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1492: Conquest of Paradise
von Ridley Scott |
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"Gérard Depardieus Paraderolle als Kolumbus ging auch nach zwei Dekaden nicht vergessen!" |
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Release: 9. August 2012 |
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Inhalt |
Kolumbus (Gérard Depardieu) ist getrieben von der Vision, einen neuen Seeweg nach Indien zu finden. In der düsteren Zeit der Inquisition gelingt es ihm mit Charme, die spanische Königin Isabella (Sigourney Weaver) zu überzeugen, ihm die Seereise zu finanzieren. Vollkommen überraschend stösst Columbus nach endloser Fahrt auf Amerika. Als Held kehrt er zurück nach Spanien. Nach weiteren Reisen versucht er als Gouverneur der neuen Welt, einen Brückenkopf für Spanien zu schaffen. Doch die friedliche Koexistenz zwischen Europäern und Eingeborenen wird zunehmend auf harte Proben gestellt. |
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Originaltitel |
1492: Conquest of Paradise |
Produktionsjahr |
1992 |
Genre |
Historienepos |
Laufzeit |
ca. 156 Minuten |
Altersfreigabe |
ab 16 Jahren |
Regie |
Ridley Scott |
Darsteller |
Gérard Depardieu, Armand Assante, Sigourney Weaver, Loren Dean, Ángela Molina |
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Kritik |
Ridley Scott gehört zu den ganz grossen Regisseuren der heutigen Zeit - bisher dreimal nominiert hat es zwar noch nicht für einen Oscar gereicht, doch Filme wie 'Gladiator', 'Black Hawk Down' oder 'American Gangster' zeigen ganz klar das Talent auf, welches in ihm steckt. Nach 'Alien', 'Blade Runner' und 'Thelma & Louise' sorgte der Brite mit der epochalen Historienverfilmung von Kolmbus' Amerika-Entdeckung für Aufsehen. Das Budget von vierzig Millionen US-Dollar wurde aber, zur Enttäuschung aller Beteiligten, nicht wieder eingespielt. Dennoch erinnert man sich auch nach zwanzig Jahren noch gut und gerne an Ridley Scotts Werk und zugleich Gérard Depardieus Paraderolle. Der Franzose kann in Scotts Werk seine Vielseitigkeit voll und ganz unter Beweis stellen. Viel erfolgreicher als der Film wurde aber die Filmmusik des Komponisten Vangelis. Das Titellied 'Conquest of Paradise' wurde zur legendären Hymne - zeitlos und unvergänglich. Der Film selbst bietet zwar mit über zweieinhalb Stunden Laufzeit epochale Ausmasse und liefert wunderschöne sowie authentische Bilder (der schmale Grat zwischen Kitsch und Realität wurde exakt getroffen), dennoch hat man nach Filmende nicht das Gefühl ein Meisterwerk gesehen zu haben. Ab der zweiten Filmhälfte schleichen sich viel zu viele Längen ein und der Schluss wirkt verhältnismässig langweilig - eine halbe Stunde weniger Laufzeit hätte hier viel bewirken können. Dass Kolumbus als tragischer Held gefeiert wird, wird wohl einige Historiker die mit der Geschichte vertraut sind ebenfalls stören, dennoch ist '1492' aber die bisher beste Kolumbus-Verfilmung. Gérard Depardieus Paraderolle als Kolumbus ging auch nach zwei Dekaden nicht vergessen! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 28.08.12
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