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Hustle & Flow



Release:
15. Juni 2006

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Kurzkritik:
'Hustle & Flow' ist ein Film der unter die Haut geht. Selbst Zuschauer, die mit Hip-Hop nicht viel anfangen können, werden von Craig Brewers dritter Arbeit als Regisseur emotional mitgerissen werden. Terrence Howard ist es zu verdanken, dass dieser Film so unglaublich authentisch wirkt und nicht zu Unrecht eine Nomination bei den diesjährigen Oscar-Verleihungen als bester Hauptdarsteller bekommen hat. Die DVD legt besonders im Surround-Bereich eine starke Leistung an den Tag.







Inhaltsangabe

Als der kleine Zuhälter DJay (Terrence Howard) zufällig seinen alten Freund Key (Anthony Anderson), einen Toningenieur, wieder trifft, gerät er ins Grübeln. DJay lebt in einem heruntergekommenen Viertel mit seiner Prostituierten Nola (Taryn Manning) und der schwangeren Shug (Taraji P. Henson) zusammen. Er möchte etwas ändern in seinem Leben und denkt dabei an seinen Vater zurück, der in seinem Alter starb und aus seinem Leben nichts gemacht hat. Dies will DJay ändern. Schliesslich träumte er einst von einer Karriere im Musikbusiness. Also beginnt DJay, der schon immer gerne mit Worten spielte, Rap-Texte aufzuschreiben. Mit Hilfe von Key und Shelby (DJ Qualls), einem Kirchenmusiker, macht er sich daran, die ersten Songs aufzunehmen. Als der Rap-Superstar Skinny Black (Ludacris) seinen Besuch ankündigt, sieht DJay die grosse Chance, sein Leben von Grund auf zu ändern.



Kritik

Zweifach Oscar-nominiert, einmal gewonnen und noch immer gilt 'Hustle & Flow' als brennender Geheimtipp unter den Filmkennern. Dieser Film beinhaltet nun mal all das, was ein Geheimtipp ausmacht: Stimmung, Emotionen, Authentik und hervorragenden Jungtalenten als Schauspieler, die es in den nächsten Jahren noch zu etwas ganz Grossem bringen könnten. Beispielsweise der Hauptdarsteller Terrence Howard. Seine Leistung ist atemberaubend gut in 'Hustle & Flow'. Ihm ist es zu verdanken dass die Echtheit, das realistische Überbringen der Ghettoatmosphäre, das harte Leben eines Zuhälters der an der Klippe steht, umwerfend gut von ihm auf den Zuschauer übertragen werden. So reisst dieser Film jeden Zuschauer mit – auch wenn er mit dem Begriff Hip-Hop und der Kultur dazu, nicht viel anfangen kann.

Unter den Schauspielern sticht auch besonders Taryn Manning als Prostituierte Nola hervor, die zirka ab Mitte des Filmes enorm viel Leben in ihren Charakter einhaucht. In den ersten Szenen nimmt man sie lediglich als Statistenrolle wahr. Doch dieser Wandel, den sie während des Filmes vollzieht, ist bemerkenswert. Es würde wohl niemand gross verwundern, wenn sie in der Fortsetzung die zweite Hauptrolle spielt. Das Potential dazu hätte sie auf jeden Fall. Auch weiss Taraji P. Henson als schwangere Shug besonders im emotionalen Bereich sehr wohl zu überzeugen. Ihre Liebesszene ist einfach herzzerreissend schön. Selten kriegt man solch tiefgehende Szenen in einem HipHop-Drama, wo Gewalt und Respekt im Vordergrund stehen, zu sehen. Einziger negativer Aspekt des Filmes ist seine Länge. Mit einhundertzwölf Minuten geht der Film zwar nicht alle Welt, doch trotzdem sind Passagen vorhanden die den Film ganz schön in die Länge ziehen. Einige Sequenzen hätte man getrost kürzen oder sogar weglassen können. Zum Schluss noch ein riesiges Kompliment an den Score, dessen Song „It’s hard out here for a Pimp“ sogar mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Auch die restlichen Songs können allesamt überzeugen. Gewagte Mixe und Einspielungen (teilweise mit nur einem Perkussionsinstrument) wissen die Atmosphäre stabil zu halten und vermitteln das ultimative spannungsgeladene Dramaerlebnis.

Die DVD
Bild
Das Bild überrascht positiv. Es wurde sehr oft und viel mit Filtern gearbeitet um den „Dirty South“-Klischee des Rapper-Viertels gerecht zu werden. Zudem wurde das Bild auch auf Unreinheiten überarbeitet und so präsentiert sich die Optik quasi frei von Mängeln. Die Schärfe lässt zwar noch ein wenig zu wünschen übrig (woran auch die Filter nicht ganz unschuldig sind), jedoch können Farben sowie Kontrast durchaus überzeugen.
Sound
Der Ton ist bei diesem Film überaus wichtig und bereits in der ersten Szene merkt man, wie die Produzenten mit der Surround-Option spielen und diese so gut wie möglich ins Geschehen einbinden möchten. Schlichtweg einzigartig was dann im Film auf den Zuschauer entgegendonnert. Selbst ein schwacher Hip-Hop-Song wird dank den technischen Möglichkeiten unglaublich mitreissend. Der Subwoofer ist zudem ständig im Einsatz und selbst die Lautstärkeregelung ist von den Produzenten ideal auf die Optionen des Surrounds abgestimmt worden.

Extras
- Audiokommentar von Drehbuchautor und Regisseur Craig Brewer
- Was dahinter steckt
- Auf alle Fälle wichtig
- Die Geburt des 'Crunk'
- Premiere in Memphis
- Easter Egg - Skinny Black
- Promotion Spots

Die Extras dauern (ohne den Audiokommentar) zirka eine volle Stunde und liegen somit im Durchschnitt von Produktionen dieses Ausmasses. Die Dokumentation 'Was dahinter steckt' bildet das Making Of und ist mit einer halben Stunde Lauflänge das längste Extra. Inhaltlich ist es sehr abwechslungsreich aufgebaut, jedoch auch recht dialoglastig da beispielsweise keine Stuntszenen analysiert werden können, da in diesem Film keine vorhanden sind. Die beiden kleineren Featurettes 'Auf alle Fälle wichtig' und 'Die Geburt des Crunk' sind ebenfalls sehr sehenswert da sie inhaltlich sehr informativ sind.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Hustle & Flow
Genre Drama
Studio MTV Films
Verleih Paramount Home Entertainment
Laufzeit ca. 112 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Craig Brewer
Darsteller Terrence Howard, Taryn Manning, Ludacris, Anthony Anderson, DJ Qualls
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.78:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Türkisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 29.06.06

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