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Blades Of Glory



Release:
27. September 2007

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Kurzkritik:
Hier werden 90 Minuten witzige und völlig überzeichnete Eiskunst-Unterhaltung geboten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Jon Heder und Will Ferrell tragen diesen Film wunderbar - ihre Gegensätzlichkeit ist herrlich komisch. Auf DVD machen die Eiskunstläufer eine solide, aber sicherlich nicht berauschende Figur. Immerhin darf beim Bonusmaterial weitergelacht werden.







Inhaltsangabe

Wenn zwei sich streiten, freut sich kein dritter: Die beiden Eiskunstläufer Jimmy MacElroy (Jon Heder) und Chazz Michael Michaels (Will Ferrell) geraten nach einem Punktegleichstand an der WM mitten auf dem Podest in einen Streit und verprügeln sich. Die Folge: Beide werden auf Lebzeiten vom Eiskunstlauf verbannt. Dreieinhalb Jahre später macht Jimmys grösster Fan (oder besser gesagt Stalker) sein Idol auf eine Lücke in der Sperre aufmerksam. Diese gilt nämlich nur für die Einzeldisziplin, nicht aber für den Paarlauf. Da bereits in wenigen Tagen Anmeldeschluss für die nationalen Qualifikationen ist, schlägt Jimmys ehemaliger Trainer (Craig T. Nelson) eine ungeahnte Paarungskombination vor: Jimmy soll mit Chazz antreten, als erstes männliches Einskunstlaufpaar. Widerstrebend sagen sie zu und beginnen mit dem Training. Gar nicht gerne gesehen ist das von den Geschwistern Stranz und Fairchild Van Waldenberg (Will Arnett und Amy Poehler), die ebenfalls nach dreieinhalb Jahren ihr Comeback im Paarlauf geben wollen. Ihnen ist jedes Mittel recht, um das Männer-Team zu stoppen …



Kritik

Die Ben-Stiller- und Owen-Wilson-Ära scheint vorbei. Derzeit sorgen vor allem zwei Namen im Komödienfach für Furore: Will Ferrell und Jon Heder. Ersterer ist schon lange im Geschäft und bewies mit 'Stranger Than Fiction' seine Qualität als ernst zu nehmender Schauspieler. Jon Heder hingegen geniesst dank seiner Komödie 'Napoleon Dynamite' Kultstatus. Aber beide Comedy-Kings in einem Film? Gibts da keine Probleme mit übergrossen Egos? Überhaupt nicht! Vielleicht liegts auch an ihren Rollen. Beide spielen zwei komplett unterschiedliche Typen, die sich wie Diven aufführen. Heder alias Jimmy wurde adoptiert und von seinem Ziehvater zu einer Eiskunstlaufmaschine gezüchtet. Dass sein Selbstbewusstsein im Keller liegt, versteht sich von selbst. Ferrell alias Chazz ist als typischer Trunken- und Raufbold das pure Gegenteil. Kommt noch hinzu, dass er ein Sexsüchtiger ist. Sich diese beiden Typen in einem Paarlauf vorzustellen, scheint fast schon unmöglich. Doch die Umsetzung macht unglaublichen Spass!

Selten greift 'Die Eisprinzen' in die vulgäre Witzschublade. Meistens gibts für alle etwas zu lachen. Sei es bei den Trainings oder den völlig überzeichneten Konkurrenten. Apropos überzeichnet: Der Film nimmt Unmengen an Eiskunstklischees aufs Korn, was ja schon die beiden Hauptcharaktere zeigen. Ernstnehmen darf man den Film deshalb zu keiner Zeit, schon gar nicht bei der Schlusseinstellung. Die ist mit ihrem Kitsch schon fast too much. 'Die Eisprinzen' wird zusätzlich durch eine rassige Inszenierung mit flotter Musik gewürzt. Anspruch findet man selbsterklärender Weise keinen. Den brauchts auch nicht. Schliesslich ist der Streifen pure Unterhaltung, bei der sich die Gehirnzellen wunderbar abschalten und die Lachmuskeln trainieren lassen. Mehr sind diese Eiskunstkomiker nicht. Aber auch nicht weniger. Ach ja, vielleicht ist die Ben-Stiller-Zeit doch noch nicht durch. Er produzierte den Film nämlich.

 


Die DVD
Bild
Was sofort ins Auge sticht, sind die die knalligen Farben. Die halten aber nicht durchgehend das Niveau. Manchmal wirkt das gesamte Bild matschig und Details gehend verloren. Alles in allem ist die Schärfe aber meist auf einem soliden Niveau. Mit Rauschen hat das Bild nur selten zu kämpfen.
Sound
Schon beim ersten Eisduell stellen die hinteren Lautsprecher ihr Können unter Beweis: Johlende Menschen, pfiffige Musik und Kommentatoren. Wenn der Film mal nicht in den Eishallen spielt, beschränkt sich die Soundabmischung auf die vorderen Lautsprecher.

Extras
- Making of
- Berühmtheiten auf dünnem Eis
- Cooler als Eis: Die super-sexy Kostüme der Eistänzer
- Arnett und Peohler: Eine Familiengeschichte
- 20 Fragen mit Scott Hamilton
- Hector: Portrait eines psychotischen Fans
- Entfernte Szenen
- Musikvideo
- Gag Reel
- Alternative Takes
- Moviefone unscripted
- MTV Interstitials
- Fotogalerie


Screenshot des DVD-Hauptmenüs

Die DVD überrascht mit vielen (aber kurzen) Extras. Im Making of gibt es viel zu lachen, da sich niemand wirklich ernst nimmt. Viel Platz für Informationen bleibt da nicht - aber unterhalten tuts trotzdem. Der Witz bleibt auch in den anderen Specials bestehen, wobei in 'Berühmtheiten auf dünnem Eis' ein wirklicher Blick hinter die Kulissen geboten wird. Hier gehts nämlich um die Trainings auf dem Eis. Die Kostüme kriegen ihren eigenen kurzen Beitrag. Kein Wunder, so ausgefallen wie sie sind. Humor regiert auch im Interview mit den Fieslingen des Films, natürlich in ihrer JFK-Marilyn-Aufmachung. In einem Interview beantwortet der ehemalige Eiskunstläufer Scott Hamilton einige Fragen, ausnahmsweise ganz seriös. Nein, natürlich nicht, auch hier herrscht Witz. Eine Pseudo-Doku über Jimmy MacElroys Stalker muss man ebenfalls gesehen haben. In einer Folge von Moviefones 'unscripted' befragen sich die Schauspieler gegenseitig mit von Fans gestellten Fragen. Auch eine Fotogalerie und kurze Spots von MTV sind vorhanden. Beschlossen wird das Bonusmaterial mit verpatzen und zusätzlichen (inklusive Will Ferrells Version des 'Blade Of Glory'-Songs) Szenen sowie viel improvisiertem Material.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Blades Of Glory
Produktionsjahr 2007
Genre Komödie
Studio Dreamworks Pictures
Verleih Paramount Home Entertainment
Laufzeit ca. 93 Minuten
FSK ab 6 Jahren
Regie Will Speck und Josh Gordon
Darsteller Will Ferrell, Jon Heder, Will Arnett, Amy Pehler, William Fichtner, Jenna Fischer, Craig T. Nelson
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.78:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Türkisch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Adrian Spring am 02.10.07

© Bilder, DVD-Screenshots, Paramount Home Entertainment

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