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Die Geschichte um die, inzwischen legendär gewordene 'Tiger Woods PGA Tour'-Reihe geht bis ins Jahr 1998 zurück. Seither erschien jedes Jahr ein neuer Ableger und - man glaubt es kaum – selbst im vierzehnten Teil der Reihe gibt es noch Neuerungen. Bei einer Golfsimulation schwer vorzustellen – zumindest für den Laien. Denn Kenner dieser Videospielreihe wissen schon längst: Virtuell zu Golfen ist nicht nur ein Point&Click-Erlebnis mit dem dazugehörigen Timing, sondern weitaus komplexer.

Und so ist auch bereits die Überleitung zu einer der grössten Neuerungen gemacht: Das erste Mal seit Beginn der 'Tiger Woods PGA Tour'-Reihe hat man einen persönlichen, optisch vorhandenen Caddie mit an seiner Seite. Und wer sich mit dem Golfsport etwas auskennt weiss auch, dass ein Caddie nicht nur gut dafür ist die Bälle und Schläger einzusammeln und dem Spieler zu einem gelungenen Schlag zu applaudieren. Caddies wägen sämtliche Faktoren (Wind, Ball-Lage, Distanz) ab und geben vor jedem neuen Loch eine Empfehlung des Schlags sowie des Schlägers. Dies ist auch bei 'Tiger Woods PGA Tour 12' nicht anders.



Vor jedem Schlag kriegt man vom Caddie eine empfohlene Vorgabe, kann aber natürlich auch alle Einstellungen manuell vornehmen. Mithilfe des Caddies lässt sich so ein Golfspiel sichtlich leicht bestreiten. Unter besten Voraussetzungen kommt man spielend einfach auf das Green - vorausgesetzt man beherrscht das Schiessen mit dem analogen Stick. Allerdings passiert es meistens genau auf dem Green selbst, das eine bis dahin gut gespielte Runde zu einem unbeliebten Birdie oder schlimmer führt. Denn das dortige, unebene Gelände auszuwägen und den korrekten Schusswinkel sowie das –tempo zu definieren, übernimmt der Caddie nicht – und genau hier könnte man den jungen Mann bestens gebrauchen. Objektiv betrachtet ist es aber auch besser so: Denn sonst würde das über Jahre hinweg aufgebaute Niveau in Sekundenschnelle auf die Schwierigkeit eines Broweser-Minigolf-Games sinken. Neu ist auch - und dies ist besonders für Golf-Fans ein Schmankerl - dass man endlich auch auf dem Augusta National Golf Club antreten kann. Die weltberühmten Löcher der Amen Corner warten auf den Spieler und die Jagd auf das Green Jacket kann beginnen. Wie in den Vorgängern bastelt man sich zu Karrierebeginn einen Golfer zusammen und bestreitet mit ihm den langen und mühseligen Weg bis zum Masters-Champion.



Auch optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger einiges getan: Zum ersten Mal in der Geschichte der Spielereihe wird das Gras vollends in 3D dargestellt, was für zusätzliche Authentizität sorgt. Gameplay-technisch können sich die eiligen Spieler über das neue 'Fast Golf'-Feature freuen, mit Hilfe dessen man eine komplette Runde gut in der Hälfte der sonst benötigten Zeit spielen kann. Und neu ist auch der 'Presidents Cup' verfügbar, bei dem sich das US-Team mit den besten nicht-europäischen Golfern misst. Für Kurzweil ist somit zur Genüge gesorgt.


Genre: Golf-Simulation
Plattformen: XBox360, PS3, Wii
Release: 30. März 2011
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
20. April 2011

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