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Gilmore Girls



Release:
7. Juli 2006

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Kurzkritik:
Eine Mutter-Tochter Serie über vier Jahre hinweg ohne Roadmovie-Allüren oder handlungsbestimmende Beziehungskisten immer noch spannend, witzig, vielseitig und keineswegs langweilig zu gestalten verdient höchsten Respekt. In der Tat wird es immer schwieriger die Chemie zwischen den beiden Protagonistinnen am Laufen zu halten, da Rory nun kilometerweit am College weilt. Doch das fulminante Ende dieser Staffel entschädigt vieles. Die DVD ist wie gewohnt leider nur auf TV-Niveau.







Inhaltsangabe

Nach mühevollen Jahren an der hochnäsigen Chilton Privatschule begibt sich Rory (Alexis Bledel) endlich auf den Universitäts-Campus von Yale. Die nicht allzu weite Entfernung stellt die Beziehung zu ihrer Mutter Lorelai (Lauren Graham) auf die Probe, denn die beiden mussten so ihre Unterhaltungen per Telefon abhalten - was nicht das Gleiche ist, wie wenn man sich von Angesicht zu Angesicht austauschen kann. Während sich Rory mit ihrer nörgeligen Zimmergenossin Paris (Liza Weil) im Schlepptau an das Studentenleben anpasste, muss Lorelai nun ohne ihre Tochter auskommen und lernt den netten Jason Stiles (Chris Eigeman) kennen, einen Freund aus der Kindheit, ein bisschen näher kennen. Doch dies ist nur ein kleiner Trost, der ihre hohen finanziellen Ausgaben für ihr eigenes Hotel überhaupt nicht in den Schatten stellt.



Kritik

Die vierte Staffel hatte ein wenig Mühe in die Gänge zu kommen, da nun das legendäre Mutter-Tochter-Gespann unfreiwillig, freiwillig auseinander gerissen wurde. Als Rory am Ende der dritten Staffel in einem rührenden Finale die hochnäsige Chilton Privatschule verlassen hatte, beginnt sie nun ihre Collegezeit an der renommierten Yale Universität. Die wenigsten hätten gedacht dass das gewitzte Gilmore-Girl nach Yale und nicht nach Harvard studieren geht. Und wie könnte es anders sein, trifft sie schon nach kurzer Zeit auf ihre Feindfreundin Paris. Paris wird verkörpert durch Liza Weil und blüht in dieser vierten Staffel richtig auf. Ihrem Charakter ist deutlich anzusehen, dass seit der ersten Staffel ein deutlicher Wandel über sie hergeweht ist, ohne dass jedoch die nörgelige Paris Gellar verfälscht wurde. Ja, sie wurde erwachsen. Dieser Aspekt ist leider bei Rory Gilmore immer noch eine Frage der Zeit, doch wenn man sie über die komplette vierte Staffel hinweg beobachtet, macht sie einen gewaltigen Schritt zum Erwachsenwerden. Angefangen bei den kurzen Haaren, die sie erstmals ohne Erlaubnis ihrer Mutter und einer Berichterstattung schneiden hat lassen, bis zu spontan-Ausflügen in den Spring Break.

Lorelai Gilmore, die wie immer souverän gespielt wird von Lauren Graham, hat derweil andere Probleme: Ihr Hotel, das ’Dragonfly Inn’ liegt ihr sehr am Herzen - mehr als alles andere. Und als dann ihre beste Freundin Sookie noch ihr Kind bekommt und dementsprechend andere Prioritäten gesetzt hat, wird es für sie deutlich schwerer den Laden allein zu schmeissen. Allen übels verliebt sie sich obendrein noch in den Geschäftspartner ihres Vaters, Jason. Dieser wird gespielt von Chris Eigeman und ist sozusagen der männnliche Gegenpols eines Gilmore Girls was die Wortspiele und komplexe Dialogistik abgeht. Seine Konversationen mit Lorelai sind einfach nur herrlich und übertrumpfen in manchen Stellen der Staffel sogar die zwischen Lorelai und Rory. Und Luke darf natürlich auch nicht fehlen. Äusserlich wirkt er deutlich abgehärtet und gefühlskalt wie ein Stein, doch innerlich zeigt er nun in dieser Staffel endlich seine inneren Gefühle und wird besonders in den letzten Episoden für das Highlight der kompletten Serie schlechthin sorgen. Der Höhepunkt der ’Gilmore Girls’ ist nach Ende der vierten Staffel erreicht.

