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Es war ja irgendwie schade, dass 'Assassin's Creed: Rogue' damals, im Vorweihnachtsgeschäft 2014, förmlich unterging. Die ganze Videospielwelt drehte sich um die vor einem Jahr erschienenen Next-Gen-Konsolen Xbox One und Playstation 4 und um den ersten 'Assassin's Creed'-Titel dazu: 'Unity'. Was sich Ubisoft beim Release von 'Assassin's Creed: Rogue' gedacht hat, welcher nur einen Monat nach 'Unity' war, ist bis heute ungeklärt. Denn der Titel war damals lediglich für die Xbox 360 und die Playstation 3 erhältlich - obwohl doch schon zahlreiche Zocker mit 'Unity' auf die Next-Gen-Konsolen umgestiegen sind.

Jetzt scheint des Rätsels Lösung wohl gefunden: Völlig untypisch für einen 'Assassin's Creed'-Ableger, welche in der Regel im Herbst erscheinen, erscheint nun 'Rogue' erneut - und so kommen jetzt auch Xbox One- und Playstation 4-Spieler in den Genuss des Titels, wenn auch vier Jahre nach dem ursprünglichen Release. Das Alter merkt man dem Titel aber nicht an - oder kurzum: Wer seinen Spass an 'Assassin's Creed: Black Flag' hatte, der wird auch 'Rogue' lieben. 'Rogue' spielt im Nordatlantik während des Siebenjährigen Krieges in Nordamerika, weswegen 'Rogue' quasi ein Mix aus 'Black Flag' (spielerisch) und 'Assassin’s Creed III' (vom Setting her) ist.



Den Spieler erwartet daher ein 'Black Flag' in neuem Gewand, wobei jedoch das neue Gewand lediglich neu angestrichen wurde. Seeschlachten, Schatzkarten, Forts, Tavernen, Shantys, Lagerhäuser - alles ist wieder mit dabei. Nur ist eben einfach alles geografisch etwas nördlicher als noch bei 'Black Flag'. Man spielt den Charakter Shay Patrick Cormacs und begleitet ihn bei seiner Verwandlung vom Assassinen zum Templer. Im Grunde ein interessanter Grundgedanke, welcher aber leider etwas zu wenig gewürdigt wird in der Story. Der innovative Ansatz der Geschichte wird schlicht und einfach durch die fehlenden neuen Features überschattet. Alles wirkt irgendwie schon einmal gesehen - als ob man 'Black Flag' einen neuen (Texturen-)Anstrich verpasst hätte und eine neue, simpel gestrickte Story dazu erzählt. Aber letztendlich handelt es sich um einen vollwertigen 'Assassin’s Creed'-Titel - und ein Spiel dieses Franchises ging schliesslich noch nie schief. Die historische Korrektheit hält auch bei 'Rogue' Einzug und die detaillierten Recherchen der Zeit des Siebenjährigen Krieges sorgen für ein authentisches Gefühl. Insbesondere Ausflüge nach Lissabon (und einer interessanten Erklärung für das verheerende dortige Erdbeben von 1755) sowie in die damals bereits ansehnliche Metropole New York sind ganz klar Highlights von 'Rogue'. Auch für Langzeitspielspass ist gesorgt. Wiederum müssen zahlreiche Items gesucht und gefunden werden: Templerkarten, Eingeborenen-Totems, Elitebaupläne für das Schiff oder Teile einer Wikinger-Rüstung. Wer letztendlich alles meistern möchte (und das möchten bestimmt viele), werden sicherlich viele schöne Stunden mit dem Spiel haben.



Kurzum: Ubisoft hat etwas gemacht, was eigentlich nicht schiefgehen konnte. Man nehme den laut vielen Stimmen gelungenste Ableger der Serie, 'Black Flag', kopiert diesen und erhält folglich ein ebenso tolles Spiel in einem neuen Gewand. Auch wenn die Story keine neuen Massstäbe setzt, ist 'Rogue' dennoch ein Must-Have für alle Adventure-Fans und ein sehr gelungenes Spie - insbesondere wenn man beachtet dass es bereits vier Jahre auf dem Buckel hat. Es setzt auf bewährte Mechanismen, allen voran die tollen Seeschlachten, welche bereits in 'Black Flag' für zahlreiche Spielstunden sorgten. Daher die Quintessenz daraus: 'Rogue' einlegen, Spass haben und sich am besten nicht darüber aufregen, dass Ubisoft aus altgedienten und erprobten Spielen neuen Profit macht.


Genre: Action-Adventure
Plattformen: Xbox One, Playstation 4
Release: 20. März 2018
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Publisher: Ubisoft


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verfasst von Philipp Fankhauser
28. März 2018

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