuch auf kleine Momente des Alltags, aus denen sich nach und nach emotionale Tiefe entfaltet. Gerade dadurch wirkt der Film angenehm authentisch. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Humor und Melancholie. Viele Szenen besitzen eine feine Komik, die nie aufdringlich wirkt, sondern direkt aus den Figuren entsteht. Gleichzeitig verliert der Film nie aus dem Blick, dass hinter den humorvollen Situationen oft Einsamkeit oder Enttäuschung stehen. Diese Mischung verleiht der Geschichte eine sympathische Wärme. Auch inszenatorisch bleibt 'Hallo Betty' angenehm zurückhaltend. Die Kamera beobachtet aufmerksam, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, und lässt den Darstellern genügend Raum. Gerade die ruhigen Szenen funktionieren dadurch besonders gut. Unterstützt wird das von einem dezenten Soundtrack, der die emotionale Stimmung unterstreicht, ohne sie zu überzeichnen. Darstellerisch trägt vor allem die Sarah Spale als Emmi Creola den Film. Ihre Entwicklung wirkt glaubwürdig, weil sie nicht plötzlich stattfindet, sondern Schritt für Schritt erzählt wird. Auch die Nebenfiguren bleiben mehr als blosse Stichwortgeber - allen voran Rabea Egg als Maxi Bossert. So bleibt ein sensibles, charmantes Drama, das mit feinem Humor und viel Gefühl von Neuanfängen und verpassten Chancen erzählt. Charmantes Porträt der Betty Bossi-Entstehung, mit ganz viel Herz, Humor und starken Figuren!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Ascot Elite Home Entertainment
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.00:1)
Ton Schweizerdeutsch: Dolby Atmos
Französisch: Dolby Atmos
Italienisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel Deutsch, Französisch, Englisch, Deutsch (für Hörgeschädigte)
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

Keine Extras

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 20.05.26
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