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In den späten Neunziger Jahren erlebten die Computer-Rollenspiele ein starkes Hoch. Titel wie 'Diablo' und 'Baldur's Gate' sind auch heute noch vielen Zockern Begriffe. Danach aber flachte dieser Boom schnell ab. 'Final Fantasy' bringt zwar nach wie vor reihenweise Ableger auf den Markt, aber die Millionen Fans nahmen (besonders in Europa) stark ab. Auch 'Fallout' hat sich mittlerweile auch eher dem Shooter-Genre zugeordnet. Allerdings gibt es da auch noch eine erstaunlich junge Serie, welche die Massen wieder von besagtem Genre begeistern kann: 'Fable'

Designer und Programmierer Sir Peter Molyneux sollte wohl vielen interessierten Gamern ein Begriff sein. Der Engländer ist bei den Lionhead Studios quasi der Kopf der 'Fable'-Truppe und brachte anno 2000 mit 'Black & White' einen Meilenstein auf den Videospielmarkt. Mit 'Fable III' spendiert er seinem "Baby" aus dem Jahre 2004 nun einen dritten Teil, welcher - wie er selbst sagt - die Schwierigkeit besitzt nicht bloss als billiger Ableger zu wirken. Dritte Teile verleihen leider zu gern einen solchen Effekt. Deshalb ist es auch erfreulich zu hören, dass Molyneux dem Spiel neue Ideen einbauen liess und von Kopf bis Fuss das Genre neu erfunden hat.



Wenn Durchschnittsgamer an ein Rollenspiel denken, kommen unfreiwillig folgende Szenen in den Sinn: Endlose Menüs mit unzähligen Einträgen, Statistiken und hunderte Power-Items die in zig Fällen nur ein- bis zweimal angewendet werden können. Bei 'Fable III' merkt man aber bereits zu Beginn, dass die Lionhead Studios bewusst von diesem Vorurteil wegkommen wollen. Nach dem Start wird man von Jasper, dem persönlichen Butler im Spiel, begrüsst und Schritt für Schritt in 'Fable III' eingeführt. Er wird auch das ganze Spiel über hin und wieder erscheinen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zaubersprüche erlernt man nach wie vor aus Büchern, neu ist aber dass auf Waffen-Upgrades verzichtet wurde. Denn diese verändern sich nach und nach durch den Gebrauch. Eine äusserst kluge Taktik: So wird der Spieltrieb gefördert und zudem muss man sich nicht den Kopf zerschlagen welches Upgrade wohl das effektivste ist. Die Charakterentwicklung passiert ebenfalls spielerischer und nicht mehr über Balkendiagramme, Statistiken und Eigenschaftswerten. Auf der so genannten Siegerstrasse werden nach erfolgreich abgeschlossenen Missionen Tore geöffnet und ausserdem finden sich dort auch Truhen, welche mit dem nötigen Kleingeld geöffnet werden können und Bücher voller neuer Zauber, sowie Kampfkünste und Fähigkeiten beinhalten.



Die Geschichte spielt zudem fünfzig Jahre nach Teil Zwei. Albion befindet sich in einem moderneren Zeitalter, allerdings herrschen Pression und Zwang, da ein erbarmungsloser König an der Macht ist. Der Auftrag ist klar: Der König muss gestürzt werden. Wenn dies nach einigen Spielstunden eintrifft, ist das Spiel aber keineswegs zu Ende. Nun ist man als König an der Macht und muss den Pflichten eines Monarchen nachgehen: Einer Tagesordnung gilt zu folgen, zudem muss man sich Staatshaushalt kümmern und Entscheidungen treffen. Man sieht: 'Fable III' ist überaus abwechslungsreich, was sich letztendlich auch in den weit über dreissig Stunden Spielspass abzeichnet.

Genre: Rollenspiel
Plattformen: XBox360, bald auch für PC
Release: 28. Oktober 2010
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Publisher: Microsoft


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Herzlichen Dank an Microsoft für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
5. November 2010

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