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Sechs Jahre mussten die Fans ausharren bis 'Hitman' nun endlich mit einer neuen Version in den Verkaufsläden steht. Es ist tatsächlich bereits der fünfte Teil, indem Agent 47 als emotionsloser, kahlköpfiger Kopfgeldjäher seine Zielpersonen jagt. In der Zwischenzeit erschien sogar ein Kinofilm zur Spieleserie, was zugleich auch unterstreicht dass Agent 47 mittlerweile zu einem wahrhaftigen Typus in der Videospielwelt geworden ist. Ganz klassisch in dunklem Anzug und roter Krawatte macht er sich erneut daran, seine Auftragsopfer aufzuspüren und eiskalt zu eliminieren.

Das zuständige Entwicklerstudio ist erneut IO Interactive, welches bereits alle vier vorangehenden 'Hitman'-Spiele entwickelte und als letztes Projekt 'Kane & Lynch 2' verzeichnen kann. In 'Hitman 5: Absolution' gingen sie mit der Zeit und haben deutlich mehr Wert auf eine gute Story gelegt. Verglichen zu den Vorgängern gibt es viel mehr Filmeinspieler und die Missionen wirken nicht mehr „nur“ aneinandergereiht, sondern ergeben auch Sinn bezüglich des Spielfortschritts. Neueinsteiger dürften es jedoch schwer haben die Hintergrundgeschichte um Agent 47 zu erfahren, da diese quasi ausser Acht gelassen wird. Damit man den Einstieg in die Story versteht, wäre ein offensichtlicher Rückblick sicherlich hilfreich gewesen.



Vom Spielerischen her findet man sich sehr schnell inmitten des Geschehens. Gleich in der allerersten Spielszene steht man seinen Gegner gegenüber und lernt in einem sehr kurzen Tutorial-Teil die wichtigsten Spielfunktionen. Weitere Funktionen werden dann im Verlaufe der ersten Mission nach und nach eingeblendet, weswegen man sehr schnell ins Spiel findet. Dass jedoch das untergeordnete Spielziel, möglichst unentdeckt und mit möglichst wenig abgefeuerten Schüssen die Mission abzuschliessen ist, wird dem Spieler leider nicht ganz so transparent eingebläut, so dass man diesen Grundsatz erst in den darauffolgenden Missionen erkennt. Hauptaugenmerk liegt aber nach wie vor bei den Auftragsmodern. Zu Beginn jeder Mission erhält man die Info wo sich das „Ziel“ befindet und wird via GPS dorthin geführt. Alles dazwischen obliegt der Kreativität des Spielers. Ob man in Schleich- oder Rambo-Manier oder auch per Geisel-Schutzschild durch die Levels geht, ist jedem selbst überlassen - und dies macht letztendlich die 'Hitman'-Reihe auch so einzigartig. Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto wichtiger ist auch eine ordentliche Planung vor und während einer Mission. Ebenfalls zu den Freiheiten des Spielers zählen die unzähligen Möglichkeiten seine Gegenspieler ins Jenseits zu befördern. So verhelfen nicht nur Stich- und Schusswaffen dazu, sondern auch viele zweckentfremdete Alltagsobjekte sowie herumliegende Stromleitungen.



Von der Steuerung her überzeugten die vorangehenden 'Hitman'-Titel leider weniger - dies ist bei 'Absolution' jedoch anders. Alles geht flüssig vonstatten, per Knopfdruck kann man quasi an jeder geeigneten Stelle blitzschnell in Deckung gehen und wenn man sich an Abhängen entlangschleicht oder auf Dächer klettert lässt dies technisch ebenfalls keine Wünsche offen. Optisch überzeugen vor allem die wunderschönen und gelungenen Lichteffekte, welche die Levels jeweils in eine eigene Atmosphäre tauchen lassen. Auch die Detailverliebtheit der Entwickler ist jederzeit spürbar. So ist gleich zu Beginn die Villa, in die einzudringen ist, ein eindrückliches Beispiel dafür. Zusammenfassend kann man sagen, dass bei 'Hitman' auch nach sechs Jahren Pause die Luft noch lange nicht raus ist. Fans können sich wohl ziemlich sicher auf einen weiteren Ableger einstimmen.


Genre: Actionshooter
Plattformen: Xbox360, PS3, PC
Release: 20. November 2012
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Publisher: Square Enix


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Herzlichen Dank an Square Enix für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
11. Januar 2013

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