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Inhalt |
New York, 1943: Der gefeierte Songtexter Lorenz Hart (Ethan Hawke) steht an einem Wendepunkt seines Lebens. Während sein langjähriger Partner Richard Rodgers (Andrew Scott) mit dem Musical 'Oklahoma!' einen neuen Karriereabschnitt beginnt, kämpft Hart mit Einsamkeit, Alkoholproblemen und der Angst, in Vergessenheit zu geraten. In einer einzigen Nacht treffen Erinnerungen und verpasste Chancen aufeinander. Zwischen Gesprächen mit Freunden und Fremden wird Hart gezwungen, sich seiner Vergangenheit zu stellen. So entsteht das Porträt eines aussergewöhnlichen Künstlers, der trotz seines Erfolgs nie inneren Frieden fand. |
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| Originaltitel |
Blue Moon |
| Produktionsjahr |
2025 |
| Genre |
Drama |
| Laufzeit |
ca. 100 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 12 Jahren |
| Regie |
Richard Linklater |
| Darsteller |
Ethan Hawke, Bobby Cannavale, Margaret Qualley, Andrew Scott, Patrick Kennedy |
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Kritik |
Regisseur Richard Linklater ('Before Sunset') widmet sich mit 'Blue Moon' einer der schillerndsten und zugleich tragischsten Persönlichkeiten des Broadway: Dem Songtexter Lorenz Hart. Gemeinsam mit seinem langjährigen Komponistenpartner Richard Rodgers schuf Hart unvergessene Klassiker wie Blue Moon, The Lady Is a Tramp oder My Funny Valentine. Der Film konzentriert sich jedoch nicht auf seine grössten Erfolge, sondern auf einen Wendepunkt in seinem Leben: Den Abend der Premiere von 'Oklahoma!', als Rodgers ohne ihn ein neues Kapitel begann und Hart zunehmend mit Alkohol, Selbstzweifeln und gesundheitlichen Problemen kämpfte. Das Drehbuch von Robert Kaplow erzählt diese Geschichte bewusst intim. Statt eines klassischen Musiker-Biopics entwickelt sich ein feinfühliges Kammerspiel (in Echtzeit!) über kreative Eifersucht, Vergänglichkeit und den Preis künstlerischen Erfolgs. Die Dialoge sind pointiert und voller Zwischentöne, auch wenn sich der Film gelegentlich etwas zu sehr in den Gesprächen verliert. Gerade diese Zurückhaltung macht Harts innere Zerrissenheit jedoch greifbar. Richard Linklater inszeniert den Film mit grosser Eleganz. Lange Einstellungen, unaufdringliche Kameraführung und eine detailverliebte Ausstattung versetzen das Publikum glaubwürdig ins New York der 1940er-Jahre. Die Musik dient dabei nicht als Selbstzweck, sondern unterstreicht die emotionale Entwicklung der Figuren. Der Film verzichtet bewusst auf grosse dramatische Gesten und setzt stattdessen auf stille Momente, die lange nachwirken. Herausragend ist Ethan Hawke als Lorenz Hart. Er verkörpert den brillanten Texter als ebenso witzigen wie verletzlichen Mann, dessen Talent zunehmend von seinen persönlichen Dämonen überschattet wird. Andrew Scott überzeugt als Richard Rodgers mit zurückhaltender Präsenz, während Margaret Qualley das Ensemble wirkungsvoll ergänzt. 'Blue Moon' ist kein klassisches Biopic, sondern ein melancholisches Porträt eines aussergewöhnlichen Künstlers. Wer sich auf das ruhige Erzähltempo einlässt, erlebt ein klug geschriebenes und hervorragend gespieltes Drama. Grossartig geschriebenes Kammerspiel voller brillanter Dialoge und grosser Schauspielkunst! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 21.07.26 Unser Wertungssystem
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