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Auch wenn sich die 'Assassin's Creed'-Reihe erst gerade drei Jahre lang auf dem Markt befindet, kann man dennoch bereits von einem gewissen Kultfaktor sprechen. Ein klarer Grund dafür ist sehr offensichtlich die sich stets steigernde Qualität, was auch im dritten Teil der Serie der Fall ist. Als Assassine Altaïr kämpfte man im ersten Teil im nahen Osten der Jahrhundertwende, in der Zeit als der Dritte Kreuzzug das Heilige Land zerriss. Der zweite Teil erschien zwei Jahre später (2009) und lässt den Spieler in die Haut von Ezio Auditore da Firenze schlüpfen.

Die Handlung spielt zwar rund dreihundert Jahre später - im mittelalterlichen Italien – doch aufgrund der Tatsache dass Desmond jeweils über einen Animus in sein früheres Leben reist, spielte 'Assassin's Creed 2' unmittelbar nach dem Ende des ersten Teils. 'Assassin's Creed: Brotherhood' ist zwar der dritte Teil der Serie, doch passender wäre die Bezeichnung Teil 2.1. Denn erneut spielt man Ezio und startet sogar exakt an jenem Standort, an dem im zweiten Teil das grosse Finale stattfand und Ezio als Sieger hervorging: In der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Nach einer kurzen Reise vom Vatikan nach Monteriggioni, verschlägt es Ezio erneut nach Rom, wo sich auch 95% des Geschehens vom dritten Teil abspielen.



Erneut zeigt sich die wunderbare Detailverliebtheit des Entwicklerteams. Gut, vieles wurde natürlich von 'Assassin's Creed 2' übernommen, da dort mit derselben Grafikengine gearbeitet wurde und die Handlung zudem im selben Zeitalter sowie im selben Land spielte. Sehenswürdigkeiten wie die Engelsburg, das Pantheon oder das Kolosseum wurden dennoch äusserst authentisch nachgebaut und verleiten zum Anhalten und Staunen. Trotzdem merkt man aber auch, dass nicht mehr ganz so viel Arbeit in die grafische Umsetzung gesteckt und so auch die eigentliche Handlung auf ein qualitativ höheres Niveau gehievt wurde. Nimmt man als Vergleich den ersten Teil, wo Altaïr lediglich eine böswillige Führungsperson nach der anderen systematisch ermordete, ist in 'Assassin's Creed: Brotherhood' viel mehr Komplexität vorhanden. Die Aufgaben sind abwechslungsreicher und zudem finden sich unzählige Nebenmissionen in der ganzen Stadt verteilt. Der Wiederaufbau von Rom regelt sich ja schliesslich nicht von selbst und gibt zudem noch etwas Kleingeld in die Kasse. Das Rekrutieren von Assassinen ist wohl das gelungenste neue Feature. Rebellierende Bürger können für die Gilde angeworben werden und sich in ausländischen Einsätze Skills aneignen. Wenn man als Ezio in Schwierigkeiten gerät, kann man per Pfiff die Assassinen rufen, welche dann kampfstark zur Unterstützung eilen.



Da ja nun mehrere Assassine als nur Ezio verfügbar sind, liegt es nahe dass Ubisoft auch endlich einen Multiplayer-Modus eingebaut hat. So kann neu zwischen mehreren Assassinen ausgewählt werden, welche alle über individuelle Kenntnisse von Waffen und Fähigkeiten verfügen. Mit bis zu acht Mitstreitern lässt sich so online eine pfeilschnelle Schlacht abspielen, welche zudem mit unterschiedlichen Spielmodi noch spannender gemacht werden kann. Zudem hat Ubisoft bereits das erste kostenfreie Mutliplayer-DLC angekündigt, welches in rund zwei Wochen erhältlich sein wird.


Genre: Adventure
Plattformen: XBox360, PS3, bald auch PC
Release: 18. November 2010
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Publisher: Ubisoft


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Herzlichen Dank an Ubisoft für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
25. November 2010

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