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Malasaña 32
von
Albert Pintó
 

"Nur ein weiterer Haunted-House-Film? Falsch! Dieser spanische Horror bleibt in Erinnerung!"

 
Release: 28. Oktober 2021
 
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Inhalt
Im Jahr 1976 zieht es Familie Olmedo von ihrem Heimatdorf in die spanische Hauptstadt Madrid. Dort, so ihre Hoffnung, sind die Chancen auf ihr privates und berufliches Glück grösser. Sie kaufen ein traumhaftes, grosszügiges Apartment in der begehrten Calle de Manuela Malasaña 32. Doch schon bald muss die sechsköpfige Familie feststellen, dass ihnen vor dem Kauf etwas verheimlicht wurde. Denn sie sind nicht allein... Merkwürdiges geht in der Wohnung vor sich und das pure Böse bahnt sich einen Weg in ihre Mitte.
 
Originaltitel Malasaña 32
Produktionsjahr 2020
Genre Horror
Laufzeit

ca. 105 Minuten

Altersfreigabe ab 16 Jahren
Regie Albert Pintó
Darsteller Begoña Vargas, Iván Marcos, Bea Segura, Sergio Castellanos, José Luis de Madariaga
     
Kritik
Ein Blick auf die Story von 'Malasaña 32' lässt beim Zuschauer eigentlich die Erwartungen nicht allzu hoch steigen: Ein klassischer Haunted-House-Film, bei dem eine Familie in ein neues (von Geistern heimgesuchtes) Zuhause zieht. Die Tatsache, dass der Film aus spanischer Produktion kommt, ändert leider an der Erwartungshaltung auch nicht viel - stammen doch erfahrungsgemäss die besten Horrorfilme der letzten Jahre nach wie vor aus den USA. Doch 'Malasaña 32' überrascht - im positiven Sinne. Denn Regisseur Albert Pintó (zweifacher Gewinner am katalonischen Film Festival Stiges) und die vier Autoren verstehen ihr Handwerk: Man beginnt mit viel Tempo - und die Spannungssteigerung verläuft ausgeglichen, aber steil nach oben. Dies merkt man insbesondere daran, dass die Gruselmomente und Jump Scares von Minute zu Minute besser und auch intensiver werden. Nicht selten erinnert der Streifen an die Genre-Referenz 'The Conjuring' von James Wan aus dem Jahre 2013. Pintó und sein Team zeigen frischen, innovativen Horror und geniessen es sichtlich, die prägnanten Gänsehaut-Szenen in die Länge zu ziehen (bestes Beispiel: Blick durch das grüne Küchenfenster - sowie Pepes «Brieffreundin» vom Haus gegenüber). Auch die Tatsache, dass der Film nicht wie sonst üblich bei Haunted-House-Filmen in einem abgelegenen Landhaus, sondern inmitten der Grossstadt Madrid spielt, tut dem Streifen gut und gibt ihm Möglichkeiten, die man auf dem Land nicht hätte. Ebenso wirken auch die Familienmitglieder von Anfang lebendig, sind mit Geschichten und Persönlichkeiten gefüllt und dienen nicht nur als «Mordopfer». So ist beispielsweise auch die Tatsache spannend, dass die Familie irgendwann einsieht, dass sie aufgrund der Dämonen nicht im Haus bleiben möchte (nicht so wie in anderen Horrorfilmen). Doch die finanzielle Situation lässt einen erneuten Umzug nicht zu, wenn die Familie nicht unter der Brücke nächtigen will - was natürlich bei einem dementen, auf medizinische Hilfsgeräte angewiesenen Grossvater nicht geht. So kann man 'Malasaña 32' auch durchaus als intelligenten Horrorfilm bezeichnen. Gegen Ende, wenn der Film sein ganzes «Horrorpulver» verschossen hat, überschlagen sich zwar Story-technisch etwas die Ereignisse, doch die Fähigkeit das Publikum zu gruseln, besitzt 'Malasaña 32' zweifelsohne. Nur ein weiterer Haunted-House-Film? Falsch! Dieser spanische Horror bleibt in Erinnerung!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Studiocanal
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: 5.1 DTS-HD MA
Spanisch: 5.1 DTS-HD MA
Untertitel Deutsch
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Trailer

Mehr als einige Trailer zu weiteren Neuheiten ist im Bonusmaterial zu 'Malasaña 32' leider nicht vorhanden.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 16.11.21
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