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Eigentlich ist es ein Phänomen, wie es jedes Jahr ein Spiel in kürzester Zeit an die Spitze der Verkaufscharts schafft, dass eigentlich genau so aussieht wie letztes Jahr. Gut, Electronic Arts kündet zwar jedes Jahr neue Änderungen an, aber seitdem sich Konamis 'Pro Evolution Soccer' mit dem zweiten Platz zufrieden gegeben hat, hat EA es eigentlich gar nicht mehr nötig mit neuen Features noch mehr Spieler anzulocken. Wer virtuellen Fussball spielen will, der zockt bereits heute zu neunzig Prozent 'FIFA'.

Dieses Jahr macht besonders die neue 'Player Impact Engine' auf sich aufmerksam, an der über zwei Jahre lang gewerkelt wurde. Und - man glaubt es kaum - revolutioniert diese Engine tatsächlich den virtuellen Fussball. Dieses neue Physik-Gerüst sorgt für realistischere Kollisionen und Zweikämpfe und merzt so die nervigen Clipping-Fehler (zwei Spieler "verhaken" sich ineinander) beinahe gänzlich aus. So ist es nun auch deutlich schwieriger dem Gegner, selbst bei einem tief eingestellten Schwierigkeitsgrad, den Ball abzuluchsen. Es sind Präzision sowie Timing gefragt, plus zudem im richtigen Moment die Flugrichtung des Balles zu bestimmen – ansonsten gerät sofort der Gegner wieder in Ballbesitz.



Auch wurde die Defensivsteuerung runderneuert. Neu hat man die Möglichkeit, bewusst zwischen dem Gegner und dem eigenen Tor den Raum zuzumachen und so den gegnerischen Spieler dazu zu zwingen, nach Alternativen zu suchen um zum Abschluss zu kommen. Ebenso ist das Präzisions-Dribbling neu, was veranlasst dass man den Ball so gut wie noch nie unter Kontrolle halten kann - dies ermöglicht selbst Pässe und Schüsse auf engstem Raum. Diese lediglich drei Neuerungen ('Player Impact Engine', Defensivsteuerung und Präzisions-Dribbling) machen aus 'FIFA 12' ein fast komplett neues Spiel und werden selbst eingefleischte Zocker, welche auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad spielen, ganz schön fordern. Ansonsten ist ziemlich alles beim Alten geblieben. Der Karrieremodus ist immer noch gleich aufgebaut, auffallend ist aber dass die ganze Spielertransfer-Geschichte mehr an Bedeutung gewann. Nun melden sich Spieler aus dem eigenen Team, welche wenig bis gar nicht zum Einsatz kommen, beim Manager, dass sie im nächsten Transferfenster gerner verkauft würden. Und der letzte Tag jedes Transferfensters wird sogar (ganz spannend) stündlich abgearbeitet und gibt die Möglichkeit, selbst eine Stunde vor Schluss noch einen Topspieler verpflichten zu können.



EA’s Versprechen, das Publikum aktiver und authentischer zu gestalten, wurde aber leider nur ansatzweise erfüllt. Die Fans johlen nun zwar sehr schön mit und tragen neben den Vereinfarben auch Fahnen und Schals mit sich. Aber ganz ehrlich, die 2D-Pappaufsteller der Zuschauer sind mittlerweile auf keinen Fall mehr zeitgemäss. Die beiden Kommentatoren wurden zudem kaum bis gar nicht überarbeitet. Sie klopfen dieselben Sprüche wie bereits in 'FIFA 11' und vertun sich immer noch sehr oft (bei Finalspielen melden sie dass es wahrscheinlich zu einem Unentschieden kommt und die erste Ecke in einem Spiel kommentieren sie zuweilen mit „Schon wieder eine Ecke“). Alles Sachen die verbesserungsfähig sind. Aber sonst hätte Electronic Arts ja für 'FIFA 13' gar keine Neuerungen mehr zu bieten.


Genre: Fussballsimulation
Plattformen: XBox360, PS3, Wii, PC, Nintendo 3DS, PSP
Release: 25. September 2011
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
26. Oktober 2011

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