Aber wie es so ist in ’Stars Hollow’ gibt es auch noch massig andere Storys über die verschiedensten Dorfbewohner zu berichten. Lane ereilt beispielsweise ein schlimmes Schicksal, mit dem zwar schon viele Fans gerechnet haben und Kirk kriegt, das hätte auch niemand gedacht, eine Freundin - die obendrein noch durchaus nett und sympathisch ist. Überraschenderweise ist Adam Brody alias Dave Rygalsky nicht mehr mit von der Partie, was wohl viele Fans traurig stimmen wird. Auch kommt Miss Patty ein wenig zu kurz mit ihren Auftritten und Anekdoten. Doch was Taylor Doose, gespielt von Michael Winters alles zu bieten hat, weiss allemal zu unterhalten. Sein Streit mit Luke scheint nun endgültig auszuarten – doch anscheinend geht doch alles immer eine Nummer schlimmer. Mit Arielle Kebbel, die Deans Gefährtin mimt, kommt auch wieder eine junge Schauspielerin an Bord, die ’Gilmore Girls’ als Karrieresprungbrett nutzen kann. Zusammenfassend kann man sagen dass man in der vierten Staffel Stars Hollow zu sehen bekommt, wie man es lieben gelernt hat. Viele neue unbekannte und alte bekannte Gesichter verhelfen zu 22 abwechslungsreichen Episoden die ohne Zweifel Lust auf mehr bzw. die fünfte Staffel machen.

 


Die DVD
Bild
Das Bild wurde nach wie vor 1:1 von der TV-Version kopiert und wiederum nicht weiter für die DVD bearbeitet. Man merkt nun deutlich, dass ’Gilmore Girls’ technisch nicht mit der Zeit geht und so wirkt auch das Bild eher schwach. Der Kontrast wirkt in einigen Szenen zu prägnant, jedoch sind die Farben aber prächtig gehalten und auch die Schärfeleistung kann überzeugen. Die Konturen sind zwar nicht unselten etwas weich, doch die Detailschärfe überzeugt allemal.
Sound
Der Ton liegt wie in den vorigen drei Staffeln auf drei Spuren im Stereoformat vor. Räumlichkeit ist demnach wiederum keine vorhanden. Die nötige Dynamik auf den vorderen drei Speakern fehlt erneut und begräbt die Hoffnung auf Besserung mit sich selbst. Immerhin sind die Dialoge wie eh und je sehr klar und deutlich zu verstehen - und zwar auf allen Audiospuren. Ebenfalls stimmt auch die Lautstärkenabmischung gegenüber der Musik.

Extras
- Zusätzliche Szenen zu 2 Episoden
- Die schönsten Liebesszenen der 4. Staffel


Screenshot des DVD-Hauptmenüs

Man wird deutlich sparsamer an Extras in der vierten Staffel. Da hat es anscheinend den Produzenten Klick gemacht dass das Zielpublikum die DVD-Box nicht wegen des Bonusmaterials, sondern der Serie wegen kauft. Die zusätzlichen Szenen sind ja gut und nett, aber gegen ein gut arrangiertes Featurette kommen sie natürlich nicht an. Ebenfalls sind ’Die schönsten Liebesszenen der 4. Staffel’ nur ein kleiner Trost für die grossen Erwartungen der Gilmore-Fans, die nach einer gelungenen Bonus-Sektion der 3. Staffel erfreut in die Zukunft geblickt hatten.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Gilmore Girls
Genre Dramaserie
Studio Warner Bros. Television
Verleih Warner Home Video
Laufzeit ca. 915 Minuten
FSK ab 6 Jahren
Created By Amy Sherman
Darsteller Lauren Graham, Alexis Bledel, Kelly Bishop, Edward Herrmann, Scott Patterson
 
Technische Details
Bild 4:3 (1.33:1)
Ton Deutsch: Stereo
Englisch: Stereo
Spanisch: Stereo
Untertitel Deutsch, Englisch, Spanisch, Polnisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Griechisch, Kroatisch, Slowenisch, Portugiesisch, Deutsch (für Hörgeschädigte), Englisch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 6
Verpackung Digipack

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 14.09.06

© Bilder, DVD-Screenshots, Warner Home Video

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