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Es passiert wirklich sehr selten dass Electronic Arts ein Hoheitsgebiet abgibt. Doch bei der 'NBA'-Reihe scheint dies nun in der 2011er-Welle wahrhaftig der Fall zu sein. Es war zwar schon länger bekannt dass EA ihre 'NBA Live'-Reihe einstellt und anstelle dieser im November 2010 mit 'NBA Elite' durchstarten möchte. Eine neue Technologie, eine verbesserte Steuerung und eine optimierte Spiel-Physik sollen die Basketballsimulation revolutionieren, hiess es. Bis vor kurzem war man auch sehr gespannt auf den neuen Ableger, doch kurz vor Veröffentlichung entschloss sich EA den Titel auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Klarer Vorteil für 2k Sports. Denn nun gehört das Genre ganz ihnen, da weit und breit keine vergleichbare Konkurrenz vorhanden ist. Dennoch überraschte EA sehr viele – schliesslich prägten sie das Basket-Genre über viele Jahre (1994-2010). Mit dem (Wieder-)Release von 'NBA Jam' im Oktober für den Nintendo Wii und bald auch für XBox360 und PS3, wenden sie sich aber anscheinend wieder dem ebenfalls allseits beliebten Arcade-Basketball zu, welcher in den Neunziger Jahren bereits viele begeisterte Fans gewinnen konnte. Andersrum kann man diesen Schritt auch so interpretieren, dass Electronic Arts vor 2k Sports kapituliert hat, da sie der herausragenden 'NBA 2k'-Reihe technisch sowie spielerisch schlichtweg unterlegen sind.



Ein grosses Kompliment also für die Entwickler von Visual Concepts. Denn was die Kollegen von 'Pro Evolution Soccer' seit Jahren mit der 'FIFA'-Reihe offensichtlich versuchen, haben sie quasi aus dem Stegreif geschafft. Hinzu kommt dass dieses Jahr die magische Nummer 23 vom Cover prangt: Michael Jordan. Und nicht nur das. In 'NBA 2K11' existiert die so genannte 'Jordan-Herausforderung'. Zehn Spiele seiner Vergangenheit, in welchen je eine Aufgabe auf den Spieler wartet gilt es zu bestreiten. Werden alle erfüllt, wird eine neue Karriere freigeschaltet: 'MJ: Erstellung einer Legende'. Hier hat man die Möglichkeit Michael 'Air' Jordans Karriere vom Rookie-Draft bis zu seinen Highlights und Meisterschaftssiegen nachzuspielen - ein Muss für jeden Fan. Auch sonst hat der „normale“ Karrieremodus einiges auf Lager. Nicht nur auf dem Spielfeld kommt es hier darauf an, sondern auch das eigene Verhalten während Pressekonferenzen und dem Unterzeichnen von Werbeverträgen. Und stets wird alles präsentiert wie in einer echten ESPN-Live-Übertragung. Im Vergleich zum Vorgänger haben sich auch besonders die Kommentare während dem Spiel im positiven Sinne verändert. Authentischer ist es kaum mehr möglich.



Vom Spielerischen her ist 'NBA 2K' allerdings so geblieben wie man es kennt: Nach wie vor ist die Steuerung für Neulinge sehr gewöhnungsbedürftig und benötigt stundenlanges Training, bis man sich das erste Mal dem Gegner in Augenhöhe stellen kann. Der rechte Stick wird nach wie vor als Wurfstick verwendet, welcher in vielen Situationen auch äusserst sensibel reagiert. Mit Drei-Punkte-Würfen und gar Freiwürfen wirken so scheinbar leichte Aufgaben zu Beginn vermeintlich unlösbar. Wenn man nach einigen Spielstunden die Steuerung aber im Griff hat, hat sich die Geduld gelohnt. Denn so intuitiv und präzise lässt sich zurzeit kein anderes Sportspiel steuern.

Genre: Basketball-Simulation
Plattformen: XBox360, PS3, Wii, PC, PSP
Release: 8. Oktober 2010
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: Take 2


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Herzlichen Dank an die Gametime AG für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
16. November 2010

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