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Lange galt die Hochburg der Skateboard-Simulationen der Spielereihe von 'Tony Hawk's Skateboarding'. Fans des Genres die allerdings mehr Wert auf Realismus legten, wurden aber immer wieder enttäuscht, da die Alter Egos in der eben genannten Reihe scheinbar unendlich lange Combos fahren und meterhohe Luftsprünge ausführten. Auch lässt die Arcade-mässige Steuerung bei vielen Spielern Wünsche offen - mit einem simplen Druck auf den 'Grind'-Button und der gezielten Richtung wird der gewünschte Trick bei der nächsten Berührung der Stange ausgeführt.

Bei 'Skate 2' ist dies jedoch anders. Bereits der Vorgänger besticht durch eine Steuerung welche besonders sensibel reagiert und durch gutes Training beinahe auf den Millimeter gezielte Aktionen zulässt. Mithilfe der beiden Sticks des XBox360-Controller fühlt man sich umso mehr direkt auf dem Board stehen. Nur: Aller Anfang ist schwer und so werden sich besonders langjährige Zocker von 'Tony Hawk's SKateboarding' nicht gerade in den ersten paar Stunden mit der Steuerung anfreunden können. Ein Ollie (Sprung) lässt sich nicht mehr mit einem Tastendruck ausführen, sondern muss mit gezielten Runter- und Hochdrücken des rechten Ananlogsticks mehr oder weniger stark ausgeführt werden. Dasselbe gilt für die Grinds: Man springt in Richtung einer Wand bzw. Stange und je nach Landungswinkel (der auch bewusst mit dem linken Analogsticks beeinflusst werden kann) wird der jeweilige Trick ausgeführt. Manuals (Aktionen welche die Tricks miteinander verbinden) lassen sich hingegen wieder ziemlich einfach ausführen - doch bis man die erste anständige Trickabfolge problemlos ausführen kann, dauert es eine ganze Weile.

Dem Spiel ist dies aber auch bewusst und so wird der Spieler sorgfältig in diversen Tutorials auf die komplexe Steuerung vorbereitet. Auch in den ersten Missionen und Aufgaben wird der geforderte Trick unten rechts mit einem hilfreichen Icon angezeigt, so dass man stets weiss was zu tun ist. Zwischen Wissen und dem tatsächlichen Durchführen liegt aber oftmals eine lange Durststrecke und so wird der Spieler bereits in den ersten Tutorials ziemlich lange in einer Aufgabe festgehalten, was natürlich bei einigen Zockern an den Geduldsnerven zieht. Doch nach einigen Stunden ist man im Spiel gut zuhause und so ziemlich jeder wird sich dann bewusst, dass sich das lange Üben gelohnt hat und man viel gezieltere Aktionen durchführen kann wie beim direkten Konkurrenten von Tony Hawk. Auch optisch hat sich im zweiten Teil etwas getan. Dank wundervollen Lichteffekten und sehr viel mehr Detailreichtum wirkt das Skate-Erlebnis um ein Vielfaches authentischer. So macht es gleich noch mehr Spass in New San Van herumzucruisen und die abwechslunsgreiche Spielewelt zu erkunden. Mit der Option vom Board zu steigen lassen sich neu auch alle möglichen Objekte verschieben, welche zu noch spektakuläreren Tricks führen.

Zusammengefasst kann man bei 'Skate 2' von einem gelungenen Nachfolger sprechen und dank der sehr detailreichen Steuerung lassen sich Tricks und Aktionen durchführen, von welchen vorallem Skate-Fans schon lange träumten. Wer allerdings nicht so viel Geduld zum Üben der Steuerung aufbringen kann, bleibt besser bei der 'Tony Hawk's SKateboarding'-Reihe, welche zwar viel vereinfachter, jedoch lange nicht so realitätsnah ist wie 'Skate 2'.



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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
27. Februar 2009

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