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Die 'Battlefield'-Serie zählt nicht nur zu den ältesten Taktik-Shootern, sondern auch nach wie vor zu den beliebtesten. Dass die Spieleschmiede DICE auch vielseitig ist, hat sie in den letzten Jahren bewiesen: Mit 'Hardline' verschob man das Geschehen von einem Krieg- in ein Polizei-Setting, mit 'Battlefield 2142' ging's in die Zukunft, mit den Teilen 3 und 4 wieder in die Neuzeit und mit 'Battlefield 1943' analog dem Erstlingswerk zurück in den Zweiten Weltkrieg. Was bisher fehlte waren die Geschehnisse des Ersten Weltkriegs, welche nun unter dem schlichten Titel 'Battlefield 1' nachgereicht werden.

Eines vorneweg: Sowohl Einzelspieler als auch Online-Spieler werden ihre Freude daran haben. Spielerisch wie auch von den Schauplätzen her wird ein breites Spektrum geboten: Nicht nur die berühmte Westfront (zwischen dem Ärmelkanal und der Schweizer Grenze) steht im Fokus, sondern auch exotischere Plätze wie die Alpen oder die Wüste Arabiens am Rande Europas. Wie von 'Battlefield' gewohnt, sind auch wieder zahlreiche Fahr- und Flugzeuge mit von der Partie. Seien dies legendäre Doppeldecker-Maschinen, majestätische Luftschiffe oder die auffälligen britischen Mark V-Panzer.



Das Spiel verspricht pure Authentizität, was sich insbesondere in der Startmission zeigt. Dieser Auftakt ist überaus intensiv ausgefallen. Mittendrin, auf einem Schlachtfeld an der Westfront, beginnt man unter starkem Beschuss verzweifelt gegen eine übermächtige Front anzukommen. Links und rechts fliegen die Kugeln vorbei, bis man früher oder später selbst tödlich getroffen wird. Eine Grabinschrift mit Name, Geburts- und Todesjahr fungiert als "Game Over"-Symbol, was die Schrecken des Krieges nochmals verdeutlicht und belegt, wie viele junge Männer damals tatsächlich ihr Leben verloren. Nahtlos geht’s danach weiter in ein Szenario einige Meter nebenan, in dem man als MG-Schütze und anschliessend bei einem fahrenden Mark V die Kanone bedient. Ringsherum Blut und Verderben und als Spieler ist man mittendrin verzweifelt am Gegner erlegen, immer mit einem "Warum?" im Hinterkopf - ist dieses Grauen doch tatsächlich vor gerade mal einhundert Jahren passiert. Nach diesem heftigen, aber gelungenen Input kann man in den Einzelspielermodus starten und fünf voneinander unabhängige, so genannte 'Kriegsgeschichten' spielen. In 'Durch Morast und Blut' geht's zurück an die Westfront, mit 'Einflussreiche Freunde' wartet ein packendes Flieger-Abenteuer auf den Spieler oder mit 'Nichts steht geschrieben' kann man sich auch im Wüstensand durchschlagen. Alles sehr authentisch und stimmungsvoll gehalten - dieses Spielerlebnis geht buchstäblich unter die Haut.



So viel zum Einzelspielermodus. Doch auch die Online-Modi können sich sehen lassen. Neun Karten warten auf die Spieler, welche im Gegensatz zu älteren 'Battlefield'-Maps sehr weitläufig ausgefallen sind. So sind zwar beliebte Granaten-Ziele wie Engpässe ausgemerzt, doch Scharfschützen haben ein viel freieres Schussfeld und können vom Spielfeldrand bequem ihre Kill-Rate hoch jagen. Offensichtlich hat DICE jedoch damit gerechnet und so gibt es nicht nur für Kills viele Punkte, sondern auch für Tätigkeiten die die Spieler in ihren Soldaten-Rollen bleiben lässt (zum Beispiel Mitspieler wiederbeleben oder Munition organisieren). Damit werden Online-Fans viele Stunden Spielspass verbringen können. 'Battlefield 1' trägt daher verdient diesen Namen, da es genau das bietet, was man von der Marke 'Battlefield' erwartet.


Genre: Action-Shooter
Plattformen: Xbox One, Playstation 4, PC
Release: 20. Oktober 2016
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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verfasst von Philipp Fankhauser
26. Oktober 2016

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