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Nach acht Add-Ons und über zehn Mini Add-Ons hat das millionenfach verkaufte 'Die Sims 2' nun einen Nachfolger erhalten. Beinahe fünf Jahre hat es gedauert bis die Spieleschmiede Maxis den dritten Teil der erfolgreichsten Videospielreihe aller Zeiten in die Läden stellen konnte und will nun mit neuen und verbesserten Features noch mehr Spieler von 'Die Sims' begeistern. Vorneweg sei verraten dass einige neue Features wirklich weltbewegend sind - jedoch bliebt weit über die Hälfte unnverändert.

Die grösste Änderung ist wohl die freie, offene Nachbarschaft welche es ermöglicht, ohne Ladezeiten sein Grundstück zu verlassen und seine Nachbarn, sowie die öffentlichen Einrichtungen wie Bibliothek, Restaurant, Strand oder Stadion zu besuchen. Eine weitere wichtige Änderung ist ein Tool, mit welchem sich Kleider und Möbel individuell einfärben lassen. Man muss sich also nie wieder ärgern wenn die neue Küchengarnitur farblich nicht zur Abwaschmaschine passt oder man nicht mit modischen Einzelstücken die Nachbarn im örtlichen Park beeindrucken kann.



Im Grossen und Ganzen wirkt das Spiel allerdings ziemlich unverändert im Vergleich zu seinem Vorgänger - selbst die Musik ist noch dieselbe. Die Altersstufen sind ebenso in dieser Form vorhanden wie auch die gesamte Grafik, deren Feinschliff sich nur mit einem Adlerauge erkennen lässt. Die Gespräche unter den Sims wurden jedoch optimiert. Um eine Freundschaft aufzubauen konnte man früher ganze einfach 10mal auf "Plaudern" klicken und der Beziehungsbarometer zwischen den beiden schoss nach oben. In 'Sims 3' langweilt sich das Gegenüber jedoch sehr schnell, wenn immer über dasselbe gesprochen wird. Dementsprechend schwierig ist es eine Beziehung, geschweige denn eine Heirat, zustande zu bringen, bevor der Sim das Seniorenalter erreicht. Und um seinen Traumjob z.B. im Militärs zu bekommen muss nicht mehr auf die entsprechende Zeitungsavance gewartet werden, sondern man begibt sich ganz eifach gleich zum Militärstützpunkt. Auch sonst wird die offene Nachbarschaft sehr ins Spielgeschehen miteinbezogen. Von der Arbeit her kriegt man viele freiwillige Nebenjobs, welche in der Nachbarschaft stattfinden.



Gross geworben wird auch mit dem neuen realistischen Persönlichkeitssystems. MIthilfe dessen bekomt jeder Sim fünf Charakterzüge zugeordnet, die sein Verhalten bestimmen. Charakterzüge sind z.B. neugierig, Genie, Sportler usw. Anhand dessen lassen sich über 700 Millionen Kombinationen bilden - letztendlich pfeift der Sim aber sowieso nach der Pfeife des Spielers und das ist auch gut so. Fans von 'Die Sims 2' werden ihren Spass am neuen Teil haben - aber wegen der zu grossen Ähnlichkeit zum Vorgänger werden wohl nur wenig neue Spieler sich in den Bann der Sims-Welt ziehen lassen.


Genre: Lebenssimulation
Plattformen: PC, Mac, iPhone, Android Phones
Release: 4. Juni 2009
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
16. Juni 2009

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