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The Descent



Release:
12. Juni 2006

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Kurzkritik:
'The Descent' beginnt, um es im Klartext zu schildern, äusserst ermüdend und langatmig. Die zweite Hälfte jedoch strotzt überraschenderweise nur so von eiserner Spannung, tadellos gelungenen Schockeffekten und einer schaurigen Atmosphäre, die den Zuschauer unfreiwillig in den Sitz krallen lässt. Die DVD bietet im akustischen Bereich ein breites Angebot, jedoch hätte man die Extras ein bisschen vielseitiger gestalten können.







Inhaltsangabe

Eine Extremsport-Clique, bestehend aus sechs jungen Frauen, unternimmt eine Klettertour in eine bislang unerforschte, abgelegene Höhle. Als ihnen der Rückweg durch Felsen versperrt wird, bleibt ihnen nichts anderes übrig als weiter in das dunkle, weit verzweigte Höhlensystem vorzudringen und nach einem anderen Ausgang zu suchen. In der immer bedrohlicher wirkenden Unterwelt beginnt für die Frauen ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit. Zu ihrem blanken Entsetzen stellen sie zudem fest, dass sie in ihrem dunklen Gefängnis nicht allein sind: Etwas Furchtbares lauert in der Dunkelheit und lässt die Freundinnen plötzlich zu erbarmungslos Gejagten werden. Aus dem Abenteuertrip wird der schlimmste Albtraum.



Kritik

Währenddem sich die deutschen Staatsbürger mit der zensierten Fassung begnügen müssen, kommen die Schweizer in den vollen Genuss der unzensierten Version von ’The Descent’. Das englische Produktionsteam um den Regisseuren Neil Marshall, der bereits vor sieben Jahren für ’Combat’ auf dem Klapptsuhl sass, konfrontierte sich mit einer schwierigen Aufgabe: Ein Film der sich mehr oder weniger komplett in einer stockdunklen, engen Höhle abspielt. Hier gestaltet sich das gezielte Filmen als schwere Aufgabe. So muss darauf geachtet werden dass die Einstellungen nicht zu einseitig wirken und so den Zuschauer in einen Halbschlaf-Zustand versetzen und ausserdem muss soviel Licht im Spiel sein dass man die Schauspieler problemlos erkennen kann, man aber immer noch merkt, dass sich die Clique in einer stockfinsteren Höhle befindet. Witzigerweise haben die Macher sich diese Schwierigkeiten gezielt vor Augen geführt und so wirken schlussendlich (und paradoxerweise) die Szenen ausserhalb der Höhle viel langweiliger, was sich aber spätestens in der zweiten Filmhälfte schlagartig ändert.

Die Höhlen-Szenerie bietet aber auch jede Menge Vorteile für einen Horrorthriller. So erzeugen die Lichtkegel der Taschenlampen so manchen grusligen Spannungseffekt, der besonders bei der ersten Begegnung mit den so genannten Crawlern (den Höhlenmenschen) schlichtweg überwältigend wirkt. Selten bekommt man solch starke Schockeffekte vor Gesicht. Ab diesem Zeitpunkt gewinnt der Film an Tempo, Spannung und Action. Die Basis für einen erfolgreichen Horrorthriller ist geschaffen und steigert sich bis zur letzten Szene zu einem ungeheuer guten Film. Ebenfalls ist die Effektvielfalt zu erwähnen: Die Höhlenmonster sollen laut Regisseur Neil Marhsall den Nosferatu-Vampiren aus Rumänien ähneln, was den Machern durchaus gelungen ist. Für ein europäisches B-Movie sind die Maskeneffekte enorm gut gelungen. Wäre Gollum aus ’Der Herr der Ringe’ nicht digital, hätten ihn wohl die Herren um Special Makeup Effects Artist Neill Morill (u.a. bei ’Land of the Dead’, ’Silent Hill’ und ’Saw 2’ mit von der Partie) erschaffen. Alles in allem kann man ’The Descent’ als gut bis sehr guten Horrorthriller einstufen, der zwar in der ersten Filmhälfte etwas schleppend daherkommt, dafür in der zweiten Hälfte umso mehr aufblüht und zu einem schaurigen Erlebnis avanciert.

Die DVD
Bild
Der Grossteil des Filmes spielt im Dunkeln. Sehr oft zeichnen sich hierbei Bildschwächen ab, indem das Schwarz nicht mehr Mattschwarz, sondern mit einem leicht erhöhten Kontrast präsentiert wird. Bei ’The Descent’ kriegt man jedoch immer Optimalwerte geliefert und sieht ein wunderbar mattes Schwarz. Die Farben zeigen sich ausserdem im besten Licht und auch der Kontrast erreicht sehr gute Werte.
Sound
Der Ton kann von der Ausgangssituation her dem Zuschauer nicht besser präsentiert werden. Er liegt in vier Sprachen vor und zu jeder Sprache gehören zwei Tonspuren; Stereo und Dolby Digital 5.1. So können Zuschauer mit Surround System die DD 5.1-Variante anhören und Zuschauer mit einem simplen TV die Stereo-Variante. So ist optimale Leistung stets garantiert. In Sachen Surround-Effekte wurde aber leider trotzdem leicht gespart.

Extras
- Trailer
- Making Of

Schade dass bei uns nicht die Doppel Deluxe-Edition erschienen ist. Diese enthält nebst dem Making Of und dem orignalen Kinotrailer noch zwei Audiokommentare mit dem Regisseur Neil Marshall, den Hauptdarstellerinnen und der Crew, Deleted Scenes, Outtakes, ein Hinter den Kulissen-Bericht, ein Storyboard-Vergleich, einige TV-Spots und eine Bildergalerie. Kurz gesagt: „Unsere“ Version ist in punkto Sondermaterial erbärmlich ausgestattet. Immerhin dauert das Making Of stolze einundvierzig Minuten, obwohl auch hierbei ein bisschen mehr Vielseitigkeit nicht fehl am Platz gewesen wäre.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel The Descent
Genre Horrorthriller
Studio Celador Films
Verleih Warner Home Video
Laufzeit ca. 96 Minuten
FSK ab 18 Jahren
Regie Neil Marshall
Darsteller Shauna Macdonald, Natalie Jackson Mendoza, Alex Reid, Saskia Mulder, MyAnna Buring, Nora-Jane Noone
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Deutsch: Stereo & Dolby Digital 5.1
Französisch: Stereo & Dolby Digital 5.1
Italienisch: Stereo & Dolby Digital 5.1
Englisch: Stereo & Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Französisch, Italienisch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 22.06.06

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