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Autoball. Eine Sportart, bei welcher Autos Fussball spielen und versuchen einen übergrossen Ball ins gegnerische Tor zu befördern. Auch wenn es viele bezweifeln: Autoball gibt es tatsächlich. Die Ursprünge der Sportart gehen sogar bis in die dreissiger Jahre zurück. Ab 2005 erlebte sie dann eine Wiederbelebung - zum einen durch das britische TV-Automagazin 'Top Gear' sowie durch die 'TV total' Autoball-Showevents von Stefan Raab. Nun, ein paar Jahre später, scheint sich dieser Trend im Videospielsektor mit 'Rocket League' zu etablieren.

Der Nachfolger des 2008 veröffentlichten 'Supersonic Acrobatic Rocket-Powered Battle Cars' erschien bereits vor einem Jahr für die PlayStation 4 sowie für den PC. Nun, in einer aufpolierten Collector's Edition erschienen, kommen endlich auch die Xbox One-Spieler in den Genuss des süchtig-machenden futuristischen Hochgeschwindigkeits-Autoballspiels. So simpel wie das Prinzip von 'Rocket League' ist, so süchtig macht das Spiel letztendlich auch. Ein Erfolgsrezept, welches insbesondere im Multiplayer-Modus über sehr lange Zeit zu unterhalten weiss und auch wieder den lokalen Splitscreen zu einem Revival verhilft.



Gespielt wird im Modus 1-gegen-1 bis hin zu 4-gegen-4, jeweils in einem von mehreren Stadien, welche in sich geschlossen sind. Das heisst: Die futuristischen High-End-Autos können darin auch an den Wänden fahren. Die Ballphysik bleibt dabei jedoch realistisch. Auf dem Spielfeld verteilt befindet sich Boost-Power, welche eingesammelt und eingesetzt werden kann. Zudem können die Autos per Knopfdruck springen und sliden, was in Kombination mit der Boost-Power und den Wandfahrkünsten zu beeindruckenden und actionreichen Manövern sorgt - sofern man es dann auch im Griff hat. Die ersten Partien von 'Rocket League' im Anfänger-Schwierigkeitsgrad mögen zwar noch etwas chaotisch wirken, da die Tore mehr zufällig als gewollt getroffen werden. Besonders jene Tore, die gleich mit dem ersten Schuss nach dem Anstoss fallen, können zu Beginn deprimierend sein. Doch hat man die Steuerung nach einiger Zeit im Griff, schiesst man selbst diese Anstoss-Tore. Dann ist der Zeitpunkt gekommen um in den Profi- Schwierigkeitsgrad zu wechseln - und hier geht es dann erst richtig los. Die Matches sind spannend, die Gegner fordern den Spieler erbarmungslos (sind dabei aber nicht übermächtig) und Tore in den letzten Sekunden des Spiels sind keine Seltenheit. So vergeht die Saison mit den rund dreissig Partien à je fünf Minuten wie im Flug und mit jedem Match erfindet man ein neues Manöver, den Ball noch effizienter zu treffen.



Eine zweite Saison wird man dann im Anschluss wohl nicht gleich spielen, doch die Langlebigkeit des Spiels wird durch den Multiplayer-Modus zweifelsohne sichergestellt. Eine Basketball- und Eishockey-Adaption als zusätzliche Modi sind zwar gut gemeint, erhöhen den Langzeitspielfaktor aber nicht bedeutend. Online bietet das Spiel die ultimative Herausforderung, denn mittlerweile tummeln sich bereits zahlreiche Cracks im Netz. Wer es jedoch gemütlicher angehen möchte, dem sei der lokale Mehrspielermodus ans Herz gelegt. Bis zu vier Spieler können sich dabei vom Sofa aus zeitgleich ein Match liefern. Entweder 2-gegen-2, 1-gegen-3 oder zu viert gegen den Computer. Da die Steuerung schnell erlernt ist, sorgt dieser Modus letztendlich für den längsten Spielspass - und lässt den guten, alten Splitscreen wieder in voller Blüte aufleben.


Genre: Sportspiel
Plattformen: Xbox One, PlayStation 4, PC
Release: 23. Juni 2016
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: 505 Games


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verfasst von Philipp Fankhauser
4. Juli 2016

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