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Vor siebzehn Jahren wurde ohne Zweifel eine Videospiel-Kultikone geschaffen: Lara Croft. Im Laufe der Jahre wurde sie zur berühmtesten Game-Heldin überhaupt, erhielt Romanumsetzungen sowie Kinofilme - und natürlich Fortsetzung um Fortsetzung ihres Videospiels 'Tomb Raider'. Begonnen hatte alles im Jahre 1996, worauf jährlich ein weiterer Teil der damals sehr erfolgreichen Spieleserie erschien. Angekommen im neuen Jahrtausend, flachte dann der Erfolg etwas ab. 'The Angel of Darkness' enttäuschte 2003, mit 'Legend' und 'Anniversary' und 'Underworld' ging es dann aber langsam wieder aufwärts.

Nun will Crystal Dynamics (welche seit 'Legend' die 'Tomb Raider'-Lizenz besitzt) mit einer Neuauflage erneut an die Spitze der Spielecharts. Das diesjährig erscheinende 'Tomb Raider' stellt einen Reboot der Serie dar. Eine junge, unerfahrene Lara Croft, frisch von ihrem Archäologiestudium, befindet sich auf einer Expedition, die als Ziel das Finden der geheimnisvollen Insel Yamatai hat. Es kommt wie es kommen muss: Das Schiff kentert in einem Sturm, Lara kann sich an Land retten, wird aber k.o. geschlagen und findet sich anschliessend kopfüber und gefesselt in einer Höhle wieder. Hier beginnt das Abenteuer für den Spieler - zum vermutlich besten 'Tomb Raider' der letzten fünfzehn Jahre.



Das Spiel hat viele tolle Aspekte. Sehr gelungen ist die Geschichte, die sich sehr fliessend erzählt. Nichts Kompliziertes, kein Vorwissen erforderlich und dennoch sehr spannend und mit vielen Cliffhangern bestückt. Zudem ist auch die Steuerung sehr logisch und simpel aufgebaut und lässt so den Spieler in minutenschnelle vertraut mit dem Game werden. Die Levels sind weitestgehend linear aufgebaut, machen aber auf den ersten Blick nicht den Anschein danach, da die Detailvielfalt überwiegt. Da haben sich die Designer wahrlich ins Zeug gelegt - selbst für ganz kurze Levelsequenzen wurden wunderschöne Kulissen und Spielabläufe geschaffen. 'Tomb Raider' war seit jeher dafür bekannt, nicht nur Geballer, sondern auch Rätselaufgaben zu bieten. Diese konnten durch Hebel ziehen, Steine verrücken und Lifte bedienen in der richtigen Zeit gelöst werden. Jene kommen im neuen 'Tomb Raider' leider etwas zu kurz, überzeugen dann aber doch in ihrer Komplexität, wenn sie dann mal vorkommen. Vom Schwierigkeitsgrad her ist das Spiel ausgewogen. Die Savepoints befinden sich fast überall (besonders vor schwierigen Passagen) weswegen selten lange Sequenzen wiederholt werden müssen. Zudem ist Laras Gesundheit selbstheilend, sofern sie einen Ort zum Ausruhen findet. Auch ihr Waffenarsenal mag zu überzeugen - von der klassischen Pistole über Schrot- und Maschinengewehre ist der Bogen aber die bevorzugte Waffe. Dieser kann neben Feuerpfeilen auch Seile schiessen, die zum Überqueren von Schluchten oder Einreissen von Gebäuden und Gegenständen dienen.



Wie bereits erwähnt handelt sich bei diesem 'Tomb Raider' um einen Reboot der Serie - quasi die Anfänge von Lara Croft. So erlebt man zu Beginn eine ungewohnt scheue und ängstliche Lara. Sie zittert vor Kälte, verzweifelt in schwierigen Situationen sehr schnell und weint auch oft. Im Verlaufe des Spieles wird sie allerdings sichtlich mutiger, stärker und selbstbewusster. Dieser Wandel ist den Machern äusserst gut gelungen. Laras Befinden überträgt sich so sprichwörtlich auf den Spieler und lässt ihn intensiv mitfiebern, ständig mit dem Gedanken im Hinterkopf, Lara am Ende des Spiels als Heldin dastehen zu sehen. Fazit: Der Reboot von 'Tomb Raider' ist überaus gelungen und lässt auf viele neue Titel hoffen, welche die 'Tomb Raider'-Abenteuer aufs Neue aufleben lassen werden.


Genre: Action-Adventure
Plattformen: Xbox360, PS3, PC
Release: 5. März 2013
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Publisher: Square Enix


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Herzlichen Dank an Square Enix für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
14. März 2013

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