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Ein neues Jahr, ein neues 'FIFA' und es sei doch immer wieder dasselbe - nörgelt es meistens aus der Ecke der Nicht-Videospieler. Echte Qualität findet sich nun mal im Detail und so liess besonders eine Neuerung das 'FIFA'-Fanlager aufhorchen: Für 'FIFA 17' wurde von der Ignite-Game Engine auf die ebenfalls hauseigene Frostbite 3-Engine gewechselt, welche bei 'Battlefield'- und 'Need for Speed'-Titeln bereits seit 2013 erfolgreich im Einsatz ist. Zu dieser Grafik-Aufpolierung kommt auch ein Story-Modus, welchen man bereits von der 'NBA 2K'-Reihe seit längerem kennt - aber noch nie in einem Fussballspiel gesehen hat.

Jener Story-Modus mit Namen 'The Journey' wurde im Vorfeld von EA stark beworben und viele treue 'FIFA'-Spieler freuten sich nach dieser Ankündigung, im Stil von EA SPORTS Game Face sein eigenes Antlitz in einer Story zu sehen. Doch Moment: Der Protagonist ist vorgegeben - mit Name, Aussehen und Herkunft. Hinzu kommt dass lediglich mit englischen Premiere League-Teams gespielt werden kann. Dies trübt die Vorfreude zwar enorm, doch schon bald wird man feststellen, dass diese Umstände einfach notwendig waren um die Story so authentisch und filmreif darzustellen wie sie dann im Spiel auch wiedergeben wird. Und letztendlich ist sie spannender ausgefallen als erwartet.



An einem Finalspiel eines U11-Regionalturniers darf man das erste Mal mit Alex Hunter kicken - einen Elfmeter, und dies als zehnjähriger Knirps. Bald darauf findet man sich, nun etwas älter, an der Fussballakademie wieder und muss - im Gegensatz zum Virtual Pro - nicht nur während den Fussballspielen, sondern auch bei Trainingsübungen brillieren. Hat man danach seinen Wunsch-Club aus der Premiere League ausgesucht, geht es schon bald an die ersten Einsätze. Stimmt die Leistung allerdings nicht, wird man vom Trainer ausgewechselt oder im schlimmsten Fall an ein anderes Team verliehen - zum Beispiel an eine Championship-Mannschaft, eine Liga tiefer. So spielt man sich die Saison durch und kriegt dazwischen immer wieder Zwischensequenzen geboten. Echtes Feeling aus einem Fussballprofi-Alltag, verpackt in Form eines Kinofilms. Sicherlich ist das Ganze noch ausbaufähig, aber fesselnder als vorerst angenommen. Das Gameplay von 'FIFA 17' zeigt sich allerdings nicht so erfreulich. Es ist zwar alles etwas aufgehübscht und detaillierter, doch das Spielgeschehen wirkt eher träge - auch bei Top-Teams. Die Ballannahmen der Spieler sind umständlicher (auch beim Gegner), welche dadurch das Tempo rauben. Actionreiche Konter sind zudem nicht mehr so einfach möglich wie noch bei 'FIFA 16'. Nicht etwa weil der KI-Gegner intelligentere Sprints hinlegt, sondern weil er irgendwie immer am richtigen Ort steht. Auch sind Angriffe über die Seiten mittels Flanken schwieriger geworden. Meistens wird man bereits vor Erreichen der Strafraumhöhe von einem Gegner attackiert. Als Spieler wird man so wahrhaftig gefordert.



Zusammenfassend: Der Story-Modus ist eine ganz nette (und gelungene) Neuerung, auch in Anbetracht dass die restlichen Modi bis auf minimale Änderungen quasi unverändert blieben. Auch bei 'FIFA Ultimate', dem wohl beliebtesten Modus bei 'FIFA'-Spieler, sind die Neuerungen nicht wirklich erwähnenswert. Der 'Squad Builder' ist etwas zu kompliziert aufgebaut um 'FUT'-Spieler vom ersten Augenblick an anzusprechen. Auf dem Fussballplatz wird man als Spieler aber allemal gefordert. Man muss umdenken, die aus 'FIFA 16' bekannten und erprobten Tormöglichkeiten sind kaum mehr umsetzbar, aber dennoch macht der Titel auch dieses Jahr wieder viel Spass. Ausser vielleicht für FC Zürich-Fans, welche dieses Jahr auf ihren Verein (Abstiegs-bedingt) verzichten müssen.


Genre: Fussball-Simulation
Plattformen: Xbox One, Playstation 4, Xbox 360, Playstation 3, PC
Release: 29. September 2016
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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verfasst von Philipp Fankhauser
6. Oktober 2016

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