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Going the Distance



Release:
25. Mai 2006

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Kurzkritik:
Die kanadische Antwort auf 'Road Trip' weiss durchaus zu überzeugen und glänzt mit sehr vielen humorvollen Szenen und Sequenzen. Der Film wirkt an und für sich äusserst abwechslungsreich und zieht mit viel Charme über eine Menge Klischees hinweg, welche den Zuschauer beinahe minutiös zum Lachen auffordert. Komplexität und Spannung geht unter diesen Faktoren zwar leider verloren, die Schauspieler hingegen wirken jedoch sehr sympathisch (wenn auch nicht professionell) und machen ihre Arbeit zufrieden stellend gut.







Inhaltsangabe

Nick (Christopher Jacot) hat gerade die High School hinter sich gebracht und weiss genau, was er will: heiraten, Karriere machen - ganz anders als seine ausgeflippten Hippie-Eltern. Aber seine Freundin Trish (Katheryn Winnick) lässt sich von einem einflussreichen, sexbesessenen Musikproduzenten einwickeln und fliegt mit ihm zu den MuchMusic-Video-Awards nach Toronto. Nick will sie zurückholen! Doch seine beiden besten Kumpels Tyler (Shawn Roberts) und Dime (Ryan Belleville) haben ganz andere Pläne: In einem klapprigen Wohnmobil verpassen sie Nick ein echtes Road-Trip-Abenteuer - mit sexy Anhalterinnen, einem gefährlichen Fremden und jeder Menge Überraschungen...



Kritik

National Lampoon hat wieder einmal zugeschlagen. Das witzige Comedy-Fabrikat, welches von Harvard-Studenten gegründet wurde, kann in den letzten Jahren ausschliesslich positive Produktionen ihr Eigen nennen, denn die National Lampoon Filme grenzen beinahe schon an Kult. Die Inhalte der Filme haben selten etwas gemein, jedoch bringt der Stil immer denselben, abgedrehten Humor mit sich. Kelly Senecal (’Die Addams Family’) und Eric Goodman (sein erstes Skript) schrieben das Drehbuch zu diesem Roadmovie und kreierten eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Geschichte, gespickt mit massenweise skurriler Szenen und nackten Tatsachen – wie es sich für Roadmovies nun mal gehört. Das ganze beginnt damit, dass Nick nach einer wilden Party mit einem deftigen Kater in seinem Wohnmobil aufwacht, welches bereits schon fährt und von seinen beiden Kumpels Tyler und Dime gesteuert wird. Nick hatte vor seine Freundin in Toronto zu besuchen die geblendet vom Erfolg mit einem Musikproduzenten mitreiste. Die grosse Reise hat begonnen.

Unterwegs treffen die drei Jungs in klassischer Roadmovie-Manier auf die unterschiedlichsten extravaganten Charaktere, die die unmöglichsten und unselten unwitzigen Dinge vorhaben. Alle jedoch in sich abgeschlossen, was dem Zuschauer ermöglicht auch mal bei einer Szene zu fehlen (Popcorn machen in der Küche) und dann trotzdem noch dem Filmgeschehen folgen zu können. Dieser Aspekt jedoch ist auch dafür verantwortlich, dass ’Road Party’ keinerlei Anzeichen von Komplexität aufweist und in punkto dessen ziemlich lausig daherkommt. Die Schauspieler wirken nicht überaus professionell, brauchen sie aber auch gar nicht zu sein, da es ihre zu verkörpernden Charaktere nicht verlangen. Der Humor schadet aber keineswegs unter diesem Faktor. Besonders Dime, gespielt von Ryan Belleville kann in einigen Sequenzen unglaublich witzig erscheinen (beispielsweise beim illustren Eislecken an der Autobahnrasstätte, für welche er auch den kanadischen Comedy-Preis einheimste). Hauptdarsteller Christopher Jacot wirkt zwar emotional ein bisschen zu künstlich, wobei dieser Faktor durch unzählbare weitere Kitscheffekte überdeckt wird und so dieses Manko gar nicht gross auffällt.

Die DVD
Bild
Das Bild überzeugt durch stechend scharfe Aufnahmen in der Detailzeichnung. Auch gefallen Farbgebung und Kontrast mit angenehmen Werten. In der Ferne lässt die Schärfe jedoch leider nach und auch dunkel gehaltene Szenen können nicht vollends überzeugen, da ein leichtes Rauschen auftritt. Nebst den Nachtclub-Szenen, die eindeutig mit einem zu schlechten Kontrast bestückt sind, wissen jedoch die Outdoor-Szenen zu gefallen.
Sound
Das wichtigste bei Komödien sind und bleiben nun einmal die Dialoge, die auch bei diesem Film sehr gelungen sind. Egal, ob nun die deutsche oder die englische Tonspur. Effektgewitter bleiben jedoch erwartungsgemäss aus und so wird das Surround-System auch nicht an seine Grenzen gebracht. Nur hätte man mit der Musik ein wenig mehr machen können bzw. sie räumlicher wiedergeben dürfen.

Extras
- Trailer


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Going the Distance
Genre Roadmovie
Studio Chum & Brightlight Pictures
Verleih Paramount Home Entertainment
Laufzeit ca. 89 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Mark Griffiths
Darsteller Matt Frewer, Jackie Burroughs, Avril Lavigne, August Schellenberg, Katheryn Winnick
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.85:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 06.06.06

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