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EA's Eishockeysimulation hat sich in den letzten Jahren extrem verbessert. Jedes Jahr kamen wieder neue, wegweisende Änderungen hinzu, welche letztendlich ein fantastisches 'NHL 12' ermöglichten. Nun fragt man sich dieses Jahr zurecht: Was kann oder will EA an dieser nahezu perfekten Simulation noch optimieren? Mittlerweile hätte es EA auch gar nicht mehr nötig. Die einzige Konkurrenz war bis anhin die 'NHL 2K'-Reihe von 2K Sports, welche allerdings im Mai 2011 bekanntgaben die Serie nicht weiterzuführen.

Nun, was ist technisch seit 'NHL 12' passiert: Eine neue Skating-Engine wurde eingebaut. Klingt nicht sehr spektakulär, im Spiel selbst sind die Unterschiede aber klar spürbar. Der Spieler wird mit dieser Engine von oben bis unten durchgerechnet. Seine Werte (Tempo, Wendigkeit, Gewicht) spielen eine grosse Rolle und wirken sich auf das Verhalten auf dem Feld aus. So können sich bullige Spieler zwar weniger schnell wenden, bekommen aber auf langer Strecke mehr Tempo - um nur ein Beispiel zu nennen. So wird das Verhalten auf dem Eis noch einen Tick realistischer, was sich besonders bei den Tempounterschieden der Spieler und früheren, unrealistisch schnellen Wendemanöver zeigen.



Auffallend ist auch, dass der Puck nicht mehr so stark am Spieler klebt wie zuvor. Umso schneller ein Spieler unterwegs ist, umso weniger Kontrolle hat er und desto einfacher ist es ihm den Puck wegzuschlagen. Was aber besonders Eishockey-Neulinge stören wird: Die bereits im Vorgänger sehr starken Torhüter sind noch stärker geworden. Sie agieren wendiger und decken die Seiten noch effizienter ab als noch in 'NHL 12'. So wird es noch mühsamer ein Tor zu erzielen. Aber bekanntlich macht ja Übung den Meister. Die wenigen technischen Innovationen sind zwar sehr wirkungsvoll, aber den spieltechnischen Neuerungen zahlenmässig klar unterlegen. Im Solomodus gibt es neu den Bereich 'NHL Moments', wo man über zwanzig der entschiedensten Szenen der letzten NHL-Saison nachspielen kann - jeweils in vier Schwierigkeitsgraden spielbar. Laut EA sollen in der kommenden Saison noch neue Szenen hinzukommen. Ebenfalls neu ist der 'GM Connected'-Modus. Er ist vergleichbar mit dem normalen GM-Modus (Karrieremodus), wird aber online durchgeführt. So kann man als Spieler oder Coach mit Freunden und Bekannten in einer eigenen Liga mit bis zu dreissig Teams spielen. Wie sich das Ganze entwickeln wird und ob ein riesiger Online-Hype deswegen entsteht, wird man wohl erst bei 'NHL 14' sehen, wenn der Modus dann noch vorhanden ist. Auch noch zu erwähnen ist, dass man nun bei der Spieler-Erstellung auch weibliche Spieler erschaffen kann. Das hat wohl damit zu tun, dass im Legenden-Modus, wo man die Karriere berühmter Hockeyspieler nachspielt, neu die Hockey-Cracks Angela Ruggiero und Hayley Wickenheiser mit dabei sind.



Optisch zeigt sich das Spiel sehr ähnlich wie 'NHL 12'. Zwar sind über eintausend neue Animationen hinzugekommen, welche aber der Laie nicht gross bemerkt, da die Vorgängerversion schon sehr realistisch daherkam. Neue Ligen gab es zwar nicht, aber die Auswahl ist natürlich immer noch sehr gross. Leider gab es auch keine neuen Stadien, bis auf das für das Winter Classic 2012 temporär umgebaute Baseballstadion Citizens Bank Park in Philadelphia. Fans der 'NHL 12'-Reihe können sich also auf einen weiteren, sehr tollen Referenzableger freuen. Es darf nun gehofft werden dass EA trotz nun inexistenter Konkurrenz, weiter Innovationen und Neuerungen der 'NHL'-Reihe beisteuert.


Genre: Eishockey-Simulation
Plattformen: Xbox360, PS3
Release: 13. September 2012
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
13. September 2012

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