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Inhalt |
Mit seinen 28 Jahren ist Jean-Luc Godard (Guillaume Marbeck) wie besessen vom Film. Gemacht hat er jedoch noch keinen. Er schreibt vielmehr über die Filme anderer als Kritiker. Doch der Drang, endlich selbst hinter die Kamera zu treten, wird immer grösser. Ausserdem haben seine Kollegen, darunter Claude Chabrol (Antoine Besson) und François Truffaut (Adrien Rouyard), längst gefeierte Filmkunst auf die Leinwand gebracht. Also sichert sich Godard die Mitarbeit von Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin) und der amerikanischen Schauspielerin Jean Seberg (Zoey Deutch) und schafft es, einen Finanzier für sein erstes eigenes Filmprojekt an Land zu ziehen: 'Ausser Atem'. |
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| Originaltitel |
Nouvelle Vague |
| Produktionsjahr |
2025 |
| Genre |
Drama |
| Laufzeit |
ca. 108 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 12 Jahren |
| Regie |
Richard Linklater |
| Darsteller |
Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Matthieu Penchinat, Adrien Rouyard |
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Kritik |
Kaum ein Film hat das europäische Kino so nachhaltig verändert wie 'Ausser Atem'. Mit seinem Regiedebüt revolutionierte Jean-Luc Godard 1960 die Filmsprache: Jump Cuts, spontane Kameraarbeit und eine bis dahin ungewohnte erzählerische Freiheit machten den Film zum Aushängeschild der französischen Nouvelle Vague. Genau dieser aussergewöhnlichen Entstehungsgeschichte widmet sich Regisseur Richard Linklater - und schafft dabei weit mehr als ein klassisches Biopic. Statt Godards gesamtes Leben nachzuerzählen, konzentriert sich das Drehbuch auf die Entstehung von 'Ausser Atem'. Dadurch entsteht ein ebenso unterhaltsames wie kluges Künstlerporträt, das die kreative Aufbruchsstimmung jener Zeit greifbar macht. Der Film zeigt, wie radikal Godard mit filmischen Konventionen brach und gemeinsam mit Weggefährten wie Jean Seberg und Jean-Paul Belmondo Filmgeschichte schrieb. Gleichzeitig verliert die Geschichte nie den Blick für den Menschen hinter dem Mythos - einen kompromisslosen Künstler voller Ideen, Widersprüche und Visionen. Richard Linklater nähert sich dem Stoff mit spürbarer Liebe zum Kino. Seine Inszenierung orientiert sich stilistisch an der Nouvelle Vague, ohne blosse Kopie zu sein. Schwarz-Weiss-Bilder, bewegliche Kameraführung und eine lebendige Montage vermitteln den Geist einer Epoche, in der Regeln bewusst gebrochen wurden. Trotz zahlreicher Anspielungen bleibt der Film auch für Zuschauer zugänglich, die mit Godards Werk bislang wenig Berührung hatten. Schauspielerisch überzeugt Guillaume Marbeck als Jean-Luc Godard. Er trifft dessen Mischung aus Intellekt, Unsicherheit und künstlerischer Besessenheit bemerkenswert glaubwürdig. Zoey Deutch verleiht Jean Seberg Charme und Präsenz, während Aubry Dullin als Jean-Paul Belmondo das Ensemble stimmig ergänzt (er sieht dem jungen Belmondo auch verblüffend ähnlich). 'Nouvelle Vague' ist eine leidenschaftliche Liebeserklärung an das Kino und an einen Film, der dessen Geschichte für immer verändert hat. Linklater gelingt damit ein ebenso kluges wie inspirierendes Porträt einer kreativen Revolution. Liebevolle Hommage an eine Filmrevolution! Klug, charmant und bewusst sehr inspirierend! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 22.07.26
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